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Visual Storytelling – Instagram, Pinterest und Snapchat im Check

Barack Obama tut es, Apple tut es, Sportmannschaften und Modelabels tun es… und für unsere kleinen Geschwister ist es längst ein alter Hut. Die Rede ist von Visual Storytelling.

Von Storytelling an sich war im Blog ja bereits die Rede – aber Bilder sagen ab und zu eben wirklich mehr als tausend Worte. Der Siegeszug von Plattformen wie Instagram, Pinterest und allen voran Snapchat scheint unaufhaltsam. Es kann nicht länger von einem kurzfristigen Hype gesprochen werden, die Nutzerzahlen sprechen für sich. Da stellt sich natürlich auch für den einen oder anderen Kunden die Frage „Brauch ma des a?“ – die Antwort ist ein klares „Jein“. Vor dem Start auf einer neuen Plattform sollten die wichtigsten Faktoren bedacht werden. Nicht jedem Trend muss nachgelaufen werden, nicht jedes Medium eignet sich für jeden Kunden. Was muss man über die großen Player im Bereich Visual Storytelling wissen und welche Fragen sollten im Vorfeld geklärt werden?

Instagram

Die Schokoladenseite des Lebens. Onlinefotoalbum und Geburtsstätte des Selfies – auf Instagram setzt man sich und seinen Lifestyle in Szene, mittlerweile sind sogar kurze Videos möglich. Ein gesundes Frühstück, ein neues Paar Sneakers für’s #ootd und am Abend ein Strandfoto mit Sonnenuntergang – Hashtag #nofilter. Auf Instagram tummeln sich die Jungen – die größte Nutzergruppe sind die 18 bis 34-jährigen. Weltweit verzeichnet die Plattform mehr als 400 Millionen monatlich aktive User. Spannend, sogar ein Drittel der 500 umsatzstärksten Unternehmen der Welt gaben 2015 an Instagram zu nutzen. Aber braucht ein Unternehmen zwangsläufig einen eigenen Instagram Account? Diese Frage lässt sich am einfachsten mit einigen simplen Gegenfragen beantworten. Ist meine Zielgruppe auf Instagram? Habe ich genug attraktives Bildmaterial? Gibt es die zeitlichen und finanziellen Ressourcen für die laufende Betreuung des Accounts? Sind meine Produkte und Dienstleistungen optisch ansprechend inszenierbar? Ja? Na dann los!

Beispiele für gelungene Unternehmensseiten sind etwa Ben & Jerry’s oder National Geographic.

Pinterest

Pinterest ist weniger ein soziales Medium als vielmehr eine visuelle Suchmaschine. Mittels digitalen Pinnwänden sammeln User Bilder, erstellen Kollektionen und planen für die Zukunft. Hochzeitskleider, Interior-Design, Frisuren und DIY-Anleitungen treffen auf Reisedestinationen und Kochrezepte. Beiträge, die sogenannten Pins, können auf eine eigene Pinnwand weitergepinnt werden – attraktiven, gut präsentierten Inhalten verhilft dieser „Schneeball“-Modus zu beachtlichen Reichweiten. Im Gegensatz zu Snapchat, wo authentische, nicht perfekte Inhalte besonders gut funktionieren, dreht sich bei Pinterest alles um ästhetische Hochglanz-Bilder, die hohen professionellen Ansprüchen genügen und perfekt inszeniert sind. Auf Pinterest suchen die User gezielt nach Produkten. Damit ist es zum Beispiel die ideale ergänzende Plattform für Onlineshops. Die Besonderheit, hier erreicht man ein in erster Linie weibliches Publikum, 85 % der 100 Millionen weltweiten Nutzer sind Frauen. Vor der Entscheidung für oder gegen einen Unternehmens-Account stellen sich die gleichen Fragen wie bei Instagram. Zusätzlich relevant ist, dass die Plattform auch für SEO-Zwecke geeignet ist – im Gegensatz zu Instagram kann jeder Beitrag einen Link enthalten.

Pinterest Erfolgsgeschichten zur Inspiration.

Snapchat

Instant Messaging via Bild und Video – Snapchat ist im Moment einer der schnellst wachsenden Messaging-Dienste, besonders bei Jugendlichen. Dabei spielt die App mit dem Reiz der Flüchtigkeit: Snapchat-Nachrichten zerstören sich nach einigen Sekunden selbst. Sie können mittlerweile aber auch schon in sogenannte Stories aneinandergereiht oder als Memories gespeichert werden. Früher hat man Fotos gemacht um Erinnerungen zu sammeln – heute dienen sie der Kommunikation. Großer Beliebtheit erfreuen sich die Filter der App, mit denen man sich etwa ein dramatisches Make-up verpassen und sein Gesicht mit dem des besten Freundes tauschen kann. Fotos, die an einem bestimmten Ort aufgenommen wurden, können mit Geofiltern versehen werden. Außerdem kann auf die Snaps gekritzelt werden was das Zeug hält. Im Fokus stand bisher die private Nutzung, jetzt springen auch immer mehr Unternehmen auf den Snapchat Zug auf – hier können sie ihre menschliche, echte Seite zeigen. Spontane Aktionen und Blicke hinter die Kulissen: humorvolle, authentische und verrückte Inhalte machen Snapchat so einzigartig und beliebt. Mit 150 Millionen täglich aktiven Nutzern ist die App bereits an Konkurrenten wie Twitter vorbeigezogen.

Kreative Idee – General Electric unterhalten ihre Snapchat Follower mit „Emoji Science“, das sieht dann so aus:

Quelle: General Electric ist als @GeneralElectric auf Snapchat

Für alle drei Plattformen gilt, dass als Alternative – sei es aus Mangel an Ressourcen oder Inhalten – auch auf einen eigenen Account verzichtet werden kann, um sein Angebot stattdessen über die Profile von Bloggern und Testimonials mit großen Followerzahlen zu vermarkten. Wichtig ist aber auch in diesem Fall, über die Vorteile und Spezifika der unterschiedlichen Dienste Bescheid zu wissen und am Ball zu bleiben. Instagram, Pinterest und Snapchat sind dabei nur die Spitze des Eisbergs – Live-Streaming Anwendungen wie Periscope, Meerkat und Facebook Live gewinnen immer mehr an Relevanz. Visual Storytelling entwickelt sich in rasantem Tempo weiter und wird die Medienbranche noch gewaltig aufmischen – aber das ist eine andere Geschichte…

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(leider nicht die essbaren)
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