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Darf ich vorstellen – die Managing Partner des Digital Teams

Kein Team verbindet Strategie, Kreation, Projektmanagement und Development besser als unsere beiden Managing Partner Béatrice und Martin. Privat sind die beiden ein Ehepaar, beruflich arbeiten sie schon mehr als 2 Jahrzehnte zusammen. Sie sind nicht nur für jeden einzelnen von uns „Digitals“ verantwortlich, sondern stehen täglich mit uns im operativen Geschäft. Wie eine typische Arbeitswoche aussieht und was ihnen an ihrem Job am besten gefällt, verraten sie uns hier.

Béatrice Verdino

Liebe Béatrice, du hast asoluto mit 4 Partnern gegründet. Was waren die wichtigsten Erfahrungen, Ideen und Visionen, die du in die neue Agentur mitgebracht hast?

Meine wichtigsten Erfahrungen waren die langjährige Arbeit auf Kundenseite, der Aufbau mehrerer Digitalagenturen sowie die 7 Jahre Selbständigkeit in der eigenen Agentur (VERDINOcom) vor asoluto. Wir waren ein 12-köpfiges perfekt eingespieltes Kernteam und hatten ein Freelancer-Netzwerk, viele spannende Projekte und langjährige Kundenpartnerschaften, die wir einbringen konnten. Da ich ein Mensch bin, der gerne gestaltet, kreiert und aufbaut, war es wieder eine „neue Unternehmung“, die gestartet werden konnte. Zu dieser Zeit — vor 7 Jahren — gab es in Österreich noch keine Agentur, die Digital und PR aus einer Hand anbot.

 

Wie läuft deine typische Arbeitswoche ab und was sind deine wichtigsten Aufgaben?

Ich habe einen „Planungsraster“ für mich geschaffen, wie ich meine Hauptaufgaben pro Woche und Monat einteile — alles farblich unterteilt natürlich. Denn als visueller Mensch brauche ich immer Farben als Gedanken- und Planungsstütze. Darüber gelegt natürlich immer der Versuch einer richtigen Priorisierung.

Leuchtend rot ist „New Biz“. Das erfordert vielfältige Aufgaben und To-Dos: Marktbeobachtung, Branchen-, Unternehmens- und Kundenbeobachtung, Präsentationstermine, Anfragen beantworten, Angebotslegung, Networking, Veranstaltungsbesuche und laufende Netzwerkpflege.
Viele Networking-Termine sind oft am Abend, was mir inzwischen wieder leichter fällt, da meine Tochter schon ein „Gymnasiumkind“ ist.

Die Farbe grün steht für das asoluto-Team. Es geht um die Planung von Teamevents, die Überlegung und Planung von Weiterbildungsaktivitäten, das Klären von arbeitsrechtlichen Fragestellungen, Regelungen, die die allgemeine Organisation unterstützen sowie auch die Teampflege und Teamentwicklung. Dazu gehören regelmäßige Feedback Gespräche und Abstimmungen, die notwendig sind, um ein reibungsloses Arbeiten in guter Atmosphäre zu ermöglichen. Auch Recruiting-Aktivitäten und die Auswahl und Suche nach geeigneten Kooperationspartnern sind „grün markierte“ Aktivitäten.

Die Farbe blau habe ich unseren Kunden zugedacht. Hier geht es darum, die Projektmanagerinnen, die hauptverantwortlich unsere Kunden betreuen, zu unterstützen, gemeinsam mit ihnen Entscheidungen zu treffen und auch zu überlegen, wie wir unsere Kunden bestmöglich beraten, digital weiterentwickeln und sicherstellen können, dass sie zufrieden sind. Hier reizt es mich besonders, mit den Kunden und dem Team zu überlegen, welche weiteren Ideen, Projekte und Maßnahmen wir gemeinsam entwickeln, erarbeiten und umsetzen können.

Die Farbe lila — meiner Arbeits-Clusterung — steht für Administration, IT und Organisation. Hier geht es darum, dass unsere IT-Infrastruktur funktioniert und den neuesten Security-Standards entspricht. Wenn der Kalender mal „nicht mehr so tut wie er soll“, oder es „plötzlich aus dem Serverraum pfeift“— nun ja — auch das muss gelöst werden.

Die Farbe orange steht für alle Tätigkeiten, die mit dem Fundament und Management einer Agentur zu tun haben. Das sind die Vertragsvereinbarungen mit Kunden, Kooperationspartnern und Dienstleistern – ganz besonders aber die Finanzen. Hier muss ich in der Zukunft leben. Zumindest 6 Monate im voraus, denn das erfordert eine genaue Budget- und Forecast-Planung. Ich stelle mir dabei oft vor, wie ich am Bug eines Schiffes stehe und manchmal ein schönes, friedliches Meer und die „Insel mit der Palme“ vor mir sehe und manchmal aber braut sich am Horizont ein Sturm auf, den es zu umschiffen gilt. Da ist es notwendig, selbstbewusst und mit voller Energie mitten durch den Sturm zu segeln.

 

Was gefällt dir am besten an deinem Job?

Dass ich mit sehr vielen Menschen, Fähigkeiten und unterschiedlichen Perspektiven zu tun habe.
Das ist vielfältig und abwechslungsreich. Um ein Digitalprojekt auf den „Weg zu bringen“ sind verschiedene Expertisen und Spezialisten gefragt. Herausfordernd ist es, einen Gesamtüberblick zu bewahren und trotzdem die Detailaufgabenstellungen und -problematiken zu verstehen. Jede Phase eines Projekts oder auch einer laufenden Betreuung erfordert Spezialisten, die zusammenarbeiten müssen, um eine optimale Lösung zu entwickeln. Es ist genau die Mischung aus allem, die es ausmacht: individuelles Know-how, die unterschiedlichen „Brillen“, durch die jeder schaut, und auch ständig die Herausforderung innovativ zu bleiben, neue Ansätze auszuprobieren und neue Technologien einzusetzen. Oftmals ist einfach Mut gefordert: Mut zu riskieren und Mut zu investieren.

Neben dem Verständnis für Digitalprojekte und deren Herausforderungen, muss der „Laden — als gesamtes — laufen“. Dieser tägliche Spagat — das Eintauchen ins Detail und trotzdem den Überblick zu behalten — reizt mich.

Am meisten macht es mir Spaß, Potentiale von jungen Menschen zu entdecken, sie zu heben und zu sehen, wie sie alleine „fliegen“ können. Wenn sie „aus dem Nest vielleicht auch manches mal wegfliegen“ und sich verändern, dann bin ich immer traurig — aber gleichzeitig auch stolz, sie ein Stück des Weges begleitet zu haben. Da es oftmals ein Wiedersehen, Treffen und Arbeiten — auch in einem anderen Kontext — gibt, sehe ich das immer als schönste Bestätigung für Beziehungs- und Entwicklungsarbeit, die mir am Herzen liegt.

Aber das Wichtigste in meiner täglichen Arbeit ist für mich ein Team, das an einem Strang zieht und gemeinsam Dinge entwickelt und „auf die Welt bringt“. Und es kommt dabei auf jeden Einzelnen an. Wenn wir wieder etwas gemeinsam geschafft haben, können wir uns gegenseitig auf die Schulter klopfen und feiern, denn jedes Projekt ist ein „gemeinsames Baby“.

Wichtig für die tägliche Arbeit ist auch das positive Feedback von zufriedenen Kunden. Der wichtigste Motivator für meine Arbeit, ist die Wertschätzung, die man sich innerhalb des Teams entgegenbringt sowie auch von Kundenseite erfährt. Darüberhinaus muss immer Raum für Humor bleiben. Denn wer arbeitet nicht lieber mit Menschen, mit denen man auch gemeinsam Spaß haben kann ohne gleichzeitig dabei in der Sache an Ernsthaftigkeit zu verlieren?

 

Und zu guter Letzt: Wie stellst du dir die Arbeit bei asoluto im Jahr 2025 vor?

Meine Vision von asoluto ist, dass wir das Management mit Unterstützung der nächsten Generation breiter aufgestellt haben und ich nicht mehr so sehr wie heute an der Front stehe. Wenn die Zeit reif ist, werde ich meine kommunikativen Stärken und Erfahrungen einbringen, ohne mich in das operative Tagesgeschäft „einzumischen“.

Ich gehe davon aus, dass sich in 7 Jahren vieles verändert haben wird. Auch 2025 braucht es noch einen Ort, an dem Menschen zusammenarbeiten oder sich treffen können. Unser Büro mit Ausblick auf das Belvedere und auf den Botanischen Garten eignet sich dafür auch in Zukunft perfekt. Aber es geht sicher mehr in Richtung flexible Arbeitsplätze, Homeworking und Projektzusammenarbeit. Manchmal nur auf Zeit, aber an einem gemeinsamen Ort. Es wird sicher auch neue Berufsbilder und neue Jobs geben, die notwendig sein werden, um die neuen Anforderungen zu meistern.


Ich bin auch überzeugt, dass von allen mehr Unternehmertum und mehr Selfmanagement gefordert sein wird. Es wird immer wichtiger, eigenverantwortlich zu denken und zu handeln. Wir werden aber auch längere Regenerationszeiten brauchen, da wir durch noch mehr Komplexität und noch schnellere Kommunikationstechnologien mental mehr gefordert sein werden.

Als Silver-Workerin wird es mich 2025 sicher noch geben. 🙂

Martin Verdino

Lieber Martin, du hast asoluto mit 4 Partnern gegründet. Was waren die wichtigsten Erfahrungen, Ideen und Visionen, die du in die neue Agentur mitgebracht hast?

Mit einer der 4 Partner/innen verbringe ich bereits deutlich mehr Zeit meines Lebens als ohne sie – nicht nur privat, sondern auch beruflich. Ich habe deshalb nicht nur meine eigenen, sondern auch die gemeinsamen Erfahrungen, Ideen und Visionen eingebracht.
 
Als wir asoluto gegründet haben, habe ich schon 15 Jahre Erfahrung in unterschiedlichen Rollen (vom Freelancer bis zum Eigentümer) und in verschiedenen Digital-Agenturen gesammelt. Gemeinsam mit Béatrice und mit unterschiedlichen Teams habe ich dabei gelernt Strategien zu entwickeln und die Lösungen am Markt zum Laufen zu bringen.
 
Fast alles, was ich in die neue Agentur mitgebracht habe, hat eine digitale Tangente – auch, wenn ich für einen „Digital Native“ deutlich zu früh geboren bin. Bei der Geburt der digitalen Kommunikation in Österreich war ich aber live dabei und habe mit vielen Kunden die ersten digitalen Schritte gemacht.
 
Mein Architekturstudium ist nach wie vor durch die Kombination von Design und Technologie ein perfektes Fundament für die digitale Welt. Diese Wurzeln habe ich ebenso mitgebracht, wie meine Neugier und die Lust, von Normen abzuweichen und Regeln zu brechen, um etwas Neues zu schaffen.

 

Wie läuft deine typische Arbeitswoche ab und was sind deine wichtigsten Aufgaben?

Es mag zwar cool klingen, dass keine Woche, wie die andere ist – ich bin aber überzeugt, dass nur eine gute Struktur den nötigen Freiraum für die kreative Arbeit schafft. Deshalb gibt es bei mir eine Reihe von Fixpunkten und Konstanten.
 
Täglich – beim ersten (doppelten) Espresso um 6 Uhr morgens – verschaffe ich mir einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und Innovationen in diversen digitalen Medien und auf Research-Plattformen und checke die wichtigsten To-Dos für den Tag.
 
Montags nach dem Daily gibt es mein wöchentliches Update für das Digital-Team – abseits der täglichen Kanban-Tickets: neue Kunden und Projekte, Workshops, Präsentationen, wichtige Milestones und Zahlen, Team-News und Launches.
 
Die Woche startet aber bereits früher: am Freitag planen wir mit dem PM-Team und Christoph, unserem Head of Development, die Ressourcen für die folgenden 1 bis 2 Wochen, um mögliche Ressourcenkonflikte vorauszusehen und damit die in vielen Agenturen üblichen Nacht- und Wochenendschichten zu vermeiden.
 
Zwischen diesen Fixpunkten bestimmen neue Themen, neue Stories und neue Perspektiven den Alltag. Die Technologien und damit auch unsere Gestaltungsmöglichkeiten verändern sich extrem schnell. Um innovative Lösungen entwickeln zu können, müssen wir deshalb laufend den Puls der digitalen Trends fühlen – inzwischen mit einem deutlichen Healthcare-Fokus.
 
Wir sind bei fast allen Projekten für Strategie, Kreation und Implementierung verantwortlich und arbeiten in diversen Workshops sehr eng mit den Kunden und oft auch mit den Kunden unserer Kunden zusammen. Dabei liegt mein Fokus in den Bereichen Strategie und Kreation, wobei ich Briefing und Workshop-Ergebnisse oft in einzelne Bausteine zerlege, um sie dann als gescribbeltes Fundament für eine neue Lösung wieder zusammenzusetzen.
 
Und zwischendurch kümmere ich mich in enger Abstimmung mit Béatrice noch um Business Development und spreche immer wieder – manchmal auch spontan – bei Konferenzen und anderen Events.

 

Was gefällt dir am besten an deinem Job?

Viele wünschen sich, alles vorhersehen und planen zu können. Ich bin froh, dass in meinem Job der Faktor Mensch und die Komplexität unserer (digitalen) Welt diese Illusion schon im Keim ersticken und unser Alltag abwechslungsreich, oft nicht kalkulierbar und deshalb auch spannend bleibt.

Wo Menschen emotional agieren, ist Planung eine wichtige Basis, aber Flexibilität und Improvisation sind die entscheidenden Überlebensfaktoren. Und unsere Arbeit ist geprägt von vielen Menschen, die emotional agieren. Menschen mit unterschiedlichen Wurzeln, Geschichten, Fähigkeiten und Zielen. Die Perspektiven dieser Menschen einzunehmen ist nicht nur hilfreich, sondern oft auch sehr herausfordernd. Dazu muss man bereit sein, mit agilen Prozessen zu leben und eigene Regeln und Normen immer wieder über Board zu werfen. Im Gegenzug bekommt man dafür einen Schatz an Erfahrung und das echte Leben zurück.

Was ich an meinem Job ganz besonders liebe, ist die Möglichkeit, selbst gestalten zu können. Nicht nur die Strategien und Lösungen kann ich formen, es liegt auch an mir, gemeinsam mit unserem Team den Fokus der Agentur anders zu setzen, Grenzen neu zu ziehen, die wir alle nicht mehr bereit sind zu überschreiten, oder Neuland zu betreten, das für uns bisher unerreichbar schien. Entscheidend dafür ist ein „handverlesenes“ Team, das mit Engagement und Herzblut dabei ist und aktiv mitgestalten will. Dadurch ist es uns möglich, sinnvolle Projekte zu realisieren und sehr oft auch wirklich etwas zu bewegen. Und dafür geht man jeden Tag gerne in die Arbeit – auch wenn man manchmal ziemlich erschöpft nach Hause kommt.

 

Und zu guter Letzt: Wie stellst du dir die Arbeit bei asoluto im Jahr 2025 vor?

Ich gehe als unverbesserlicher Optimist davon aus, dass sich reaktionäre und populistische Irrwege nicht durchgesetzt haben und wir im Jahr 2025 in einer offenen und innovationsfreudigen Gesellschaft leben. Nur dann ist es möglich, als Agentur von Projekten leben zu können, mit denen wir uns alle identifizieren. Und nur dann macht es für mich auch Sinn, so viel Energie in eine Agentur zu stecken.
2025 wird sich einiges verändert haben, was heute noch unseren Alltag prägt. Strategie, Kreativität und die zwischenmenschliche Kommunikation werden aber immer noch zentrale Aufgaben von uns als Agentur sein.

Vieles wird automatisiert sein und wir werden deutlich mehr und deutlich spezifischere Daten zur Messung der Performance unserer Maßnahmen und Lösungen nutzen. Nur durch unsere analytische Kompetenz und unsere Erfahrung werden wir aus der täglichen Datenflut – auch, wenn sie schon in Form von Reports kommt – relevante Schlüsse ziehen können. Denn wir dürfen uns auch 2025 noch nicht komplett auf AI verlassen, da wir nicht immer wissen werden, wie intelligent die Tools und Reports wirklich sind.

Die lang ersehnte individuelle Flexibilität von Arbeitszeiten und Orten wird wesentlich besser in den Agenturalltag integrierbar sein. Es wird uns wesentlich leichter fallen, über digitale Tools miteinander zu kommunizieren und spezielle Services oder Nischenkompetenzen punktuell und spontan in Projekte einzubinden. Die 4-Tage-Woche oder ähnliche Modelle werden sich bei uns längst als Standard durchgesetzt haben.

Die persönliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden wird vielleicht sogar intensiver sein. Manche Kunden werden immer wieder bei uns den Tag, vielleicht sogar die Woche verbringen, weil sie keinen fixen Arbeitsplatz mehr haben und die Co-working-Atmosphäre und den direkten Zugang zu Kreation und Entwicklung so schätzen. Und damit wird aus dem längst überholten Verhältnis zwischen Kunde und Dienstleister fast unbemerkt ein eingespieltes Team aus Partnern, das für die Menschen und ihre Bedürfnisse gemeinsam an neuen Lösungen arbeitet.

Danke, liebe Béatrice, lieber Martin!

Ohne euch beiden würde „der Laden“ nicht laufen. Danke auch für den Einblick in eure vielfältige Arbeit.

Damit gebe ich das Staffelholz direkt an Lisa weiter. Sie wird euch im kommenden Beitrag die Managing Partner des PR-Teams vorstellen.

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