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Es war einmal eine Raute – die Geschichte des Hashtags

Erinnert ihr euch noch an die Zeit vor 2007, als eine Raute einfach eine Raute war? Ein unscheinbares Nummernsymbol und eine sträflich vernachlässigte Taste auf eurem prähistorischen Mobiltelefon? Seit damals hat sich einiges getan: In den letzten zehn Jahren hat sich die Raute zum Hashtag gemausert, zur allgegenwärtigen, universell verständlichen und nicht mehr wegzudenkenden Markierung, die unser Social Media Nutzungsverhalten wie kaum eine andere Entwicklung prägt. Hashtags sind heute zum Bündeln und Suchen von Inhalten in sozialen Netzwerken unverzichtbar und integraler Bestandteil von Instagram, Twitter und Co.

Wie wurde die Raute zum Hashtag?

Die Geburtsstunde des Hashtags, wie wir ihn kennen, ist eng mit dem Kurznachrichtendienst Twitter verknüpft. Im August 2007, ein Jahr nach der Gründung Twitters, schlug Internet-Aktivist Chris Messina die Nutzung des Raute-Symbols in einem mittlerweile legendären Tweet vor:

„how do you feel about using # (pound) for groups. As in #barcamp [msg]?“

Die Idee gewann schnell an Beliebtheit, trotzdem dauerte es noch ganze zwei Jahre, bis Twitter 2009 Hashtags endgültig in seinen Code aufnahm und mit # versehene Begriffe automatisch verlinkte. Ein weiteres Jahr später führte Twitter die „Trending Topics“-Übersicht auf seiner Startseite ein, die auf einen Blick anzeigt, über welche Hashtags gerade am meisten getweetet wird. Seither ist es Nutzern möglich, Ereignisse in Echtzeit zu verfolgen und zur Diskussion darüber beizutragen. 2011 folgte Google+ und mit einigem Abstand auch Plattformen wie Flickr, Vine, Tumblr, Instagram und Facebook. Bei letzterer spielen Hashtags jedoch eine untergeordnete Rolle und sollten nur sparsam eingesetzt werden.

Heute tauschen sich Gleichgesinnte auf der ganzen Welt mittels Hashtag ganz einfach live über aktuelle Trends, Entwicklungen und Geschehnisse aus – von Politik und Weltgeschehen über Mode, Fitness und Ernährung bis hin zu Kunst und Kultur. Gerade visuelle Plattformen wie Instagram leben mittlerweile davon, dass sich die darauf geteilten Inhalte über Hashtags verbreiten, finden und bündeln lassen. Aber auch Aktivismus im Netz wird zunehmend von Hashtags begleitet, die, bei entsprechendem Momentum, medienwirksam eine breite Öffentlichkeit mit den getaggten Inhalten erreichen.

Der Siegeszug der Hashtags geht weiter

Ohne die einst so unscheinbare Raute, die die Komplexität der Onlinewelt auf unkomplizierte Art und Weise reduziert, wäre die Nutzung sozialer Medien, wie sie für uns heute Alltag ist, kaum vorstellbar. Danke Chris Messina!

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(leider nicht die essbaren)
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