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Know-how zum Nachlesen

Wie ich in einer Agentur meinen grünen Daumen entdeckte

Abgeschlossene Matura, dann Hotellerie-Ausbildung, was nun? Nachdem ich wusste, dass die Hotellerie eher nichts für mich ist, gab es nicht sehr viele Möglichkeiten und gleichzeitig taten sich mir jeden Tag unbegrenzt viele auf. Verschlagen hat es mich dann – Gott sei Dank – an den Empfang bei asoluto.

Anfangs dachte ich: Das ist sicherlich eine nette Mischung, bei der ich mein Gelerntes anwenden (Gäste in der Agentur bewirten) und in die – für mich neue – Welt der Digitalisierung und Kommunikation schnuppern kann. Die Realität: In einer Agentur, in der knapp 20 Personen aus- und eingehen, gibt es so einiges zu tun, das in keiner Job-Description zu lesen ist und vielen bei dem Gedanken an eine Agentur auch nicht in den Sinn kommen würde.  Und all diese kleinen, feinen Tätigkeiten – die meisten davon still und heimlich im Hintergrund – fallen in meinen Zuständigkeitsbereich…

Und was machen fleißige Heinzelmännchen in einer Agentur? Meine Hauptaufgaben sind Bearbeiten und Beantworten von diversen E-Mails, das Abheben des Telefons, Meetings bewirten und meinen Kollegen, wann immer es möglich ist, unter die Arme zu greifen. Inzwischen habe ich schon einige Aufgaben im Bereich Public Relations kennen gelernt – und teilweise übernommen – und so einen Einblick in diese Welt erhascht. Egal, ob quer durch die Bundesländer, um Content für Social Media zu produzieren, meine Kollegen beim Facebook-Monitoring zu unterstützen oder auch gemeinsame Ausflüge zu planen – mein Arbeitsalltag ist deutlich abwechslungsreicher als es erscheinen mag und man lernt täglich dazu.

Neben diesen Sachen fallen regelmäßig noch viele kleinere Dinge an, die aber oft mit einigen Komplikationen verbunden sind. Manchmal kommt das Gefühl auf, dass ich einen halben Tag nur mit der Mittagessensbestellung kämpfe oder Lieferanten hinterher telefoniere…

Das Thema „sich um einen Haushalt kümmern“ kenne ich nicht wirklich, da ich noch bei meinen Eltern wohne. Hat man aber gelernt, sich einem „Haushalt“ mit 20 Personen anzunehmen und diesen zu „schupfen“, dann ist man wohl doch ganz gut gerüstet. Seit meiner Zeit bei asoluto streite ich auf jeden Fall sehr viel weniger mit meiner Mutter.

Erstens wächst das Verständnis, wie anstrengend – und oft auch undankbar – es ist, Dinge zu putzen, die andere jeden Tag benutzen (unsere beiden Kaffeemaschinen reinigen und entkalken sich nicht von selbst und die Abwasch in der Küche meistens auch nicht). Und zweitens werden all diese Tätigkeiten mit der Zeit einfach zur Gewohnheit und oft fällt es mir kaum noch auf, wenn ich nebenbei die Küche etwas sauber mache. Ja, wer hätte das gedacht – ich mir vor einem Jahr auf jeden Fall nicht. 😉

Etwa einmal im Monat steht eine Großbestellung an, bei der nicht schnell verderbliche Sachen bestellt und direkt in die Agentur geliefert werden. Wenn ich hier etwas vergesse (Tee, Zucker, Gewürze, Toilettenartikel, Spülmittel, …), dann muss ich es selbst im Supermarkt kaufen und zur Agentur tragen – so lernt man schnell, auch auf Kleinigkeiten Acht zu geben. Und das passende Workout zum Ausgleich gibt’s dann gleich obendrauf.

Außerdem wird ungefähr alle zwei Monate diverses Büromaterial bestellt. Es ist meine Aufgabe, im Blick zu haben, was wir lagernd haben und die „Raritäten“ rechtzeitig nachzubestellen. Wenn die Lieferung gebracht wird, verstaue ich sie in den Kästen. So kommt es dazu, dass manchmal das Gefühl in mir wächst, dass ich die Einzige bin, die wirklich weiß, was sich in den zahlreichen Kästen in der Agentur befindet (da hat sich wirklich viel Zeug angesammelt) und oft gefragt werde, wo denn dies und jenes sein Zuhause hat.

Eine meiner (gefühlt) wichtigsten Aufgaben – und wenn sie noch so mickrig wirkt – ist der regelmäßige Milchkauf. Ich denke, diejenigen unter uns, die gerne ihren Morgenkaffee genießen, wissen, was es auslöst, wenn dann doch einmal die Milch (und zwar die Vollmilch – die leichte und die haltbare Variante, die Sojamilch und die Hafermilch) aus sein sollte. 😉

Wer denkt, dass es ohne Morgenkaffee ungemütlich werden kann, der bedenkt nicht, wie ungemütlich es erst wird, wenn das Mittagessen nicht um zwölf, sondern vielleicht erst um halb zwei kommt und 20 Leute mit knurrendem Magen warten. Dafür bin auch ich zuständig. Jeden Tag bestelle ich Mittagessen – und versuche mich bei der Restaurant-Auswahl möglichst nach jedem zu richten. Wann dieses Essen kommt, ist nicht immer gut vorhersehbar. Im Mittagsgeschäft lassen sich Restaurants die interessantesten Ausreden einfallen, wieso das Essen, das angeblich schon unterwegs zu uns ist, für 3 Kreuzungen 50 Minuten braucht. Eines kann ich guten Gewissens behaupten: Ich habe in meiner Zeit bei asoluto gelernt, mich am Telefon durchzusetzen und geduldig alle zehn Minuten wieder anzurufen. Und wenn das Essen dann da ist und die Hälfte fehlt? Dann geht das Telefon-Spiel von vorne los…

In meinen Aufgabenbereich fällt auch das wöchentliche Gießen der asoluto-Pflanzen. Vor meiner Zeit in der Agentur sind auf meinem Fensterbrett daheim (leider) sogar Kakteen gestorben und ich hatte mich eigentlich damit abgefunden, dass mein Daumen alles andere als grün ist. Während meiner Zeit bei asoluto ist mir mein grüner Daumen sozusagen zugeflogen und es macht richtig Spaß, auf meine kleinen Schützlinge Acht zu geben. Ich kann definitiv sagen, dass es zu den kleinen Freuden meines Arbeitsalltages gehört, wenn wieder mal eine Pflanze Knospen bekommt. Das Grün im asoluto-Logo hat für mich also eine ganz besondere Bedeutung. 😊

Fazit: Allen einen möglichst reibungslosen Tagesablauf zu ermöglichen liegt in meiner Verantwortung. Das ist nicht immer einfach, aber wenn man Spaß daran hat, sich um andere zu kümmern und immer wieder neuen Problemchen anzunehmen, dann ist das genau die richtige Aufgabe. Ich mache es gerne, habe in meiner Zeit hier bei asoluto schon viel dazu gelernt und konnte in dieser kurzen Zeit – auch als Heinzelmännchen – schon einige interessante neue Erfahrungen sammeln.

Also: Wenn alles super läuft, sind alle zufrieden. Auch die Pflanzen.

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(leider nicht die essbaren)
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