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Hashtag Guide – Worin unterscheiden sich Twitter, Facebook und Instagram?

Davon, dass Hashtags, wie wir sie kennen, unser Social Media Nutzungsverhalten entscheidend prägen, habe ich schon in meinem letzten Blogbeitrag berichtet. In diesem Beitrag wollen wir aber noch einmal ganz genau hinschauen und die Spezifika der Nutzung von Hashtags auf drei der größten Social Media Plattformen unter die Lupe nehmen: Twitter, Facebook und Instagram.

Twitter – Geburtsstätte des Hashtags

Der gezielte Einsatz von Hashtags ist integraler Bestandteil des Erfolgsrezepts des berühmtesten Kurznachrichtendiensts der Welt. Zahlreiche Funktionen, allen voran Trends und die Suche, wären ohne Hashtags nicht in dieser Form möglich. Hashtags machen Twitter einfach, dank ihnen werden einzelne Wörter, Abkürzungen und Wortkombinationen (wichtig: ohne Leer- und Sonderzeichen) automatisch zu klickbaren Links, die Informationen kategorisieren, bündeln und filtern. Ohne sie ist die Nutzung der Plattform heutzutage kaum mehr vorstellbar. Trotzdem ist es nicht empfehlenswert, einfach so drauf los zu taggen. Deshalb nachfolgend ein paar Fragen, die man sich vor jedem Tweet stellen sollte:

Kann ich mit meinem Tweet zu regionalen oder internationalen Trends beitragen?

Das Aufspringen auf Trending Topics kann Tweets zu einer beträchtlichen Reichweite verhelfen. Es empfiehlt sich deshalb, diese regelmäßig zu checken, bevor ein Tweet abgesetzt wird. Selbstverständlich muss der Inhalt aber zum Hashtag passen, um nicht am Ziel vorbeizuschießen.

Wie breit oder spezifisch ist das Leserinteresse, das ich mit meinem Tweet ansprechen möchte?

Je nach Inhalt und Ziel eines Tweets, macht es Sinn, mehr oder weniger spezifische Hashtags zu verwenden. Wer etwa Hashtags wie #love, #food oder #flowers verwendet, dessen Beitrag wird zwar breit gestreut, geht aber relativ schnell wieder in der Masse an Tweets unter. Deshalb empfiehlt es sich, möglichst spezifische Hashtags für einen gezielten Empfängerkreis oder eine Kombination aus allgemeinen und spezifischen Hashtags zu wählen. Ein schönes Beispiel dafür habe ich bei lifewire gefunden. Hier wird empfohlen, statt #dogs den Hashtag #BorderColliePuppyTraining zu verwenden, um einen klar definierten Empfängerkreis gezielt zu erreichen. Wobei allzu ausgefallene Wortkombinationen auch kontraproduktiv sein können, da kaum jemand nach diesen sucht.

Wie viele Hashtags braucht mein Tweet wirklich?

Hand aufs Herz, ist es wirklich notwendig, jedes zweite Wort eures Tweets mit einem Hashtag zu versehen? Beschränkt euch lieber darauf, das Wesentliche hervorzuheben #und #übertreibt #es #nicht, #WenigerIstMehr!

Müssen Hashtags unbedingt am Ende meines Tweets stehen?

Hashtags stehen häufig am Ende eines Tweets, um als eine Art „Keyword“ die Kernaussage noch einmal zu betonen und auf einen Blick ersichtlich zu machen, worum es geht. In vielen Fällen macht es jedoch durchaus Sinn, einzelne Wörter schon im #Fließtext zu verlinken. Damit spart ihr Zeichen und vermeidet unnötige Wiederholungen.

Gibt es einen „offiziellen“ Hashtag für meinen geplanten Tweet?

Heutzutage ist es gang und gäbe, dass es offizielle Hashtags für große Sportveranstaltungen, Kongresse, ganze Städte und Regionen, Marken und Produkte oder politische und gesellschaftliche Bewegungen gibt. Macht euch im Vorfeld schlau und verwendet diese etablierten Hashtags, um einen reichweitenstarken Beitrag zu einem Thema beizutragen. Damit haltet ihr euch auch gleich selbst in Echtzeit am Laufenden!

Soll ich einen neuen Hashtag für mein Thema erfinden?

Bevor sich ein spezifischer Hashtag etabliert, muss er erstmal erfunden werden. Also traut euch, seid kreativ und lasst euch ein eingängiges Schlagwort oder eine prägnante Wortkombination mit Wiedererkennungswert für eure nächste Kampagne einfallen. Dabei solltet ihr jedoch darauf achten, dass es sich nicht um die Nachahmung eines bereits etablierten Hashtags handelt oder es schon Unmengen an Beiträgen unter dem gewählten Hashtag gibt, sonst wird dieser niemals trennscharf nur eurer Aktion zugeordnet.

Facebook – Hashtags ja oder nein?

Ganz anders gestaltet sich die Verwendung von Hashtags auf Facebook. Hier gibt es zahlreiche Untersuchungen, die empfehlen, auf Hashtags zu verzichten, da sie der Performance und Interaktionsrate eines Beitrags sogar schaden können und bei Facebook-Usern nicht gerne gesehen sind. Hashtags sind auf Facebook zwar seit 2013 klickbar, konnten sich jedoch bislang nicht wirklich durchsetzen. Allerdings sind sich auch die Experten nicht ganz einig. Zum Branding oder für spezielle Kampagnen können Hashtags nämlich durchaus sinnvoll sein und auch die Integration von Instagram in Facebook wird deren Relevanz weiter steigern. Aber bitte beschränkt euch auf wenige und gewissenhaft ausgewählte Hashtags pro Beitrag, es hat sich nämlich gezeigt, dass das Engagement mit steigender Hashtag-Anzahl sinkt.

Instagram – Hashtags, Hashtags, Hashtags

Ähnlich wie Twitter ist auch Instagram ohne Hashtags kaum vorstellbar. Seit Kurzem kann man sogar einzelnen Hashtags bequem folgen. Außerdem haben sich längst Hashtags etabliert, die einzig und allein dem Zweck dienen, viele Likes und Follows zu generieren. Viele der oben genannten Tipps für Twitter lassen sich eins zu eins auf diese visuelle Plattform übertragen. Ein paar Besonderheiten und Möglichkeiten gilt es dennoch zu beachten.

Mehr ist mehr

Auf Instagram dürft ihr euch austoben. Hashstags helfen Instagrammern, Inhalte zu finden, die zu ihren Interessen passen. Anders als reine Textbeiträge auf Twitter, decken Fotos, Videos und Stories viele Interessen auf unterschiedlichen Dimensionen ab. Ein Beispiel: Ihr seid auf Urlaub in Paris und macht ein Selfie mit eurer neuen Sonnenbrille vor dem Eiffelturm und wer weiß, vielleicht habt ihr sogar eine zuckersüße Makrone in der Hand. Das Wetter ist zwar nicht perfekt aber dieser Umstand ist, Inkwell oder Moon sei Dank, in schwarzweiß schnell kaschiert. Hunderte Hashtags kommen in Frage, um euer Bild zu beschreiben: #paris #ootd #fashion #sunglasses #eiffeltower #toureiffel #traveller #wanderlust #selfie #blackandwhite #bw #parisjetaime #igersparis #europe #holidays #explore #foodporn #foodie #macaron #patisserie #frenchcuisine #yummy …

Mit diesen Vorschlägen erreicht ihr Reisende, Parisliebhaber, Fotografiefreunde, Foodies und Modeinteressierte mit ein und demselben Bild. Und ja, englische Hashtags performen am besten, aber natürlich kommt es auch hier darauf an, was (und wen) ihr mit eurem Beitrag erreichen wollt.

Ab wann ist mehr zu viel?

Es macht zwar durchaus Sinn, viele Hashtags zu verwenden, um eine schöne Reichweite zu erzielen aber übertreiben solltet ihr es auch auf Instagram nicht. Erstens, weil die Plattform von sich aus maximal 30 Hashtags erlaubt, um den Gesamtcontent relevant zu halten und zweitens, weil zu viele Hashtags schnell unübersichtlich werden. Auch wenn zahlreiche Beschreibungen zu eurem Bild passen, sollten diese also so präzise wie möglich eingesetzt werden und wirklich stimmig sein. Es ist auf keinen Fall empfehlenswert, das Maximum um jeden Preis auszureizen. Was die ideale Menge für die besten Ergebnisse betrifft, gehen die Meinungen auseinander. Während lange Zeit elf als empfehlenswerte Anzahl galt, habe ich neulich von einem interessanten Versuch gelesen, in dem sich acht als Optimum herauskristallisiert hat. Es kann in manchen Fällen aber auch sein, dass ein einziger, gut gewählter, Hashtag ausreicht. Probiert am besten selbst, was für eurer Profil, euer Thema und eure Zielgruppe am besten funktioniert und nutzt regelmäßig Tools wie Hashtagify zur Recherche. Viel Spaß!

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