Christoph nominiert für den Open Minds Award 2018

Am vergangenen Freitag versammelte sich die österreichische Tech-Szene im Wiener Palais Wertheim, um die Verleihung des „Open Minds Awards“ 2018 zu feiern.

Heuer wurden schon zum zweiten Mal heimische Entwicklerinnen und Entwickler für deren Open-Source Projekte geehrt. Die begehrten Preise werden in den Kategorien: Open Data, Open Software, Open Hardware, Open Content Management und Open Talent verliehen.

Die Eröffnungsrede wurde von Max Schrems gehalten. Er hat über die Wichtigkeit von Open Source gesprochen – da der Code für alle zugänglich ist und man so weiß, was mit den Daten passiert.

Mit dabei war auch Christoph, unser Head of Development, der für sein Engagement für das CMS Neos in der Kategorie „Open Content Management“ nominiert wurde.

In dieser Kategorie suchen die österreichischen Communitites großer Content Management Systeme (WordPress, Drupal, Neos und Joomla) die besten Contributions – also Beiträge von jenen Menschen, die sich besonders für das jeweilige System eingesetzt haben. Wir bei asoluto setzten schon seit langem auf Neos und haben schon viele Webprojekte mit diesem Redaktionssystem realisiert.

Unter den Award-Gästen trafen wir auch einige Neos Core Entwickler – unter anderem Neos Urgestein Christian Müller – mit denen nach der Verleihung bei ausgelassener Stimmung nicht nur getanzt sondern auch ausgiebig gefachsimpelt wurde.

Open Minds stellt einige Foto-Eindrücke vom Event zur Verfügung.

Darf ich vorstellen – die Managing Partner des Digital Teams

Kein Team verbindet Strategie, Kreation, Projektmanagement und Development besser als unsere beiden Managing Partner Béatrice und Martin. Privat sind die beiden ein Ehepaar, beruflich arbeiten sie schon mehr als 2 Jahrzehnte zusammen. Sie sind nicht nur für jeden einzelnen von uns „Digitals“ verantwortlich, sondern stehen täglich mit uns im operativen Geschäft. Wie eine typische Arbeitswoche aussieht und was ihnen an ihrem Job am besten gefällt, verraten sie uns hier.

Béatrice Verdino

Liebe Béatrice, du hast asoluto mit 4 Partnern gegründet. Was waren die wichtigsten Erfahrungen, Ideen und Visionen, die du in die neue Agentur mitgebracht hast?

Meine wichtigsten Erfahrungen waren die langjährige Arbeit auf Kundenseite, der Aufbau mehrerer Digitalagenturen sowie die 7 Jahre Selbständigkeit in der eigenen Agentur (VERDINOcom) vor asoluto. Wir waren ein 12-köpfiges perfekt eingespieltes Kernteam und hatten ein Freelancer-Netzwerk, viele spannende Projekte und langjährige Kundenpartnerschaften, die wir einbringen konnten. Da ich ein Mensch bin, der gerne gestaltet, kreiert und aufbaut, war es wieder eine „neue Unternehmung“, die gestartet werden konnte. Zu dieser Zeit — vor 7 Jahren — gab es in Österreich noch keine Agentur, die Digital und PR aus einer Hand anbot.

 

Wie läuft deine typische Arbeitswoche ab und was sind deine wichtigsten Aufgaben?

Ich habe einen „Planungsraster“ für mich geschaffen, wie ich meine Hauptaufgaben pro Woche und Monat einteile — alles farblich unterteilt natürlich. Denn als visueller Mensch brauche ich immer Farben als Gedanken- und Planungsstütze. Darüber gelegt natürlich immer der Versuch einer richtigen Priorisierung.

Leuchtend rot ist „New Biz“. Das erfordert vielfältige Aufgaben und To-Dos: Marktbeobachtung, Branchen-, Unternehmens- und Kundenbeobachtung, Präsentationstermine, Anfragen beantworten, Angebotslegung, Networking, Veranstaltungsbesuche und laufende Netzwerkpflege.
Viele Networking-Termine sind oft am Abend, was mir inzwischen wieder leichter fällt, da meine Tochter schon ein „Gymnasiumkind“ ist.

Die Farbe grün steht für das asoluto-Team. Es geht um die Planung von Teamevents, die Überlegung und Planung von Weiterbildungsaktivitäten, das Klären von arbeitsrechtlichen Fragestellungen, Regelungen, die die allgemeine Organisation unterstützen sowie auch die Teampflege und Teamentwicklung. Dazu gehören regelmäßige Feedback Gespräche und Abstimmungen, die notwendig sind, um ein reibungsloses Arbeiten in guter Atmosphäre zu ermöglichen. Auch Recruiting-Aktivitäten und die Auswahl und Suche nach geeigneten Kooperationspartnern sind „grün markierte“ Aktivitäten.

Die Farbe blau habe ich unseren Kunden zugedacht. Hier geht es darum, die Projektmanagerinnen, die hauptverantwortlich unsere Kunden betreuen, zu unterstützen, gemeinsam mit ihnen Entscheidungen zu treffen und auch zu überlegen, wie wir unsere Kunden bestmöglich beraten, digital weiterentwickeln und sicherstellen können, dass sie zufrieden sind. Hier reizt es mich besonders, mit den Kunden und dem Team zu überlegen, welche weiteren Ideen, Projekte und Maßnahmen wir gemeinsam entwickeln, erarbeiten und umsetzen können.

Die Farbe lila — meiner Arbeits-Clusterung — steht für Administration, IT und Organisation. Hier geht es darum, dass unsere IT-Infrastruktur funktioniert und den neuesten Security-Standards entspricht. Wenn der Kalender mal „nicht mehr so tut wie er soll“, oder es „plötzlich aus dem Serverraum pfeift“— nun ja — auch das muss gelöst werden.

Die Farbe orange steht für alle Tätigkeiten, die mit dem Fundament und Management einer Agentur zu tun haben. Das sind die Vertragsvereinbarungen mit Kunden, Kooperationspartnern und Dienstleistern – ganz besonders aber die Finanzen. Hier muss ich in der Zukunft leben. Zumindest 6 Monate im voraus, denn das erfordert eine genaue Budget- und Forecast-Planung. Ich stelle mir dabei oft vor, wie ich am Bug eines Schiffes stehe und manchmal ein schönes, friedliches Meer und die „Insel mit der Palme“ vor mir sehe und manchmal aber braut sich am Horizont ein Sturm auf, den es zu umschiffen gilt. Da ist es notwendig, selbstbewusst und mit voller Energie mitten durch den Sturm zu segeln.

 

Was gefällt dir am besten an deinem Job?

Dass ich mit sehr vielen Menschen, Fähigkeiten und unterschiedlichen Perspektiven zu tun habe.
Das ist vielfältig und abwechslungsreich. Um ein Digitalprojekt auf den „Weg zu bringen“ sind verschiedene Expertisen und Spezialisten gefragt. Herausfordernd ist es, einen Gesamtüberblick zu bewahren und trotzdem die Detailaufgabenstellungen und -problematiken zu verstehen. Jede Phase eines Projekts oder auch einer laufenden Betreuung erfordert Spezialisten, die zusammenarbeiten müssen, um eine optimale Lösung zu entwickeln. Es ist genau die Mischung aus allem, die es ausmacht: individuelles Know-how, die unterschiedlichen „Brillen“, durch die jeder schaut, und auch ständig die Herausforderung innovativ zu bleiben, neue Ansätze auszuprobieren und neue Technologien einzusetzen. Oftmals ist einfach Mut gefordert: Mut zu riskieren und Mut zu investieren.

Neben dem Verständnis für Digitalprojekte und deren Herausforderungen, muss der „Laden — als gesamtes — laufen“. Dieser tägliche Spagat — das Eintauchen ins Detail und trotzdem den Überblick zu behalten — reizt mich.

Am meisten macht es mir Spaß, Potentiale von jungen Menschen zu entdecken, sie zu heben und zu sehen, wie sie alleine „fliegen“ können. Wenn sie „aus dem Nest vielleicht auch manches mal wegfliegen“ und sich verändern, dann bin ich immer traurig — aber gleichzeitig auch stolz, sie ein Stück des Weges begleitet zu haben. Da es oftmals ein Wiedersehen, Treffen und Arbeiten — auch in einem anderen Kontext — gibt, sehe ich das immer als schönste Bestätigung für Beziehungs- und Entwicklungsarbeit, die mir am Herzen liegt.

Aber das Wichtigste in meiner täglichen Arbeit ist für mich ein Team, das an einem Strang zieht und gemeinsam Dinge entwickelt und „auf die Welt bringt“. Und es kommt dabei auf jeden Einzelnen an. Wenn wir wieder etwas gemeinsam geschafft haben, können wir uns gegenseitig auf die Schulter klopfen und feiern, denn jedes Projekt ist ein „gemeinsames Baby“.

Wichtig für die tägliche Arbeit ist auch das positive Feedback von zufriedenen Kunden. Der wichtigste Motivator für meine Arbeit, ist die Wertschätzung, die man sich innerhalb des Teams entgegenbringt sowie auch von Kundenseite erfährt. Darüberhinaus muss immer Raum für Humor bleiben. Denn wer arbeitet nicht lieber mit Menschen, mit denen man auch gemeinsam Spaß haben kann ohne gleichzeitig dabei in der Sache an Ernsthaftigkeit zu verlieren?

 

Und zu guter Letzt: Wie stellst du dir die Arbeit bei asoluto im Jahr 2025 vor?

Meine Vision von asoluto ist, dass wir das Management mit Unterstützung der nächsten Generation breiter aufgestellt haben und ich nicht mehr so sehr wie heute an der Front stehe. Wenn die Zeit reif ist, werde ich meine kommunikativen Stärken und Erfahrungen einbringen, ohne mich in das operative Tagesgeschäft „einzumischen“.

Ich gehe davon aus, dass sich in 7 Jahren vieles verändert haben wird. Auch 2025 braucht es noch einen Ort, an dem Menschen zusammenarbeiten oder sich treffen können. Unser Büro mit Ausblick auf das Belvedere und auf den Botanischen Garten eignet sich dafür auch in Zukunft perfekt. Aber es geht sicher mehr in Richtung flexible Arbeitsplätze, Homeworking und Projektzusammenarbeit. Manchmal nur auf Zeit, aber an einem gemeinsamen Ort. Es wird sicher auch neue Berufsbilder und neue Jobs geben, die notwendig sein werden, um die neuen Anforderungen zu meistern.


Ich bin auch überzeugt, dass von allen mehr Unternehmertum und mehr Selfmanagement gefordert sein wird. Es wird immer wichtiger, eigenverantwortlich zu denken und zu handeln. Wir werden aber auch längere Regenerationszeiten brauchen, da wir durch noch mehr Komplexität und noch schnellere Kommunikationstechnologien mental mehr gefordert sein werden.

Als Silver-Workerin wird es mich 2025 sicher noch geben. 🙂

Martin Verdino

Lieber Martin, du hast asoluto mit 4 Partnern gegründet. Was waren die wichtigsten Erfahrungen, Ideen und Visionen, die du in die neue Agentur mitgebracht hast?

Mit einer der 4 Partner/innen verbringe ich bereits deutlich mehr Zeit meines Lebens als ohne sie – nicht nur privat, sondern auch beruflich. Ich habe deshalb nicht nur meine eigenen, sondern auch die gemeinsamen Erfahrungen, Ideen und Visionen eingebracht.
 
Als wir asoluto gegründet haben, habe ich schon 15 Jahre Erfahrung in unterschiedlichen Rollen (vom Freelancer bis zum Eigentümer) und in verschiedenen Digital-Agenturen gesammelt. Gemeinsam mit Béatrice und mit unterschiedlichen Teams habe ich dabei gelernt Strategien zu entwickeln und die Lösungen am Markt zum Laufen zu bringen.
 
Fast alles, was ich in die neue Agentur mitgebracht habe, hat eine digitale Tangente – auch, wenn ich für einen „Digital Native“ deutlich zu früh geboren bin. Bei der Geburt der digitalen Kommunikation in Österreich war ich aber live dabei und habe mit vielen Kunden die ersten digitalen Schritte gemacht.
 
Mein Architekturstudium ist nach wie vor durch die Kombination von Design und Technologie ein perfektes Fundament für die digitale Welt. Diese Wurzeln habe ich ebenso mitgebracht, wie meine Neugier und die Lust, von Normen abzuweichen und Regeln zu brechen, um etwas Neues zu schaffen.

 

Wie läuft deine typische Arbeitswoche ab und was sind deine wichtigsten Aufgaben?

Es mag zwar cool klingen, dass keine Woche, wie die andere ist – ich bin aber überzeugt, dass nur eine gute Struktur den nötigen Freiraum für die kreative Arbeit schafft. Deshalb gibt es bei mir eine Reihe von Fixpunkten und Konstanten.
 
Täglich – beim ersten (doppelten) Espresso um 6 Uhr morgens – verschaffe ich mir einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und Innovationen in diversen digitalen Medien und auf Research-Plattformen und checke die wichtigsten To-Dos für den Tag.
 
Montags nach dem Daily gibt es mein wöchentliches Update für das Digital-Team – abseits der täglichen Kanban-Tickets: neue Kunden und Projekte, Workshops, Präsentationen, wichtige Milestones und Zahlen, Team-News und Launches.
 
Die Woche startet aber bereits früher: am Freitag planen wir mit dem PM-Team und Christoph, unserem Head of Development, die Ressourcen für die folgenden 1 bis 2 Wochen, um mögliche Ressourcenkonflikte vorauszusehen und damit die in vielen Agenturen üblichen Nacht- und Wochenendschichten zu vermeiden.
 
Zwischen diesen Fixpunkten bestimmen neue Themen, neue Stories und neue Perspektiven den Alltag. Die Technologien und damit auch unsere Gestaltungsmöglichkeiten verändern sich extrem schnell. Um innovative Lösungen entwickeln zu können, müssen wir deshalb laufend den Puls der digitalen Trends fühlen – inzwischen mit einem deutlichen Healthcare-Fokus.
 
Wir sind bei fast allen Projekten für Strategie, Kreation und Implementierung verantwortlich und arbeiten in diversen Workshops sehr eng mit den Kunden und oft auch mit den Kunden unserer Kunden zusammen. Dabei liegt mein Fokus in den Bereichen Strategie und Kreation, wobei ich Briefing und Workshop-Ergebnisse oft in einzelne Bausteine zerlege, um sie dann als gescribbeltes Fundament für eine neue Lösung wieder zusammenzusetzen.
 
Und zwischendurch kümmere ich mich in enger Abstimmung mit Béatrice noch um Business Development und spreche immer wieder – manchmal auch spontan – bei Konferenzen und anderen Events.

 

Was gefällt dir am besten an deinem Job?

Viele wünschen sich, alles vorhersehen und planen zu können. Ich bin froh, dass in meinem Job der Faktor Mensch und die Komplexität unserer (digitalen) Welt diese Illusion schon im Keim ersticken und unser Alltag abwechslungsreich, oft nicht kalkulierbar und deshalb auch spannend bleibt.

Wo Menschen emotional agieren, ist Planung eine wichtige Basis, aber Flexibilität und Improvisation sind die entscheidenden Überlebensfaktoren. Und unsere Arbeit ist geprägt von vielen Menschen, die emotional agieren. Menschen mit unterschiedlichen Wurzeln, Geschichten, Fähigkeiten und Zielen. Die Perspektiven dieser Menschen einzunehmen ist nicht nur hilfreich, sondern oft auch sehr herausfordernd. Dazu muss man bereit sein, mit agilen Prozessen zu leben und eigene Regeln und Normen immer wieder über Board zu werfen. Im Gegenzug bekommt man dafür einen Schatz an Erfahrung und das echte Leben zurück.

Was ich an meinem Job ganz besonders liebe, ist die Möglichkeit, selbst gestalten zu können. Nicht nur die Strategien und Lösungen kann ich formen, es liegt auch an mir, gemeinsam mit unserem Team den Fokus der Agentur anders zu setzen, Grenzen neu zu ziehen, die wir alle nicht mehr bereit sind zu überschreiten, oder Neuland zu betreten, das für uns bisher unerreichbar schien. Entscheidend dafür ist ein „handverlesenes“ Team, das mit Engagement und Herzblut dabei ist und aktiv mitgestalten will. Dadurch ist es uns möglich, sinnvolle Projekte zu realisieren und sehr oft auch wirklich etwas zu bewegen. Und dafür geht man jeden Tag gerne in die Arbeit – auch wenn man manchmal ziemlich erschöpft nach Hause kommt.

 

Und zu guter Letzt: Wie stellst du dir die Arbeit bei asoluto im Jahr 2025 vor?

Ich gehe als unverbesserlicher Optimist davon aus, dass sich reaktionäre und populistische Irrwege nicht durchgesetzt haben und wir im Jahr 2025 in einer offenen und innovationsfreudigen Gesellschaft leben. Nur dann ist es möglich, als Agentur von Projekten leben zu können, mit denen wir uns alle identifizieren. Und nur dann macht es für mich auch Sinn, so viel Energie in eine Agentur zu stecken.
2025 wird sich einiges verändert haben, was heute noch unseren Alltag prägt. Strategie, Kreativität und die zwischenmenschliche Kommunikation werden aber immer noch zentrale Aufgaben von uns als Agentur sein.

Vieles wird automatisiert sein und wir werden deutlich mehr und deutlich spezifischere Daten zur Messung der Performance unserer Maßnahmen und Lösungen nutzen. Nur durch unsere analytische Kompetenz und unsere Erfahrung werden wir aus der täglichen Datenflut – auch, wenn sie schon in Form von Reports kommt – relevante Schlüsse ziehen können. Denn wir dürfen uns auch 2025 noch nicht komplett auf AI verlassen, da wir nicht immer wissen werden, wie intelligent die Tools und Reports wirklich sind.

Die lang ersehnte individuelle Flexibilität von Arbeitszeiten und Orten wird wesentlich besser in den Agenturalltag integrierbar sein. Es wird uns wesentlich leichter fallen, über digitale Tools miteinander zu kommunizieren und spezielle Services oder Nischenkompetenzen punktuell und spontan in Projekte einzubinden. Die 4-Tage-Woche oder ähnliche Modelle werden sich bei uns längst als Standard durchgesetzt haben.

Die persönliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden wird vielleicht sogar intensiver sein. Manche Kunden werden immer wieder bei uns den Tag, vielleicht sogar die Woche verbringen, weil sie keinen fixen Arbeitsplatz mehr haben und die Co-working-Atmosphäre und den direkten Zugang zu Kreation und Entwicklung so schätzen. Und damit wird aus dem längst überholten Verhältnis zwischen Kunde und Dienstleister fast unbemerkt ein eingespieltes Team aus Partnern, das für die Menschen und ihre Bedürfnisse gemeinsam an neuen Lösungen arbeitet.

Danke, liebe Béatrice, lieber Martin!

Ohne euch beiden würde „der Laden“ nicht laufen. Danke auch für den Einblick in eure vielfältige Arbeit.

Damit gebe ich das Staffelholz direkt an Lisa weiter. Sie wird euch im kommenden Beitrag die Managing Partner des PR-Teams vorstellen.

Darf ich vorstellen – das asoluto Office-Management Team

Projektmanagement, Developer und jetzt auch die Mitarbeiterinnen unseres Office-Managements: Die Abteilungen sind vielfältig, die Persönlichkeiten unterschiedlich und die Aufgaben abwechslungsreich. Egal ob Rechnungslegung, Buchhaltung, der Empfang und die Bewirtung von Gästen, das tägliche Mittagessen oder Organisatorisches: Gabi, Leni und Barbara sind vieles – nur nicht von Langeweile geplagt. Unsere drei „behind-the-scenes“-Ladies geben uns heute einen Blick hinter die Kulissen.

Gabriele Keel

Liebe Gabi, seit wann bist Du bei asoluto und wie war Dein erster Arbeitstag?

Mein erster Arbeitstag war der 9. Jänner 2017.
Die größte Herausforderung war für mich der Umstieg von Windows auf Apple, denn als jahrzehntelange Windows-Userin, die zuvor ausschließlich mit Word und Excel gearbeitet hat, war das wirklich sehr harte Knochenarbeit.
Soviel ich auch am Anfang über Pages und Numbers geflucht habe, sind wir jetzt gute Freunde geworden.
Da ich in meinem letzten Job auch die Funktion als Assistentin der Geschäftsführung bei einem Verlag inne hatte, war der Aufgabenbereich also nichts Neues für mich, nur die Branche hat sich geändert und ich habe seit dem ersten Tag sehr viel über digitale Medien dazugelernt. Und: In diesem Bereich hört das Lernen auch nie auf.

Wie läuft ein typischer Tag bei Dir ab und was sind Deine wichtigsten Aufgaben?

Ein ganz normaler Arbeitstag beginnt mit der Zubereitung einer großen Kanne Kräutertee und dem Lesen meiner E-Mails.
Der Blick auf das Bankkonto um Zahlungseingänge zu überprüfen, ist – genau wie das Schreiben von Rechnungen – obligatorisch.
Das Überweisen von fälligen Lieferantenrechnungen und das Erledigen diverser Personalagenden sind ebenfalls Teil meiner Tagesroutine.
Der Rest des Tages wird durch Aufgaben gefüllt, die ich für Béatrice und Martin erledige.

Und zu guter Letzt: Was gefällt Dir am besten an deinem Job?

Das Arbeiten in einem so tollen, jungen, dynamischen Team macht einfach Spaß und hält mich jung und fit.
Da ich ein „Zahlenmensch“ bin und die Hand über unsere Finanzen halte, ist dieser Job wirklich jeden Tag erfüllend für mich, und ich bin Béatrice und Martin für ihr großes Vertrauen sehr dankbar, die Finanzen verwalten und meinen Aufgabenbereich selbständig gestalten zu dürfen.

Leni Office Managment

Helene Schmid

Liebe Leni, seit wann bist Du bei asoluto und wie war Dein erster Arbeitstag?

Ich bin seit genau einem Jahr bei asoluto am Empfang tätig. Ich weiß noch, dass ich an meinem ersten Arbeitstag etwas nervös in die Agentur kam, aber beim nachhause Gehen schon viel entspannter war. Ich habe mich sehr schnell als Teil des Teams gefühlt und gemerkt, dass hier niemand böse oder genervt ist, wenn man Fragen stellt. Und gerade am Anfang hat man das Gefühl, manches doppelt und dreifach nachfragen zu müssen.

Wie läuft ein typischer Tag bei Dir ab und was sind Deine wichtigsten Aufgaben?

Ich würde nicht sagen, dass es bei mir „einen typischen Arbeitstag“ gibt. Ich komme zwar jeden Tag etwa zur gleichen Zeit in die Agentur und gehe – meistens – auch zur selben Zeit nach Hause, aber ich habe jeden Tag etwas anderes zu erledigen, das meiste davon spontan und in zufälliger Reihenfolge.
Zu meinen täglichen Aufgaben gehört das Bearbeiten von allgemeinen E-Mails, das Bewirten von Gästen, das Abheben des Telefons, das Bestellen des Mittagessens und das „Pflegen“ des Büros (Pflanzen gießen, Verbrauchsgegenstände nachbestellen und entgegen nehmen etc.).
Neben diesen Tätigkeiten habe ich oft noch andere (Recherche-)Aufgaben, bei denen ich meinen Kollegen unter die Arme greife. Egal ob Social Media-Unterstützung, Branchenrecherchen, Telefonate für Kunden oder Analysen diverser Clippings – es ist umfassend, spannend und abwechslungsreich.

Und zu guter Letzt: Was gefällt Dir am besten an deinem Job?

An meinem Job gefällt mir, dass ich mit allen Ebenen der Agentur zusammenarbeite und mein Tagesablauf sehr abwechslungsreich ist. Ich bin für beide Agenturseiten zuständig (digital und public relations) und so teilen sich meine Aufgaben auch in beide Bereiche. Das Spannende dabei: Ich bin fast täglich mit den unterschiedlichsten Aufgabenbereichen in Berührung und mit fast allen meiner Kolleginnen und Kollegen in Kontakt.
Meine Hauptaufgabe kann man so zusammenfassen, dass ich mich um viele Kleinigkeiten kümmere, die täglich anfallen und einen reibungslosen Ablauf auch hinter den Kulissen ermöglichen – und das mag ich am liebsten: Wenn am Ende des Tages alle zufrieden sind. 😊

Barbara Schöbl

Barbara Schöbl

Liebe Barbara, seit wann bist Du bei asoluto und wie war Dein erster Arbeitstag?

Dazu muss ich ein bisschen ausholen: Eigentlich bin ich seit Tag Null (November 2011) bei asoluto. Da asoluto allerdings durch die Zusammenlegung der Teams zweier Agenturen entstanden ist, liegt mein 1. Arbeitstag bei einer dieser beiden Agenturen tatsächlich bereits über ein Vierteljahrhundert zurück. Im Oktober 1992 habe ich als Assistentin der damaligen Geschäftsführerin am ursprünglichen Standort in Klosterneuburg/Weidling in einem sehr netten, überschaubaren Team zu arbeiten begonnen. Inzwischen haben wir bereits dreimal neue Büroräumlichkeiten bezogen und ich habe die verschiedensten Positionen durchlaufen. Bis ich schließlich vor allem aufgrund familiärer Veränderungen (ich bin seit 11 Jahren Mutter eines Sohnes) im Office-Management (Controlling) gelandet bin. In diesem Bereich ist die Arbeit planbarer, somit leichter einteilbar und es gibt selten einen Termindruck, was mir als Alleinerzieherin sehr entgegenkommt.

Wie läuft ein typischer Tag bei Dir ab und was sind Deine wichtigsten Aufgaben?

Mein Tag beginnt meistens mit dem obligatorischen Zeitunglesen. Währenddessen kontrolliere ich unseren Kontostand und bearbeite den aktuellen Kontoauszug. Dann wird gecheckt, ob neue Lieferantenrechnungen eingetrudelt sind, die bezahlt werden wollen oder ob ich – was ich viel lieber mache – selbst Rechnungen stellen kann 😉. Mein typischer Tag besteht zum größten Teil aus dem Umgang mit Zahlen in jeglicher Form. Klingt vielleicht etwas trocken – ist es für mich aber ganz und gar nicht.

Und zu guter Letzt: Was gefällt Dir am besten an deinem Job?

Ich genieße es, relativ unabhängig arbeiten zu können und trotzdem in ein sehr nettes Mitarbeiter-Team eingebunden zu sein, wo man seine Ideen und Gedanken beim gemeinsamen Lunch oder dem einen oder anderen Kaffeepäuschen austauschen kann. Ich bin sehr stolz auf das hohe Ausmaß an Vertrauen, das mir meine Chefs entgegenbringen und unheimlich froh über ihr Verständnis für meine Lebenssituation und die damit verbunden Hilfe bei der Vereinbarkeit zwischen Sohnemann und Beruf. Sie haben immer ein offenes Ohr und gehen meistens gerne auf unsere Wünsche und Anregungen ein. Ich kann mir eigentlich kein schöneres Arbeitsumfeld vorstellen.

Zusammenfassend sind die Aufgabenbereiche unserer Office-Management-Damen umfassend, abwechslungsreich und vor allem wohl unabdingbar für einen reibungslosen Ablauf in den unterschiedlichsten Bereichen. Wir sind jedenfalls froh, drei sehr engagierte und stets hilfsbereite Office-Managerinnen mit an Bord zu haben – egal ob Mittagessen, spontane Buchhaltungsangelegenheiten oder das Finden von Büromaterial.

Und damit gebe ich das Staffelholz direkt an Leni weiter, die euch im nächsten Beitrag dieser Serie unser PR-Team vorstellt.

Ein Monat unter asolutos

Meine Erfahrungen als Praktikantin bei asoluto

Irgendwas gibt es immer zu tun als Praktikantin bei asoluto. Auch wenn es „nur” das Aufräumen des eigenen Desktops ist – und das ist wirklich nicht zu unterschätzen. Am Anfang hat bei mir ziemliches Chaos geherrscht. Mein Bildschirm war voller Fotos, Illustrator-, Indesign-, Sketch-Dateien und ein paar pages-Seiten gab es auch.
Mittlerweile habe ich gelernt, dass nichts über Ordnung am Laptop geht. Vor allem, wenn vom Kunden durchgehend neues Feedback kommt und es gefühlte 100 verschiedene Versionen von einer Arbeit gibt. Es wird zu einer kleinen Herausforderung, die Aktuellste wiederzufinden.
Ich empfehle also stark, auch in das Aufräumen und richtige Abspeichern gewisse Zeit zu investieren.

Wie auch immer, das ist nicht das einzige, das ich in diesem Monat gelernt habe. Denn dank Fabian, Sitznachbar und Designer, habe ich mir am Anfang nicht nur was zu essen geholt und pünktlich Feierabend gemacht. Er hat mir auch geduldig gezeigt, mit den Programmen umzugehen, welche Linien man beachten muss, welche Short-Cuts man verwenden kann und wie man Dateien in Druck-PDFs umwandelt.
Am liebsten habe ich jedoch seine Art Feedback zu geben: Er schaut sich meine Fabrikation an, überlegt und wartet laaaaange bevor er etwas sagt. Dann kommt ein Vorschlag zur Verbesserung. Ich setze diesen Vorschlag um.
Und es schaut einfach immer sofort viel besser aus. Er kann’s einfach.

Fabian ist aber nicht der einzige der’s kann.

Denn was macht eine richtig gute Agentur aus? Ein richtig gutes Team. Und das hier ist ein richtig gutes Team, bei dem viele verschiedene starke Charaktere aufeinandertreffen – es klappt trotzdem, alle verstehen sich! Es wird viel gelacht, besprochen und ab und zu gewuzelt – ja, ziemlich cool, es gibt einen Tischfußballtisch.
Das gemeinsame Essen gehört hier wirklich zur Tagesordnung. Manche bestellen etwas, Angelika nimmt gutes Gemüse aus ihrem Garten mit, selbstgemachte Marmeladen und Honig von Katja stehen im Kühlschrank bereit und ich geh zum Supermarkt. Deswegen komme ich dann doch meistens ein bisschen zu spät zum Essen.

Für mich ist es toll zu sehen, wie die vielen verschiedenen Abteilungen, die es bei asoluto gibt, alle auf einer Ebene zusammenarbeiten und sich so gut ergänzen. Dadurch ist es denke ich möglich, so umfangreiche Projekte auf die Beine zu stellen. Ganz wichtig ist dabei natürlich Kommunikation – sowie das richtige und ordentliche Abspeichern der Daten am Server – und die wird oft anhand von E-Mails durchgeführt.
Ich habe noch nie so viele E-Mails in so kurzer Zeit geschrieben, geschweige denn erhalten.

In diesem Monat habe ich sehr viel Neues mitbekommen (neben den E-Mails) und gelernt. Nicht nur im Designbereich, sondern auch in der Strategieentwicklung, in der Konzeption und generell, wie das Leben in einer Agentur so abläuft („Es funktioniert einfach wie in einer großen WG”, Leni über die Küchenkultur bei asoluto). Es hat Spaß gemacht, bei unterschiedlichen Projekten mitzuarbeiten und ein kleiner Teil davon zu sein. Bei vielen davon wäre ich gerne noch länger dabei, um weiterhin meine Ideen einzubauen und zu sehen wie sie immer mehr Form annehmen.

Das Kaffeemachen – aber mit der guten Maschine, das leise „Klick-Klick” von sechs arbeitenden Mäusen und Tastaturen im Raum und der wunderschöne Ausblick aus dem riesigen Fenster – obwohl es oft geregnet hat. Das sind die kleinen Dinge bei asoluto, von denen ich weiß, dass ich sie schon nächste Woche, wenn meine Arbeitszeit hier vorbei ist, vermissen werde.

Und die großen Dinge sind die lieben asolutos, die mich so herzlich bei sich aufgenommen haben! 🙂

Darf ich vorstellen – das asoluto Developer-Team

Nach den Projektmanagerinnen sind die Developer dran. Wer steckt eigentlich hinter der technischen Entwicklung unserer Websites? Bei der Konzeption werden sie von Anfang an eingebunden, um gemeinsam mit Projektmanagement und Design die initiale Idee einer Website zu besprechen und diese erste Phase mit ihren wertvollen technischen Inputs zu ergänzen. Was sie den ganzen Tag bei asoluto beschäftigt, erfahrt ihr hier!

Christoph, Head of Development

Christoph Engelmayer

Lieber Christoph, seit wann bist Du bei asoluto und wie war Dein erster Arbeitstag?

Mein erster Arbeitstag bei asoluto war der 21. August 2017. Es war ein kleiner Sprung ins kalte Wasser, da mein Vorgänger sofort mit der Übergabe von Projekten begann und ich neben dem Kennenlernen des Teams und der Gepflogenheiten gleich voll einsatzbereit sein musste. Beispielsweise war es schwer, alle unsere Kunden, die meist nur aus drei Buchstaben bestehen (AGR, AOP, …), auseinanderzuhalten. Nach einiger Zeit habe ich mich aber gut eingelebt und wurde in der ersten Zeit toll von Sabrina und Mirjam unterstützt.

Wie läuft ein typisches Web-Projekt bei Dir ab und was sind Deine wichtigsten Aufgaben als Developer?

Zu Beginn treten meist die Projektmanagerinnen mit einer Projekt-Idee an mich heran. Ich schätze dann ab, ob und wie die Idee technisch realisierbar ist und wie viel Zeit wir für die Umsetzung benötigen werden. Meistens ist es ein gemeinsames Erarbeiten möglicher Features und Umsetzungsvarianten.
Meine Aufgabe besteht vor allem darin, grundlegende technische Entscheidungen wie z.B. die Auswahl des passenden Content Management Systems oder Hostings zu treffen.
Sobald der Kunde mit unseren Ideen zufrieden ist und das Budget freigegeben wurde, starten wir mit der Programmierung. Das macht mir natürlich mehr Spaß, als Schätzungen abzugeben 🙂

Und zu guter Letzt: Was gefällt Dir am besten an deinem Job?

Ich bin generell ein “Technik Nerd” und daher macht mir die Problemlösung mittels Code einfach Spaß. Jedes Projekt bietet neue Herausforderungen, die man so noch nicht gelöst hat.
 Auch, dass man im Web-Development ständig neue Technologien und Lösungswege lernen muss, um am Ball zu bleiben, finde ich sehr spannend. 
Als ich geboren wurde, gab es “das Internet” und somit meinen Job noch nicht. Damals hätte sich niemand vorstellen können, dass es einmal so einen großen Stellenwert in unserem täglichen Leben einnehmen wird. Bei diesem Gedanken bin ich schon gespannt, was uns in den kommenden Jahrzehnten erwarten wird.

Sabrina, Entwicklerin

Sabrina Hess

Liebe Sabrina, seit wann bist Du bei asoluto und wie war Dein erster Arbeitstag?

Ich bin mittlerweile seit über vier Jahren mit dabei. An meinen ersten Arbeitstag kann ich mich gar nicht mehr im Detail erinnern. In meiner ersten Zeit bei asoluto habe ich an der asoluto.com Seite Erfahrungen mit Typo3 gesammelt, unserem damals am häufigsten eingesetzten CMS (Content Management System). Bis jetzt hat sich einiges verändert und weiterentwickelt. Ich habe viel dazugelernt.

Wie läuft ein typisches Web-Projekt bei Dir ab und was sind Deine wichtigsten Aufgaben als Developer?

Das typische Projekt gibt es eigentlich gar nicht. Jedes Projekt ist einzigartig. Sowohl im Aufbau und im Ablauf als auch hinsichtlich der Anforderungen. In der Regel bin ich während der Konzeptphase in bestimmten Konzeptteilen eingebunden, manchmal bekomme ich das definierte Design und fertiggestellte Konzept und setze es um. In der Konzeptphase berate ich bei Fragen zur Umsetzung und Usability oder schätze den Aufwand eines Projektes aus Developer-Sicht. Umsetzung bedeutet – kurz zusammengefasst – das Design in Einzelteile zu zerlegen, die einzelnen Elemente dann zusammen zu basteln, im Backend Eingabemöglichkeiten für den Inhalt zu schaffen und diese Inhalte mit den Elementen zu verbinden. Damit alles reibungslos verläuft, folgt dann noch das Testing. Dabei berücksichtige ich die unterschiedlichen Devices auf denen die Website dargestellt werden kann. Und natürlich auch die unterschiedlichen Anforderungen in Bezug auf Barrierefreiheit liegen mir sehr am Herzen.

Und zu guter Letzt: Was gefällt Dir am besten an deinem Job?

Ich schätze es, in einem guten Team zu arbeiten. Gemeinsam findet man oft die besten Lösungen. Es kommt durchaus vor, dass man schon beim Versuch, anderen das Problem zu erklären, selbst auf die Lösung kommt.

Jedes Projekt ist anders und hält immer Überraschungen bereit. Bei einigen Projekten geht alles leicht und manchmal (oder eigentlich meistens) muss man auch als Programmierer kreativ sein, um den besten Weg zu finden und so schließlich ans Ziel zu kommen.

Mirjam, Entwicklerin

Mirjam Zenz

Liebe Mirjam, seit wann bist Du bei asoluto und wie war Dein erster Arbeitstag?

Die Frage kann ich nicht eindeutig beantworten. Ich habe mein sechsmonatiges Praktikum 2011/2012 während des Studiums bereits bei asoluto (damals VerdinoCOM) absolviert. Nach meinem Master-Studium habe ich dann im November 2014 wieder angefangen, bei asoluto zu arbeiten. Da das jetzt doch schon fast 4 Jahre her ist, kann ich mich leider nicht mehr an DEN ersten Arbeitstag erinnern.

Ich weiß nur, dass ich zu Beginn die Hälfte der Zeit nicht im asoluto-Büro war, da ich für ein großes Projekt eingesetzt wurde. Dabei haben wir mit Entwicklern einer anderen Firma zusammengearbeitet und ich war 2-3 Tage die Woche vor Ort. Das war sehr spannend und ich hab viel gelernt.

Wie läuft ein typisches Web-Projekt bei Dir ab und was sind Deine wichtigsten Aufgaben als Developer?

Grundsätzlich gibt es kein Projekt, das wie das andere ist, aber ich versuche jede Aufgabenstellung wie folgt anzugehen: Ich starte immer frisch (bestenfalls auch mental) und stellt mir die Frage: Was sind die Aufgaben? Gibt es die Lösung bereits? und wenn nicht: Wie kann ich sie lösen? Bei größeren und komplexen Problemen mache ich mir immer eine Skizze, damit ich nicht den Überblick verliere. Die Aufgaben werden in Tickets gesammelt, die ich mir dann priorisiere (falls es nicht schon eine vorgegebene Priorisierung von Seiten der Kunden oder des Projektmanagements gibt). Dann arbeite ich die Tasks der Reihe nach ab.

Ich versuche immer, im Hinterkopf zu behalten, welche Zielgruppen das Webprojekt hat. Das ist wichtig, um bei der Entwicklung auf Benutzerfreundlichkeit zu achten. Ich möchte ja etwas schreiben, dass die Leute später auch benutzen und verstehen. Ist mir etwas unklar (im Design oder Konzept) bzw. macht es für die Zielgruppe keinen Sinn, hinterfrage ich es und bespreche es mit dem Team (Design, Konzept oder beides).

Bereits während der Umsetzung teste ich immer wieder die Funktionalitäten, nach erfolgreicher Umsetzung wird es dann nochmals vom Projektmanagement getestet. Wenn alles passt, wird es an die Kunden geschickt und nach Freigabe live gestellt.
Als Entwicklerin hat man nicht nur die Aufgabe, ein Projekt technisch zu lösen, wir arbeiten daran gemeinsam mit dem Team und schätzen die Aufwände. Zusätzlich sollte man sich immer weiterbilden und sich über neue Technologien im Web informieren, um nicht den Anschluss zu verlieren. Wichtig ist auch das Testing während und nach der Umsetzung. Wir achten darauf, dass die Webseiten mobil optimiert, benutzerfreundlich und barrierefrei sind. Je früher man in der Umsetzung daran denkt, umso weniger Aufwand ergibt sich am Schluss.

Und zu guter Letzt: Was gefällt Dir am besten an deinem Job?

Einerseits finden sich jeden Tag neue Aufgaben, die es zu lösen gilt oder Bugs, die man fixen muss – langweilig wird uns sicher nicht 😉 Manchmal fühle ich mich dann wie mein Idol Sherlock Holmes 🙂 Es gibt dazu auch einen passenden Tweet von Filipe Fortes, einem Softwareentwickler:
“Debugging is like being the detective in a crime movie where you are also the murderer.“

Andererseits macht das Team bei asoluto selbst jeden Tag zu einem tollen Erlebnis: Sei es das gemeinsame Mittagessen, das Zusammenarbeiten in Projekten, die Chefs, die immer ein offenes Ohr haben oder die Afterwork-Aktivitäten mit den Arbeitskollegen, von denen im Laufe der Jahre einige Freunde fürs Leben geworden sind.

Alem, Developer

Alem Kahrovic

Lieber Alem, seit wann bist Du bei asoluto und wie war Dein erster Arbeitstag?

Mein erster Arbeitstag bei asoluto war der 30.07.2018, also ganz neu im Team. An meinen ersten Arbeitstag wurde ich durchs Haus geführt und mit allen Kollegen bekannt gemacht. Danach ging es an den Computer, wo mir die Kollegen vom Entwickler Team den PC eingerichtet haben. Der erste Tag war sehr aufregend für mich, da ich viele neue Tools kennengelernt habe und zum ersten Mal Agentur-Luft schnuppern durfte.

Wie läuft ein typisches Web-Projekt bei Dir ab und was sind Deine wichtigsten Aufgaben als Developer?

Das kann ich jetzt noch nicht genau sagen, wie ein typisches Web-Projekt bei mir abläuft. Derzeit arbeite ich gemeinsam mit meiner Kollegin an einer WordPress-Website. Dazu haben wir das fertige Design bekommen, sind die ganze technische Struktur durchgegangen und haben uns ans Programmieren gemacht. Wenn das Projekt abgeschlossen ist, kann ich sicherlich mehr dazu sagen.

Und zu guter Letzt: Was gefällt Dir am besten an deinem Job?

Ich schätze es, in einem guten Team zu arbeiten und bin mir sicher, dass ich bei asoluto ein solches gefunden habe.

Coden ist für mich nicht nur einfach ein Job, sondern es ist mit der Zeit zu einem Hobby geworden. In diesem Job darf man seine Kreativität voll ausleben und das Wichtigste dabei ist, dass der Spaß-Faktor erhalten bleibt.

Danke liebe Developer!

Wie man sieht, gibt es bei unseren Developern so einiges zu tun und Kreativität ist auch hier hochgeschätzt. Alle unsere fleißigen Entwickler sind sich einig: Spaß, Teamwork und das „Thinking outside of the box“ macht diesen Job einzigartig und aufregend zu gleich. Und damit gebe ich das Staffelholz direkt an Mirjam weiter, die euch im nächsten Beitrag dieser Serie unser Office Management Team vorstellt.

Der Recruiting-Prozess: Mein Weg zu asoluto

Hallo, ich bin Giulia und seit April als Projektmanagerin bei asoluto.
In diesem Beitrag erhältst du einen kurzen Einblick in meine Erlebnisse während des Bewerbungsprozesses & falls du auch Interesse an einem Job bei asoluto hast, dann schau‘ doch auf unserer Karriere-Seite vorbei.

Es gibt viele verschiedene Wege, um sich für einen neuen Job zu bewerben, das gilt auch für die Bewerbung bei asoluto: Zum einen kann man sich als Bewerber ganz klassisch über eine Stellenausschreibung auf der Website der Agentur oder auch initiativ bewerben und zum anderen kann man sich über die unterschiedlichsten Karriereportale, Vermittlungsagenturen etc. bewerben – in meinem Fall bin ich über eine Vermittlungsagentur auf die Stelle als Projektmanagerin bei asoluto gestoßen.

Nach erfolgreicher Zusendung meiner Bewerbungsunterlagen wurde ich innerhalb kurzer Zeit zu einem Erstgespräch eingeladen. Einzige Voraussetzung: Die Bearbeitung einer Aufgabe bis zum nächsten Tag… Im ersten Moment klang das für mich zwar ungewöhnlich, denn bisher kannte ich es nicht, dass ich schon vor einem ersten Kennenlernen eine Aufgabe bearbeiten musste.

Doch trotzdem habe ich mich an die Arbeit gemacht und die Aufgabe* – in meinen Augen – bestmöglich in der kurzen Zeit bearbeitet und mich auf den Termin in der Agentur vorbereitet, der schon kurz danach stattfand. Und so viel kann ich schon einmal verraten: Die Arbeit hat sich definitiv gelohnt!

Erstgespräch

Beim Erstgespräch durfte ich zum ersten Mal Béatrice und Martin kennenlernen, die Managing Partner von asoluto digital. Außerdem war Katja, Head of Project Management, beim Gespräch dabei.

Es war ein unkomplizierter Termin, wir haben ganz klassisch über mich und meinen Werdegang gesprochen, aber auch über die Rollen meiner Gesprächspartner und ihren beruflichen Background. Danach konnte ich meine Bearbeitung der Aufgabe und die daraus resultierenden Ergebnisse präsentieren, welche wir schließlich noch in einer kurzen Diskussionsrunde besprochen haben. Im Anschluss gab es für mich noch die Möglichkeit, ganz offen Fragen zu asoluto und zur ausgeschriebenen Position zu stellen.

Das Gespräch dauerte circa eine Stunde und ich weiß noch, dass ich zwar positiv aufgeregt, aber trotzdem mit gemischten Gefühlen die Agentur verlassen habe – es war eben ein Bewerbungsgespräch und das könnten meine neuen Chefs gewesen sein.

Also hieß es jetzt für mich erst einmal warten…

Zweitgespräch

…aber zum Glück nicht allzu lange, denn schon am Nachmittag hatte ich eine E-Mail von Béatrice in meinem Posteingang – mit der Frage, ob ich am nächsten Tag noch einmal Zeit und Lust hätte, für einen zweiten Termin vorbeizukommen. Dieses Mal sollte es darum gehen, einen weiteren Teil des Teams kennenzulernen.

Und so kam es, dass ich am nächsten Tag erneut zu asoluto gefahren bin und mir, zusätzlich zu den schon bekannten Gesichtern des Vortags, auch eine Projektmanagerin, ein Entwickler und der Designer des Teams gegenüber saßen.

Für mich war diese Situation ganz neu, ich kannte es zuvor nicht, dass auch die Teammitglieder die Chance erhalten, die Bewerber, mit denen sie später tagtäglich zusammenarbeiten werden, vorab kennenzulernen. Im Nachhinein denke ich, dass dies aber wahnsinnig sinnvoll ist, denn man arbeitet – vor allem hier bei asoluto – als ein Team, man hält zusammen. Und aus diesem Grund ist es wichtig, dass auch die Teammitglieder in den Bewerbungsprozess involviert sind.

Natürlich ging es auch in diesem Gespräch um meine Fähigkeiten und mein Wissen, aber nun auf einer ganz anderen Ebene. Es war ein toller Austausch auf gleichem Level, mit sehr vielen witzigen Momenten und ich hatte die Möglichkeit, Einblicke in die Arbeitsweise und das Teamgefühl der Agentur zu erhalten. Am Ende des Gespräches gab es noch eine kleine Führung durch die Agentur.

Diesmal verließ ich die Agentur aufgeregter als am Vortag und mit dem großen Wunsch, den Job zu erhalten. Wie bei jedem Bewerbungsgespräch hieß es nun aber wieder einmal warten… doch schon am Folgetag erreichte mich der erfreuliche Anruf!

Ich denke, der Grund, weshalb ich den Job nach diesem Gespräch unbedingt haben wollte, war die sehr lustige Stimmung, der respektvolle Umgang miteinander und die Beantwortung meiner Frage „Wieso arbeitet ihr bei asoluto?“ mit „Weil wir alle cool sind.“ 😉

Wenn auch du eine gute Portion Humor im Arbeitsalltag schätzt und für dein Leben gerne mit deinen Kolleginnen und Kollegen lachst und auf Augenhöhe zusammenarbeitest, dann bewirb dich doch einfach bei asoluto. Hier geht’s zu unseren aktuellen Stellenausschreibungen.

Und beim nächsten Bewerbungsgespräch bin auch ich dabei – als Teil des Teams.

 

*Für alle neugierigen Leser: Meine Aufgabe bestand aus einer Analyse der digitalen Kanäle von asoluto.

Digital Health – what to expect in 2018?

The digitization in healthcare is continuously growing and has a large impact on different areas. Over the past few years the healthcare industry went through numerous challenging changes and there are more to come. During a recent webinar provided by CBInsights, Nikhil Krishnan, a senior analyst spoke about digital health trends to consider in 2018. This article aims at summarizing the most important aspects of these trends and how we, as a digital agency with numerous clients in the healthcare sector, see our role as consultants in facing these challenges.

Trend 1: Pharma is moving into a service oriented direction

There are different acquisition areas from which pharma companies can profit. They can use digital health to reach consumers directly and propose them individualized services. In order to do so pharma companies acquire digital health companies or startups. In a recent announcement Roche, the global pharmaceutical company from Switzerland, confirmed the acquisition of the startup Flatiron Health, which is analyzing real-time oncology data to help cancer patients and doctors. Furthermore, medical devices corporates such as wearables companies can provide consumer and user experience expertise. Last but not least tech giants such as Apple, Google or Amazon push further into healthcare and acquire companies knowledgeable in healthcare analytics and data sources.

Trend 2: Health giants get into each other’s business lines

The entrance of tech giants in the healthcare sector is forcing existing pharma companies to bundle services together. Experts are talking about the “Amazon Effect”, which has made its first apparition in late 2017 with the case of CVS acquiring Aetna. Amazon is getting licensed in several US states to starting selling prescription drugs – a development that is a threat to companies such as CVS, that are also selling drugs online. Next to large acquisitions pharma companies are forming partnerships and creating new business lines.

Trend 3: Tech giants push further into health

Investments of tech companies in the healthcare sector already started in 2012. As big data and software are becoming increasingly important in healthcare, tech companies have an advantage given their expertise and their direct relationships with consumers. In consequence a lot of professionals and researchers are moving from healthcare to tech. The pinnacle of this trend was reached by the end of January 2018 with the news that Amazon, Berkshire and J.P. Morgan plan to form a non-profit company with the goal to lower healthcare costs for their high number of U.S. employees. The concrete plan behind this new step is still unknown but the industry is already curious.

Trend 4: Increase in virtual trials

The editor-in-chief of ASH (American Society of Hematology), Mikkael Sekeres, criticized the increase of administrative work when dealing with CROs (Contract Research Organizations) in his editorial titled “Contract Research Agonizations”. In his opinion piece he addressed the necessity of the careful monitoring of therapeutic clinical trials to ensure patient safety and assess drug efficacy. However he stressed that the highly administrative requirements of these trials antagonizes this aim. The answer, which has been supported by several professionals and researchers, shows that different persons in the healthcare sector share his opinion.
Some pharma companies tried a new way of conducting trials: virtual trials. There are numerous benefits of these, such as the possibility to include more patients, to lower the costs and to ease the trackability of the results. For instance GSK set up a clinical trial running on Apple’s ResearchKit framework. The idea behind this mobile trial is not to replace conventional clinical trials because these apps, which are being used, can’t assess the safety or efficacy of an experimental drug. However, mobile trials can help pharma companies to gather Real-World-Data on the daily lives of people that suffer from a certain disease such as diabetes or rheumatoid arthritis.
Besides, in October 2017 the Los Angeles-based research company Science 37 conducted the first fully virtual clinical trial for AOBiome Therapeutics. This trend will increase in 2018 and challenges the positioning of conventional CROs, especially when putting into consideration how professionals and researchers perceive them.for conventional CROs’ positioning, especially when considering how professionals and researchers perceive them.

Trend 5: Research into excessive smartphone usage and mental health

The modern phenomenon of nomophobia – the fear of being without a mobile phone – is playing a bigger role within research in 2018. Studies found that we are highly attached to our smartphone to such an extent that our brains treat our devices like relationship partners.
Besides, new research found evidence that high screen time is linked to a higher risk of depression and suicide among teenagers, especially among girls. In answer to this development startups are trying to combat screen addiction by combining the latest data science and artificial intelligence to help people change their overuse behavior.

Trend 6: The interaction of sleep and healthcare

Sleep is an attractive area because it enables to target health-conscious buyers, it creates valuable datasets to understand the relationship of sleep and health and it is an additional way to create direct-to-consumer relationships. These arguments encourage companies to take a closer look at the above mentioned relationship. Since there is a lot that we don’t know about it, researchers are conducting an increasing number of studies to understand the role of sleep. Besides, Apple is looking into the sleep ecosystem with pre-installed apps on their devices that integrates sleep tracking in to the personal health record.

Trend 7: Increasing use of light in diagnostics and therapies

Not only are smartphones used to track all kinds of data, new chips, hardware, and light applications can even turn them into diagnostics tools. Different elements on our smartphone, such as a camera, an ambient light sensor, and a proximity sensor help tech companies to monitor different biomarkers and therefore gain valuable insights.
In addition, the combination of phone cameras, UV light and faster processors leads to mobile fluorescence microscopes, which are useful for disease diagnostics. Light is also used for therapies in the areas of dermatology, neurology or newborn healthcare. Numerous startups have begun working with phototherapy to cure diseases.

Trend 8: The blockchain hype

In theory blockchain addresses several problems faced in healthcare, such as data governance and interoperability, supply chain management, faster and rule-based authorizations and adjudications. It becomes an attractive way for startups to get money, so the ICO (Initial Coin Offering) funding, being used by startups to bypass the regulated capital raising process required by venture capitalists or banks, is taking off. Besides, the media are compounding this, as they want to understand how blockchain can impact healthcare. Across all different fields of healthcare we see new healthcare ICOS popping up and some pharma companies start blockchain projects. However, the massive price swings demonstrate volatility in the space, being a risky and unregulated environment.

These trends show that the digitization is already having a large impact on different aspects of the healthcare sector: further acquisitions of startups by pharma companies, tech giants shaking up healthcare, new technologies for diagnostics and therapies and new research areas. The industry will face different challenges in 2018 and as an agency we have to be aware of them in order to keep pace with the times and latest trends when consulting our existing and potential clients.

This article only points out 8 of the 11 trends outlined in the webinar, because the other ones had a US focus, which is less relevant in the context of this blog. The whole webinar. held by Nikhil Krishnan can be looked up on the CBInsights YouTube channel.

Wir machen einen Webrelaunch, aber richtig!

Wenn klar ist, dass es einen Relaunch der aktuellen Website braucht, gibt es Schritte, die einen von der Idee bis zur Entscheidung für eine neue Website bringen. Natürlich muss man sich als Unternehmen oder Organisation Gedanken und Überlegungen dazu machen, und dies optimalerweise mit Unterstützung von digitalen ExpertInnen.

Ein Webrelaunch-Prozess gliedert sich grob in folgende Phasen:

Recherche und Erstanalyse der bestehenden Website

Der erste unerlässliche Schritt ist die Evaluierung des Ist-Standes der Website, inklusive einem Vergleich mit Websites der Konkurrenz. Dazu gehören sowohl qualitative Faktoren als auch quantitative Leistungskennzahlen. Diese erhebt man sinnvollerweise durch eine Kombination von verschiedenen Webanalyse-Tools. Einerseits Tools, mit denen der eigene Webtraffic analysiert werden kann. Andererseits auch solche, die einen Vergleich mit konkurrierenden Websites ermöglichen. Der Einsatz verschiedener Methoden erlaubt es nicht nur, größere Optimierungspotenziale zu finden, sondern führt auch zu realistischeren Zielen.
Ein Usability-Test mit Probanden aus der Zielgruppe liefert viele Erkenntnisse und kann vor allem qualitative Analyse-Ergebnisse bringen. Defizite und Probleme auf der Website werden von Usability-Testern oft „punktgenau“ gefunden.

Ziele für den neuen Webauftritt definieren

Nach einer Recherche und mit guter Datengrundlage widmet man sich im nächsten Schritt der Frage, welche Ziele mit dem Relaunch erreicht werden sollen. Ein beliebter Ansatz ist die SMART-Zielsetzung. Dabei wird sichergestellt, dass die Ziele spezifisch, messbar, ansprechend, realistisch und terminiert sind. Die Ziele sind im Allgemeinen solche, die sich möglichst an den übergeordneten Unternehmenszielen orientieren. Beispiele dazu: E-commerce-Unternehmen wollen mehr Verkäufe erreichen, Dienstleister die Anzahl der Serviceverträge ausweiten und Non-Profit-Organisationen die Fördergelder und Spenden erhöhen. Je näher die Website-Ziele an den Unternehmenszielen sind, desto erfolgsversprechender sind sie. Manchmal stehen Ziele miteinander in Konflikt, hier ist es dann notwendig, eine Priorisierung vorzunehmen.

Zielgruppen definieren und befragen

Hier stellt man sich die Frage, welche Personengruppen angesprochen werden sollen. Sollen bestehende Zielgruppen besser bedient oder ganz neue angesprochen werden? Unabhängig von der genauen Zielsetzung empfiehlt es sich, Personas zu erstellen und User Stories zu formulieren. Um ein besseres Wissen über die Bedürfnisse der zu erreichenden Personen zu erlangen, sind User Tests sehr hilfreich.

Konzept erstellen

Stehen Ziele und Zielgruppen für den Relaunch fest, geht es an die Erstellung eines Gesamtkonzeptes. Dieses beschreibt, mit welchen Inhalten und mit welchen Technologien die gewählten Ziele und Zielgruppen erreicht werden sollen. In dieser Phase werden auch Wireframes erstellt, die das Informationsdesign einer Webseite darstellen.

Content-Produktion oder Auswahl (wenn schon vorhanden)

Der Website-Relaunch bietet eine gute Möglichkeit, bestehende Inhalte zu überarbeiten oder neue zu erstellen. Denn eine zentrale Frage lautet: Welche Inhaltsformate können wir zusätzlich zu bestehenden Inhalten noch anbieten? Wichtig: Die Überarbeitung der Inhalte sollte auch in Hinblick auf Suchmaschinen erfolgen.

Entwicklung der Website

Die Entwicklungsphase besteht aus der Programmierung selbst und dem Testen. Bei komplexen Websites oder beim Einsatz von neuen Technologien darf der Aufwand hierfür nicht unterschätzt werden, da oft mehrere Technologien gleichzeitig im Einsatz sind.

Launch

Nach Fertigstellung und Veröffentlichung der Website kann man stolz auf eine neue Seite sein und es auch genießen, dass dieses Projekt abgeschlossen wurde. „Kurz Durchatmen und Luft holen“, denn ab jetzt sollte man sich Gedanken über die regelmäßige Wartung, Aktualisierung und Optimierung der Website machen.

Wenn du mehr Beratung und Unterstützung beim Webrelaunch brauchst, melde dich bei uns!

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Wann brauche ich eine neue Website?

Eine große Frage in den Kommunikationsabteilungen aller Unternehmen und Organisationen ist immer wieder: Wann brauchen wir eine neue Website? So individuell die Antwort auf diese Frage ist, so allgemein gültig sind doch ein paar Eckpunkte: Sie helfen, den Bedarf einer neuen Website richtig einzuschätzen.

Websites (oder wie Viele sagen „Homepages“) bilden einen wichtigen Teil des digitalen Marketings von Unternehmen und Organisationen. Spätestens seitdem die digitale Transformation an „allen Ecken und Enden“ ein Thema ist, sollte man sich die Frage stellen, welchen Anforderungen die eigene Website entsprechen muss.
In diesem Beitrag beantworten wir die wichtigsten Fragen zu diesem Thema und geben euch Argumente, warum es sich auszahlt, über einen Webrelaunch nachzudenken.

Was sind unverkennbare Zeichen, dass meine Website veraltet ist?

Unübersichtliche Struktur – man findet die gesuchten Inhalte nicht

Höchster Handlungsbedarf besteht, wenn BenutzerInnen die richtigen und relevanten Informationen auf der Website nicht finden. Website-Strukturen wachsen mit der Zeit und es kommt der Punkt, an dem man die Inhalte nicht mehr optimal auffinden kann. Oft gehen die Bedürfnisse der Darstellung des Unternehmens (Innensicht) und die Bedürfnisse der BenutzerInnen (Außensicht) auseinander. Da gilt es darüber nachzudenken, wie man beide Anforderungen wieder sinnvoll zusammenführt.
> Wenn BenutzerInnen die Informationen auf der Website nicht finden, klicken sie weg.

Die Website hat kein Redaktionssystem

Jede moderne Website hat ein Redaktionssystem, ein sogenanntes Content Management System (CMS) im Hintergrund. Über das CMS werden Texte, Bilder und sämtliche Inhalte in die Website eingepflegt. Es gibt eine Vielzahl von Redaktionssystemen wie zum Beispiel: TYPO3, WordPress,…
> Ein Redaktionssystem ermöglicht es, die Inhalte einer Website selbst jederzeit zu aktualisieren.

Das Design ist schon in die Jahre gekommen und sieht dem entsprechend aus

Es gibt – so wie überall – auch bei Websites Design-Trends. Ohne dass man jedem Trend „hinterherlaufen“ muss, gibt es eine „Halbwertszeit“, nach deren Überschreitung das Design überarbeitet gehört.
> Veraltetes Design vermittelt den Eindruck, dass das Unternehmen bzw. die Organisation verstaubt und nicht modern ist.

Lange Ladezeit der Website

Die Website braucht „gefühlt“ sehr lange zum Laden. Das kann mehrere Gründe haben: Das Caching (Lade-Mechanismus) ist nicht optimal, die Bilder sind nicht optimiert uvm.
> Website-BesucherInnen sind ungeduldig, sie brechen ab und suchen sich Seiten, bei denen sie schneller zu den gewünschten Informationen kommen.

Kein Wissen darüber, welche Seiten die BenutzerInnen überhaupt ansehen oder suchen

Nur ein Angebot, das relevant ist, wird auch genutzt. Aber wie relevant ist mein Angebot? Die Antworten auf Fragen wie diese helfen bei der Einschätzung: Welche Seiten werden von BenutzerInnen besucht, welche gar nicht? Wo springen die Leute ab und warum wird unser Service nicht in Anspruch genommen? Wonach suchen Website-BesucherInnen auf unserer Seite? Über welche Suchbegriffe sind sie überhaupt auf unsere Website gestoßen? Diese Daten als Entscheidungsgrundlage kann eine Webstatistik geben und somit eine Suchmaschinen-Strategie untermauern.
> Wenn ich weiß, was meine BenutzerInnen suchen und wo sie sich aufhalten, kann ich sie noch besser mit relevanten Informationen versorgen.

Die Website sieht am Smartphone nicht gut aus

Es gibt (noch) viele Webseiten, die am Smartphone nicht gut lesbar und navigierbar sind. BenutzerInnen können z.B. Links nicht gut klicken oder sehen wichtige Informationen und Inhalte einfach nicht. Ergebnis ist, dass BenutzerInnen Ihre Website verlassen und sich die gewünschten Informationen anderswo suchen, und zwar auf Websites, die responsive umgesetzt sind.
> Mobile Nutzung von Webseiten nimmt zu. Ohne mobile Optimierung wird auch ihr Suchmaschinen-Ranking schlechter.

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Relevanz und Fingerspitzengefühl – WhatsApp in der Unternehmenskommunikation

Zu fragen, ob WhatsApp für die Unternehmenskommunikation überhaupt relevant ist, ist angesichts aktuell erhobener Zahlen von YouGov* eher absurd. Der Messenger ist schon lange im Mainstream angekommen – 1 Mrd. tägliche Nutzer weltweit, geringe Streuverluste und Öffnungsraten von bis zu 90 %** sprechen für sich. Die Summe***, die Facebook 2016 in einem überraschenden Deal für den Dienst ausgegeben hat, ebenso. In der eingangs erwähnten YouGov-Studie sagte jeder Fünfte, dass WhatsApp Chats mit Unternehmen längst überfällig sind, und jeder dritte WhatsApp User findet die Kontaktfunktion via Social Media und Apps unkomplizierter als über konventionelle Wege.

Potenzial rechtzeitig erkennen

Umso überraschender ist, dass erst so wenige Unternehmen WhatsApp als (zusätzlichen) Kommunikationskanal nutzen. Es gilt, das enorme Potenzial und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Anwendung zu erkennen und eine Vorreiterrolle einzunehmen, solange die Plattform noch werbefrei ist und bevor der Einsatz von WhatsApp in der Unternehmenskommunikation so alltäglich wird wie im privaten Bereich. Auch die ersten Kunden von asoluto haben sich bereits auf das „Abenteuer“ WhatsApp eingelassen – mit Erfolg!

Wie wird’s gemacht?

Vom Start-up bis zum Großkonzern, die Möglichkeiten sind so flexibel und unterschiedlich wie die Unternehmen selbst. Allerdings empfiehlt es sich dringend, seine Hausaufgaben zu machen, bevor man ins kalte WhatsApp-Wasser springt, denn wie bei allen Kommunikationskanälen lauern auch hier Stolpersteine. Zunächst gilt es, die Zielgruppe, das konkrete Kommunikationsziel und einen klar begrenzten Einsatzbereich zu definieren. Denn schließlich soll ein maßgeschneidertes Service mit echtem Mehrwert für einen (in der Regel sehr spezifischen) Empfängerkreis entwickelt werden… da darf man sich im Vorfeld ruhig ein wenig länger Gedanken machen.

1. Wer ist meine Zielgruppe und was ist ihre Motivation, meinen Kanal zu abonnieren?

Egal für wen das neue Service gedacht ist, Empfänger entscheiden sich ganz bewusst dafür, den WhatsApp-Dienst eines Unternehmens zu abonnieren. Vielleicht sogar noch ein Stück bewusster als für klassische E-Mail Newsletter: Um WhatsApp-Nachrichten erhalten zu können, muss die Absendernummer nämlich als Kontakt abgespeichert und eine Opt-In-Nachricht, wie „Start“, an sie geschickt werden, damit zukünftige Nachrichten nicht als Spam markiert werden. Das erfordert einen großen Vertrauensvorschuss und ist – in Zeiten von Siri, Alexa und Co., in denen ein „Ok, Google“ genügt, um einen Flug zu buchen oder den automatisierten Haushalt zu schmeißen – ziemlich aufwendig. Wer sich das „antut“, weiß schon sehr genau, dass er die zu erwartenden Nachrichten lesen will und wird. Umso wichtiger ist es zu wissen, wer die Zielgruppe ist und wo sie abgeholt werden kann. Sind es Kunden, Mitarbeiter oder wichtige Stakeholder? Handelt es sich um einen geschlossenen Kreis oder eine breitere Öffentlichkeit?

2. Für welches Einsatzgebiet will ich WhatsApp nutzen?

Außerdem muss man sich schon vor dem Start überlegen, für welches Einsatzgebiet WhatsApp im konkreten Fall genutzt werden soll. Zwei Varianten bieten sich an: WhatsApp kann als reines „One Way“ Tool zum Einsatz kommen oder aber um in direkten Dialog mit den Empfängern zu treten, zum Beispiel im Kundenservice.

Bei der ersten Variante sind die Empfänger reine Abonnenten, die mit Informationen versorgt werden. Etwa mit exklusiven Angeboten, Terminen oder Breaking News. Hier ist primär wichtig, den Leserinnen und Lesern Inhalte mit echtem Mehrwert, die im Idealfall exklusiv auf diesem Weg erhältlich sind, anzubieten. Relevanz und Qualität toppen Frequenz und Menge. Lieber nur zwei ausgewählte Meldungen pro Woche als tägliche Belanglosigkeiten die, seien wir uns ehrlich, schnell als Spam wahrgenommen werden. Beim Erarbeiten eines WhatsApp-Redaktionsplans ist deshalb besonderes Fingerspitzengefühl gefordert – man denke nur an die Flut an Benachrichtigungen, mit der durchschnittliche Smartphone User ohnehin tagtäglich konfrontiert sind.

An dieser Stelle außerdem noch ein ganz wichtiger Hinweis: Auch bei einer „One Way“-Strategie kann, schon rein technisch, niemals ausgeschlossen werden, dass Empfänger auf Nachrichten antworten. Wenn eingehende Nachrichten nicht bearbeitet werden (können), sollte deshalb unbedingt bereits in der Willkommensnachricht darauf und auf alternative Möglichkeiten der Kontaktaufnahme hingewiesen werden. Vor diesem Hintergrund liegt auch auf der Hand, dass die zweite Variante, der Einsatz im Kundenservice, einen erheblichen personellen Aufwand bedeutet und, je nach Nachrichtenaufkommen und Größe des Empfängerkreises, die Anstellung eines Community Managers erfordern kann.

Zu diesem Zweck können (ergänzend) zwar auch Chatbots eingesetzt werden, aber das ist eine andere Geschichte…

3. Umsetzung

Ihr wisst also wer eure Zielgruppe ist, wo ihr sie erreicht und welche Inhalte ihr für sie bereitstellen wollt? Eure Strategie steht und ihr habt die personellen Ressourcen, um den Kanal adäquat zu betreuen? Gratulation, damit ist der größte Schritt bereits getan. Jetzt geht’s ans Eingemachte, die Entscheidung für einen Anbieter und das Aufsetzen eures Kanals. WhatsApp bastelt inzwischen zwar an einer eigenen Business-Version, doch bis zum Release müssen Unternehmen wohl oder übel auf Drittanbieter zurückgreifen. Bei asoluto haben wir in den letzten Monaten gute Erfahrungen mit WhatsBroadcast gesammelt und stehen unseren Kunden mit Rat und Tat von der Konzeption bis zur Umsetzung ihrer WhatsApp-Strategie zur Seite.

Nachdem ihr euch also für einen Anbieter und ein Paket entschieden habt, legt ihr am besten mit einer kurzen Testphase los, während der ihr im kleinen Kreis testet, wie ihr mit dem Tool zurechtkommt. Sind alle Zweifel ausgeräumt, könnt ihr eure Zielgruppe via Newsletter, persönlich, auf eurer Website oder euren Social Media-Seiten auf den neuen Service aufmerksam machen und beobachten, wie sich die Nutzerzahlen und Öffnungsraten entwickeln. Und nicht vergessen, Relevanz geht immer vor!

Quellen:

*YouGov (2017)

**HubSpot (2017)

***Die Presse (2016)

5 Tipps für die nächste Abwesenheitsnotiz

Ferienzeit bedeutet abwesende Partner, Kunden und Mitarbeiter – und jede Menge Abwesenheitsnotizen, die automatisch in der Inbox landen. Manche sind nützlich, mache lustig, manche bleiben rätselhaft: Es hängt immer davon ab, was man erreichen will und wie man es angeht.

Für nützliche Abwesenheitsnotizen ist ein Blick auf die folgenden Tipps hilfreich.

  1. Nicht vergessen: Jede Nachricht von Ihrem Mailaccount ist eine Visitkarte für das Unternehmen. Unterschätzen Sie niemals den Imagefaktor einer gelungenen (oder katastrophalen) Nachricht. So oder so steht Ihre Abwesenheitsnotiz für Sie selbst.
  2. Bleiben Sie konsistent – die Nachricht muss zu Ihrem sonstigen Schreibstil und der Unternehmenskultur passen. Die Abwesenheitsnotiz eines Bankdirektors wird anders klingen als die eines Art Directors. Machen Sie die Notiz zu einem Ausdruck Ihres Kommunikationsstils, auch wenn es nur ein bis zwei Zeilen sind.
  3. Bieten Sie nützliche Informationen – das ist die Existenzberechtigung der Abwesenheitsnotiz. Schreiben Sie, was Sie selbst als Empfänger einer solchen Nachricht wissen wollen: Dauer der Abwesenheit; erster Tag, an dem Sie wieder erreichbar sind; Weiterleitungen und Stellvertreter, an die man sich wenden kann.
  4. Wenn Sie bekanntgeben, an wen Ihre Mails weitergeleitet werden, sorgen Sie dafür, dass Ihr Vertreter davon auch weiß – und auch, was er mit den weitergeleiteten Mails zu tun hat. Wenn Sie alternative Mailadressen anbieten, sollten diese unbedingt auch korrekt geschrieben sein, damit der Absender keine Fehlernachrichten erhält und erst recht nicht weiß, an wen er sich denn nun wenden soll.
  5. Vergessen Sie nicht, die Abwesenheitsnotiz nach Rückkehr wieder zu deaktivieren. Besser noch: Stellen Sie vorab ein, bis wann die Nachricht ausgesendet werden soll. Es könnte peinlich sein, wenn Empfänger der Notiz nach Ihrer Rückkehr Sie daran erinnern müssen, dass Sie eigentlich schon wieder arbeiten (sollten)…

TYPO3 vs. WordPress – und was ist eigentlich Neos CMS?

Wir verwenden für unsere Web-Projekte vorrangig die beiden CMS-Systeme TYPO3 und WordPress und sind bei Kundenanfragen oder auch in der laufenden Kundenberatung oft mit der Fragestellung beschäftigt, welches System denn für die individuellen Anforderungen am besten geeignet ist. Doch was sind die Unterschiede der beiden Systeme und welche Vor- und Nachteile gibt es?

Entwicklung und Updates

Beide CMS-Systeme sind Open Source Projekte und werden von der jeweiligen Community ständig weiterentwickelt. Für beide Systeme gibt es regelmäßige Updates, die Sicherheitslücken schließen und neue Funktionalitäten mit sich bringen.

TYPO3 bietet LTS-Versionen an, d.h. es werden laufend Aktualisierungen und Sicherheitsupdates durchgeführt. Sicherheitslücken können im Anlassfall schnell mit Patches behoben werden und somit können die TYPO3-Versionen länger verwendet werden. Im Gegensatz dazu gibt es bei WordPress verhältnismäßig viele Updates, die regelmäßig eingespielt werden sollten. Bei WordPress sind Versionssprünge zumeist kein großer Aufwand. Im Verhältnis dazu ist ein Versions-Update bei TYPO3 mit mehr Aufwand verbunden.

TYPO3 WordPress
erste Version 1998 2003
aktuelle Version
 (Stand Juni 2017) 8.7 4.8
Open Source ja ja
Support LTS
 (Long Time Support) regelmäßige Updates
Dokumentation gut sehr gut

Benutzerverwaltung

Das Rechtesystem von TYPO3 ist sehr flexibel. Man kann definieren, welcher Benutzer auf welcher Seite was tun darf und was nicht. So umfangreich und ausgereift ist die Benutzerverwaltung von WordPress nicht. Die WordPress-Benutzerverwaltung kann zwar erweitert werden, dennoch ist es schwierig, Rechte auf Seitenebene zu definieren, beispielsweise, dass Benutzer nur bestimmte Dinge auf vorgegebenen Seiten bearbeiten dürfen.

Ein weiterer Unterschied in der Verwaltung der beiden CMS sind die Benutzerbereiche. In WordPress gibt es für alle Benutzer – Frontend & Backend – nur einen Bereich. Man kann den Usern zwar unterschiedliche Rollen geben, trotzdem können sich alle im Frontend und Backend der Seite einloggen (es sein denn, man verhindert dies mit Plugins oder selbstgeschriebenem Code). Die Trennung von Frontend und Backend Login ist bei TYPO3 strikter. Hier können viele Benutzerbereiche angelegt werden, die voneinander unabhängig sind und auch nur für einzelne Dinge verwendet werden können.

Nehmen wir als Beispiel eine große Firmenwebsite: Ich möchte, dass Redakteure die Inhalte der Webseite verwalten können, aber auch einen Bereich wo sich Mitarbeiter einloggen können, um firmeninterne Inhalte angezeigt zu bekommen. Außerdem möchte ich, dass eingeloggte Kunden Produkte auf der Webseite kaufen können. Bei diesem Beispiel gibt es einen Backend-Loginbereich (Redakteure) und zwei Frontend-Bereiche (Mitarbeiter und Kunden). In TYPO3 wären die drei Benutzerbereiche getrennt (die Benutzer können sich nur in dem Bereich einloggen, in dem sie registriert sind) – in WordPress müsste man unterschiedliche Rollen definieren.

Gibt es also mehrere Rollen und einen Frontend-Login auf der Webseite ist TYPO3 die erste Wahl. Sollen nur wenige Redakteure die Inhalte auf der Webseite im Backend verwalten und das komplexe Rechtesystem von TYPO3 nicht benötigt werden, ist zu überlegen, WordPress einzusetzen.

TYPO3 WordPress
Benutzerverwaltung Backend für komplexe Benutzerverwaltung geeignet (Benutzergruppen + Untergruppen mit unterschiedlichen Rechten) flachere Benutzerstruktur (Admin, Redakteur, Autor, Mitarbeiter)
Benutzerverwaltung Frontend für komplexe Benutzerverwaltung auf der Webseite geeignet eignet sich weniger für
 Frontend-Logins, mit Anpassungen aber möglich

Verbreitung & Sicherheit

Laut Statista hat WordPress einen Marktanteil von 58,9 % und TYPO3 lediglich 1,4 % (Stand April 2017). Als meistgenutztes CMS im Web ist WordPress als Angriffsziel für Hacker „attraktiver“ als TYPO3. Das merkt man auch an den vielen Login-Versuchen von Bot-Netzwerken auf WordPress-Installationen. Diese kommen gelegentlich auch bei TYPO3 vor – jedoch in viel geringerer Anzahl. Um WordPress so sicher wie möglich zu machen, sind einige Konfigurationen notwendig, die bei TYPO3 bereits berücksichtigt werden. Es sollten aber grundsätzlich in jedem Fall bei beiden CMS zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden.

TYPO3 WordPress
Marktanteile (laut Statista) 1,4 % 58,9 %
Sicherheit wird in der Konfiguration schon viel mitgeliefert einige zusätzliche Konfigurationen notwenig

Erweiterbarkeit, Struktur und Redaktion der Inhalte

Beide CMS-Systeme können mit Extensions/Plugins erweitert werden, wobei die Installation von Plugins in WordPress schneller und einfacher ist. Auch gibt es für WordPress viel mehr Plugins als Extensions für TYPO3. Für beide CMS-Systeme gilt zu überprüfen, ob Erweiterungen aus seriösen Entwickler-Quellen stammen. Sie sollten aus Sicherheitsgründen auch immer auf dem neuesten Stand sein.

Bei TYPO3 werden die Inhalte auf Seiten und Unterseiten mittels unterschiedlicher Elemente (Texte, Bilder, Plugins) zusammengebaut, während im Gegensatz dazu die Inhalte einer Seite bei WordPress in einem Rich Text Editor eingefügt werden. Es gibt sogenannte „Page-Builder“ für WordPress mit denen Seiten auch mit unterschiedlichen Elementen befüllt werden können. Grundsätzlich werden Seiten in TYPO3 als Baum abgebildet, bei WordPress gibt es vom System aus Seiten und Beiträge mit Kategorien und Tags.

Typo3 Interface - Alle Seiten in einer Baumstruktur
Typo3 Interface
Wordpress Interface - Alle Seiten in einer Liste
WordPress Interface

Die Einschulung von Redakteuren bei WordPress ist nicht so aufwändig, da die Bedienung intuitiv ist. Im Gegensatz dazu ist TYPO3 schwerer zu erlernen. Bei komplexeren Inhalten sind meiner Meinung nach die Inhalte in TYPO3 besser strukturiert als bei WordPress, in diesem Fall ist die Bedienung von TYPO3 für den Redakteur einfacher.

TYPO3 WordPress
Struktur der Inhalte Baumstruktur Seiten, Beiträge, Kategorien
Erweiterbarkeit Extensions Plugins
Verwaltung von Inhalten komplex, benötigt Erfahrung intuitiv, kleinere Lernkurve

Multi-Site und Multi-Language

Multi-Site bedeutet, dass mehrere Webseiten in einer CMS-Installation verwaltet werden, die auch unterschiedliche Domains haben können. In TYPO3 ist diese Funktionalität vom System schon eingebaut; WordPress muss dafür eigens aufgesetzt werden. Sollte eine Installation mehrere Webseiten beinhalten, ist eindeutig TYPO3 zu empfehlen.

Anders verhält es sich mit Multi-Language, also der Mehrsprachigkeit einer Webseite. Die entsprechende Funktionalität ist in TYPO3 bereits vorhanden. Aber auch WordPress kann mittels eines Plugins schnell erweitert werden.

Hier stellt sich die Frage, welche Anforderungen an die Webseite gestellt werden: Gibt es mehrere Domains mit unterschiedlichen Sprachen oder gibt es andere Funktionalitäten, die in TYPO3 besser umgesetzt sind, wäre TYPO3 die bevorzugte Wahl. Ist die Seite ansonsten nicht komplex oder hat sie nur wenige Funktionalitäten, so kann WordPress eingesetzt werden.

TYPO3 WordPress
Multi-Site (mehrere Webseiten in einem CMS) ja mit zusätzlichen
 Einstellungen möglich
Mehrsprachigkeit ja mit Plugin möglich

Fazit

Beide CMS-Systeme eignen sich aufgrund ihrer Eigenschaften für unterschiedliche Projekte und Anforderungen. Für kleine Webseiten (z.B. Webseiten ohne komplexe Funktionalitäten oder Blogs) eignet sich WordPress besser, für umfangreichere Webseiten mit vielen Funktionalitäten, mehreren Sprachen und Benutzerrollen ist TYPO3 besser geeignet.

TYPO3 WordPress
Geeignet für: für umfangreiche Webseiten mit viele Funktionen für kleine/mittelgroße oder inhaltsorientierte Webseiten

Neos CMS – eine gute Alternative?

Das Projekt TYPO3 Neos wurde 2006 gestartet – 2013 stand die erste Version zum Download bereit. Seit 2015 wird Neos unabhängig von TYPO3 weiterentwickelt und mit der neuesten Version 3.0 wurde die vollständige Trennung aus dem TYPO3-PHP-Namenraum geschafft. Ich wurde zuletzt durch einen Vortrag von David Spiola auf dem Webclerks Meetup erneut auf Neos aufmerksam.

In der TYPO3-Welt habe ich zwar immer wieder etwas von Neos gehört und gelesen, jedoch hatte ich nicht den Eindruck, dass es ausgereift genug war. David hat aber gezeigt, dass es mit den beliebtesten CMS-Systemen mithalten kann und noch dazu für Redakteure viel einfacher zu bedienen ist. Der Grundgedanke bei Neos war immer, dass ein Benutzer die Inhalte mittels einer Live-Ansicht bearbeiten kann – das Backend sieht aus wie das Frontend, man kann die Texte und Bilder direkt bearbeiten.

Neos basiert auf dem PHP Framework Flow, welches ebenfalls aus der TYPO3-Community stammt und verwendet die Fluid Template-Engine, die seit TYPO3 4.5 verwendet werden kann. In unseren neuen Projekten setzen wir diese auch bei TYPO3 ein. Weiters kommt bei TYPO3 die Konfigurationssprache TypoScript zum Einsatz. In Neos wurde die Sprache weiterentwickelt und von TypoScript 2 kürzlich in Fusion umbenannt. Der Umstieg auf das Neos CMS könnte also für uns TYPO3-Erfahrene weniger aufwändig sein.

Der erste Eindruck ist vielversprechend. Es bleibt spannend – wir bleiben dran!

Neos Interface - Auch hier sind die Seiten in einer Baumstruktur wie Typo3, Inhalte können aber direkt bearbeitet werden.
Neos Interface

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Was bringt unser internationales Netzwerk dem Kunden?

Es war einmal ein mittelständisches Unternehmen, sagen wir zum Beispiel eine Kommunikations-Agentur in einem nicht allzu großen Land. Das Team werkte brav vor sich hin, und weil die Ambitionen nicht zu groß waren, ging es auch eine Zeit lang gut. Dann kamen die ersten Herausforderungen mit Kunden, Mitarbeitern und neuen Themen, auf die man in der Agentur einfach nicht vorbereitet war. Man wusste auch nicht genau, wen man denn fragen könnte. Trends wurden verschlafen, Chancen verpasst, intelligente neue Ideen einfach nicht wahrgenommen. Die Kunden bemerkten das natürlich, weil die Agentur immer weniger agil, schlagkräftig und innovativ war. Kurz vor der Schließung überlegte der Eigentümer noch, dass er vielleicht doch sein Englisch hätte aufpolieren sollen, um sich in der globalen Branche etwas umhören zu können…

Jetzt ist wohl klar, warum asoluto seit Anfang Mai stolzes Mitglied im Agenturennetzwerk PRGN ist. Das bringt uns viel, und davon profitieren auch unsere Kunden. Denn im Austausch mit Kollegen aus den USA, Südafrika, Singapur oder Deutschland diskutieren wir,…

  • …wie wir mit aktuellen Trends in der Medienlandschaft erfolgreich umgehen: Best practice-Beispiele aus anderen Ländern bringen auch uns neue Ideen für unsere Kunden, weil wir sie natürlich maßgeschneidert auf unseren Markt umlegen können
  • …wie sich Veränderungen bei den Konsumenten und ihrer Mediennutzung auswirken: So können wir unseren Kunden das vorschlagen, was sich anderswo bewährt hat, und zugleich solche Veränderungen nicht im Nachhinein erfahren, sondern sozusagen das Ohr an der Quelle halten – denn viele Kommunikations-Trends kommen nun einmal aus den USA oder dem europäischen Ausland zu uns
  • …wie wir asoluto als Agentur und Unternehmen noch schlagkräftiger und nachhaltiger strukturieren und aufbauen können. Umgekehrt sind viele Partner im Ausland von unsere Zertifizierung mit dem PR-Gütesiegel beeindruckt – hier ist Österreich durchaus Trendsetter.
  • …wie Anliegen unserer Kunden im Ausland umgesetzt werden können: Von der simplen Presseaussendung, die in Chile an ganz bestimmte Medien verteilt werden soll (wie viele Journalisten in Chile kennen Sie eigentlich persönlich?) bis zu cross-country-Kampagnen in zehn Ländern, wie sie asoluto für Kunden steuert
  • …wie wir binnen Stunden als österreichische Agentur weltweit agieren können – nämlich durch unsere Partner. Denn immer mehr kann man nicht einfach von Wien aus erledigen: Ein kritisches Facebook-Posting eines Users in Los Angeles entgegnen? Ein Interview mit einem passenden Fachjournalisten in Dubai organisieren? Eine Marktrecherche in Schweden organisieren? Kein Problem, wenn man überall bewährte Partner hat, denen man vertrauen kann.

Der Nutzen ist vielfältig, und das Investment in das Netzwerk lohnt sich für uns und unsere Kunden. Wenn Sie ein grenzüberschreitendes Anliegen haben: Her damit! Wir und unsere Partner weltweit kümmern uns gerne darum!

Blogger Relations – Beziehungspflege auf Augenhöhe

Blogger, Vlogger, Instagrammer: Eine neue Generation Meinungsmacher erobert gerade das Netz. Auch immer mehr Unternehmen lassen sich von dieser „Influencer-Welle“ anstecken. Sie eröffnen sich damit eine neue Möglichkeit der Zielgruppenansprache und einen authentischen Kommunikationskanal am Puls der Zeit.

asoluto kooperiert seit dem Frühjahr 2017 mit so so social, einem jungen Team aus Bloggerinnen und Blogger Relations Spezialistinnen, mit dem bereits erste gemeinsame Projekte umgesetzt werden. Stabile, vertrauensvolle Beziehungen zu Influencern werden oft über Jahre hinweg aufgebaut. asoluto hat sich deshalb dafür entschieden, diese Disziplin gemeinsam mit einem externen Partner aufzubauen und setzt mit so so social auf erfahrene Expertinnen, die bereits gut in der österreichischen Blogger-Szene vernetzt sind. Und weil hinter Blogger Relations viel mehr steckt als der plumpe Versuch, einer jugendlichen Zielgruppe Produkte aufzuschwatzen und wir großen Wert auf Transparenz und Ethik in der digitalen Kommunikation legen, beschäftige ich mich in diesem Beitrag mit einigen ganz grundsätzlichen Überlegungen. Außerdem habe ich mit Alina Heiner gesprochen, einer der drei Gründerinnen von so so social.

Worum geht’s?

Wie der Name schon sagt, geht es bei Blogger Relations um Beziehungen und deren Pflege. Konkret um den unternehmensseitigen Aufbau von Kooperationen mit Bloggern. Seriöse Blogger legen großen Wert auf Authentizität, um ihre Leserschaft nicht zu vergraulen. Sie bespielen in der Regel nur ein genau abgestecktes Themenfeld wie Ernährung, Reisen oder Mode und werfen ihren guten Namen und ihre Reputation nicht einfach über Bord, nur weil sie ein Produkt gratis testen dürfen. Deshalb sollten Unternehmen niemals den Fehler begehen, vorgefertigte Anfragen und PR-Samples an einen generischen Blogger-Verteiler auszuschicken. Vor allem nicht in der Erwartung, dass Blogger ihr Produkt vor lauter Dankbarkeit einfach so in den Himmel loben werden. Es ist viel sinnvoller, nur ausgewählte Blogger persönlich (!) anzusprechen, die ihren Lesern mit dem geplanten Beitrag einen echten Mehrwert bieten können. Es gilt, gemeinsam und auf Augenhöhe, ein authentisches Format für die Botschaft zu wählen und zu akzeptieren, dass Blogger auch Nein sagen dürfen (und sollen), wenn es gute Gründe gibt, die gegen eine Zusammenarbeit sprechen. Zum Beispiel wird sich eine Technik-Bloggerin schwer tun, ein authentisches Format zu finden, mit dem sie ihre Leser für eine High Fashion Sneaker-Kollektion begeistern kann – oder ein Foodblogger ablehnen, seinen Leserinnen von eurem neuen Parfum vorzuschwärmen. Die Sache sieht natürlich ganz anders aus, wenn die Sneakers aus dem 3D-Drucker kommen, oder wenn… Stopp, bevor ich hier endgültig abschweife, noch eine wichtige Botschaft:

Die Auswahl geeigneter Blogger wird in Zeiten gekaufter Follower, Instagrambots und Co. immer mehr zum Drahtseilakt. Es ist nicht immer auf einen Blick erkennbar, ob das Gegenüber mit offenen Karten spielt. Und auch mit der Kennzeichnung nehmen es manche Blogger (und Unternehmen) leider nicht immer ganz genau. Und das, obwohl es loyale Leser zu schätzen wissen, wenn offen und ehrlich kommuniziert wird, dass für einen Beitrag bezahlt oder ein Produkt kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Gerade diese Authentizität hilft Bloggern, eine treue Leserschaft aufzubauen und zu erhalten. Leser interessieren sich nicht weniger für einen Beitrag, nur weil er gesponsert wurde. Ganz im Gegenteil, sie wissen, dass seriöse Blogger ihren Namen nicht für jedes x-beliebige Produkt hergeben, sondern gezielt auswählen, welchen Firmen sie auf ihrem Blog eine Bühne bieten. Immerhin steht bei jeder Kooperation auch ihre eigene Glaubwürdigkeit auf dem Spiel.

Also Finger weg von Bloggern, die euch das Blaue vom Himmel versprechen und ohne Wenn und Aber schreiben, was ihr von ihnen verlangt – heraus kommen im schlimmsten Fall Werbetexte, die weder authentisch sind, noch zur thematischen Linie des Blogs passen. Der Nutzen, den beide Seiten aus einer solchen Kooperationen ziehen, ist gleich Null. Und genau deshalb lohnt es sich, Experten zu Rate zu ziehen, bevor man sich an Blogger Relations heranwagt – Spezialisten, die einen von Anfang an, ab der Auswahl und Ansprache der geeigneten Bloggerinnen und Blogger, beraten und unterstützen.

Nachgefragt bei so so social…

Alina Heiner, Julia Fodor und Sophie Forster haben 2016 gemeinsam die Agenturgemeinschaft so so social gegründet, die schwerpunktmäßig Blogger Relations anbietet. Julia und Sophie sind beide selbst erfolgreiche Bloggerinnen und wissen daher aus erster Hand, wie der Beziehungsaufbau mit Influencern gelingt. Alina hat schon während ihres Studiums namhafte Blogger im gesamten deutschsprachigen Raum betreut und kümmert sich nach wie vor um deren Kooperationsmanagement.

Welche konkreten Vorteile siehst Du für Unternehmen, die in Blogger Relations investieren?

Unternehmen können ihre Zielgruppe viel genauer erreichen. Blogger haben nicht nur genaue Aufstellungen über ihre Leserschaft (Alter, Stadt, …) sondern auch eine sehr loyale Beziehung zu ihren LeserInnen. Dadurch lässt sich ein Produkt viel gezielter vermarkten. Außerdem ist der Streuverlust geringer als bei klassischer Werbung. Kostengünstiger ist es ebenso.

Für welche Produkte und Dienstleistungen eignet sich die Zusammenarbeit mit Bloggern besonders?

Produkte im Lifestylesektor lassen sich immer gut einbauen. Allerdings kommt es auch auf den Blogger an. Es gibt auch Tech-Blogger, die mit vielen Lifestyleprodukten nichts anfangen können. Wichtig ist weniger das Produkt an sich, sondern der Blogger, der es vermarktet.

Und welche Zielgruppe erreichen Unternehmen über Blogs? Sind dort wirklich nur die ganz Jungen unterwegs?

Natürlich sind Blogs ein relativ junges Medium und werden häufig von einer jungen Zielgruppe gelesen. Allerdings stimmt es mittlerweile nicht mehr, dass nur junge Leute Blogs lesen. Mamablogs richten sich, ebenso wie viele Tech- oder Reiseblogs auch an ein älteres Publikum.

Du hast ja auch einige Zeit in Deutschland gearbeitet, wie siehst Du das im Vergleich – sollten die österreichischen Unternehmen mutiger sein, was Blogger Relations betrifft?

Absolut. Österreich hinkt da im Vergleich zu Deutschland hinterher. In Deutschland haben Unternehmen die Notwendigkeit von Blogger Relations erkannt und sind auch bereit, Geld zu investieren. Sie verstehen, dass es auch nicht immer in erster Linie um Verkauf, sondern auch um Markenbildung geht – da hat Österreich Nachholbedarf.

Woran erkennen die Leser, dass ein Beitrag von einem Unternehmen gesponsert wurde?

Auf Instagram wird ein bezahlter Beitrag oftmals mit #ad gekennzeichnet, ebenso wie #sponsored. Am Blog sind Bezeichnungen wie „in Kooperation mit“, „Unterstützt durch“ oder „In freundlicher Zusammenarbeit mit“ üblich. In Deutschland müsste aber, strenggenommen, „Anzeige“ schon am Anfang des Posts stehen.

Deine beiden Kolleginnen sind selbst erfolgreiche Bloggerinnen, wie profitieren unsere Kunden davon?

Wir wissen, wie Blogger angesprochen werden, welche Informationen nötig sind und wie Blogger sich Zusammenarbeiten vorstellen. Julia und Sophie haben schon mit einigen großen Marken zusammengearbeitet und diese Erfahrung kommt Kunden, die noch nicht oder kaum in diesem Bereich gearbeitet haben, auf jeden Fall zu Gute.

Und welche Blogs liest Du eigentlich persönlich? Hast du einen Lieblings-Blogger, eine Lieblings-Bloggerin?

Ich würde lügen, wenn ich sage, dass meine Mädls nicht ganz oben auf der Liste stehen. Neben Julias und Sophies Blog lese ich aber auch gerne die Blogs von Vicky (Bikinis and Passports), Kathi (Ketch’em Bunnies) oder Nina (You Rock my Life).

asoluto und so so social für AEG

Jack Russel Terrier Paul ist zuckersüß… und ziemlich haarig. Das hat seiner Besitzerin, Bloggerin Denise, schon viele Nerven gekostet. Umso mehr hat sie sich gefreut, als ihr unser Kunde AEG angeboten hat, einen Staubsauger zu testen, der sich genau diesem Problem annimmt. Der kabellose CX7-45ANI ist mit einem integrierten Handstaubsauger und einer Spezialbürste zum Absaugen von Polstermöbeln ausgestattet, er wurde speziell für Tierbesitzer und Allergiker entwickelt. Eigentlich kein klassisches Lifestyle-Blogthema, aber die Leserinnen und Leser von „over the top“ lieben Geschichten aus dem Leben von Paul und freuen sich über praktikable, authentische Alltagstipps…

Handstaubsauger und Hund beim Putzen

© Denise Steiner

Handstaubsauger und Hund

© Denise Steiner

Die Rahmenbedingungen der Kooperation wurden von asoluto mit so so social vereinbart und abgewickelt – angefangen vom Erstellen einer Liste potenzieller Bloggerinnen, die eine authentische Geschichte über den Staubsauger erzählen können, über die Anfrage und die Definition des Leistungsumfanges bis zur gemeinsamen Entwicklung der Story.

In diesem Fall wurde zum Blog auch ein Social Media Package gebucht, das Postings auf Facebook, Instagram und Twitter beinhaltete, die als bezahlte Kooperation gekennzeichnet wurden. Der Erfahrungsbericht „Perfect Match: Paul und AEG“ wurde bereits in der ersten Woche 880 mal aufgerufen und der begleitende Instagram Beitrag von mehr als 1.000 Personen geliked. Außerdem konnte AEG die Reichweite zusätzlich steigern, indem der Beitrag auf der eigenen Facebookseite geteilt und in das firmeneigene Testerportal integiert wurde.

Screenshot Instagram

4GAMECHANGER Festival 2017

Von 22. – 25.04. fand das 4GAMECHANGER Festival statt, welches vor allem die Gamechanger der Digitalisierung in den Mittelpunkt stellte und ich durfte am Tag 4 mit dabei sein.

Social Media gibt allen eine Stimme

Gleich zu Beginn sprach Randi Zuckerberg (Schwester des Facebook-Gründers, die von Beginn bis 2011 im Marketing von Facebook tätig war) über die Mentalität und Zusammenarbeit bei Facebook. So wurden monatliche Hackathons veranstaltet an denen die Mitarbeiter an Projekten, die sie persönlich interessieren, arbeiten können – egal welchen Sinn die Projekte verfolgten. Dadurch haben sich die Mitarbeiter selbst wie Start-Up-Gründer gefühlt und einige dieser Projekte sind heutige Funktionen bei Facebook. Sie ist auch der Meinung, dass die Vorteile von Social Media auch deren Nachteile sind. Jeder bekommt eine Stimme.

In den folgenden Diskussionen über den Einfluss von Social Media auf Wahlen und Fake-News findet Ingrid Brodnig (Journalistin und Autorin) klare Worte. Sie ist der Meinung wer Facebook als Medium bezeichnet, macht es viel kleiner als es ist und warum sich gerade Falsch-Meldungen so schnell verbreiten liegt daran, dass Themen die Emotionen auslösen mehr Interaktion generieren und sich schneller verbreiten. Laute Stimmen bekommen dadurch mehr Gewicht. Für Veit Dengler (CEO der NZZ-Mediengruppe) geht es auch darum, wie wir mit Social Media umgehen, anstatt Facebook oder einen Algorithmus als Feind zu sehen. Randi Zuckerberg findet auch das Fake-News einfach kein Geld bzw. keine Finanzierung mehr bekommen dürfen.

Technologie vs. Mensch

Gerd Leonhard, Autor von Technology vs. Humanity sprach in seiner gleichnamigen Keynote über die Möglichkeiten unserer digitalen Zukunft. Er bezeichnet das Smartphone als externes Gehirn und stellt die Frage, ob wir nicht in Zukunft nur noch auf dem Sofa sitzen und uns alles liefern lassen (Sofalarity statt Singularity). Er sagt Technologie sei moralisch neutral, bis wir sie anwenden. In Zukunft kann Sie gefährlicher sein als nukleare Waffen.

Der ersten weltweit anerkannten Cyborg Neil Harbisson erzählte von seinen Erfahrungen Farben hören zu können und wie fasziniert er von der Idee ist den Körper mit Technologie zu erweitern. Im Zuge der anschließenden Diskussion bezeichnete er Technologie als Teil der Evolution – ebenso wie der menschlichen Entwicklung von Bakterien zum aufrecht gehenden Menschen. Für ihn bedeutet es Freiheit den Körper so zu gestalten, wie man möchte. Gerd Leonhard stellte daraufhin die Frage in den Raum, ob dieses Vorgehen nicht unmenschlich macht. Das Menschen in Zukunft dann „upgegraded“ oder perfektioniert werden müssen, zum Beispiel schon als Kind.

Die Zukunft der Digitalisierung

Am Nachmittag ging es spannend mit der Diskussion über Artificial Intelligence weiter, bei der eigentlich mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet wurden. Ein großes Thema sind Ethik-Entscheidungen durch Maschinen – wird es solche geben können? Oder sind die Menschen, die die Maschine entwickelt haben dann in einem ethischen Dilemma? Wir werden jedenfalls gravierende Unterschiede in den nächsten 5-10 Jahren wahrnehmen können. So sollen laut Hermann Hauser (Ingenieur, Computer- und Risikokapital-Unternehmer) große Automarken vom Markt verschwunden sein und stattdessen selbstfahrende Autos verfügbar sein. Er prognostiziert auch, dass 2020 die künstliche Intelligenz der des Menschen überlegen sein soll?!

Bei der anschließenden Diskussion darüber, welche Jobs die Digitalisierung mit sich bringt und welche Jobs wegfallen sind die Antworten schon konkreter: Alric Ofenheimer von der Rechtsanwaltskanzlei Eisenberger & Herzog ist der Meinung, dass Datensammlungs- und Recherchearbeiten in seiner Branche weitestgehend wegfallen werden. Berufsanfänger werden dann höher einsteigen. Dadurch sind dann Bildungseinrichtungen gefordert. Muna Duzdar (Staatssekretärin für Diversität, Öffentlichen Dienst und Digitalisierung) betont wie wichtig es ist den Menschen die Angst zu nehmen die Digitalisierung als Bedrohung zu sehen. Alle beteiligten sind sich einig, dass es wichtig ist schon früh mit der Ausbildung im digitalen Bereich zu beginnen. Muna Duzdar macht aber deutlich, dass es in dieser Ausbildung nicht darum geht ein Tablet oder Smartphone in der Schule zu haben, sondern um den richtigen Umgang mit diesen Medien – also Medienkompetenz.

Neben all den spannenden Vorträgen und Diskussionen gab es auch die Möglichkeit selbst einige Technologien auszuprobieren, beispielsweise eine VR-Brille mit Simulation oder eine 3D-Aufnahme von einem selbst:

Die Gamechanger des Jahres

Die Abschlussdiskussion hatte den Schwerpunkt „Digital Inclusion“, wo unter anderem auch Projekte von Hikmet Ersek (Western Union) und Forest Whitaker zur Flüchtlingshilfe vorgestellt wurden. Diskutiert wurde dann vorwiegend über die Flüchtlingsthematik der letzten zwei Jahre.

Das große Finale war schließlich die Award Show, bei der Preise in verschiedenen Kategorien verliehen wurden. Das Highlight war hier sicher der Preis für den „4GAMGECHANGER“ des Jahres 2017. Dieser wurde von Bundespräsident Alexander Van der Bellen an Forest Whitaker überreicht.

Nach einem spannenden Tag mit vielen Zukunftsprognosen und neuen Ideen wird deutlich, dass der Einfluss von Social Media bzw. der Digitalisierung auf Gesellschaft und Politik uns noch vor große Herausforderungen stellen und viel Diskussion erfordern wird.

Instagram Bots: der gekaufte Ruhm

Influencer Marketing ist ein Begriff, der vielen bereits bekannt ist. Oft wird in diesem Zusammenhang ebenso von Blogger Relations gesprochen, der Beziehungsaufbau zu BloggerInnen nimmt daher eine immer wichtigere Rolle ein. In Österreich arbeitet bereits eine Vielzahl an Unternehmen mit InstagramerInnen in der Hoffnung, dass die Verkaufszahlen durch die Bewerbung ihrer Produkte oder Dienstleistungen auf Blogs und Social Media Seiten von InfluencerInnen steigen. So weit, so gut – wären da nicht diese Instagram Bots. Doch was genau verursachen sie? Warum werden sie vermehrt eingesetzt? Und worauf sollten Unternehmen und Agenturen achten?

Instagram als Job – wie genau funktioniert das?

Bevor ich auf diese Fragen näher eingehe, möchte ich kurz skizzieren, wie InstagramerInnen arbeiten und wie eine Influencer Marketing Kampagne zustande kommt. Viele junge InstagramerInnen geben an, in dieses Feld hineingerutscht zu sein, ohne viel darüber nachgedacht zu haben. Ein Hobby ist oft der Beginn einer solchen Karriere – sei es Fotografie, die Liebe zur Mode oder der Wunsch etwas zu verändern. Wenn der Instagram Account auf positive Resonanz stößt, kommt das Ganze ins Rollen. Fotos und Geschichten werden von immer mehr Followern geliked und kommentiert und von einer stets wachsenden Community mitverfolgt. Diese große Zahl an Follower ermöglicht es ihnen Geld damit zu verdienen.

Da kommt auch schon das Unternehmen ins Spiel. Wenn eine Marke eine Kampagne startet, sucht sie MeinungsbildnerInnen (engl. Influencer), die ihre Produkte authentisch auf ihrem Kanal vermarkten. Beispielsweise hat „Österreich Werbung“ letzten Herbst eine Influencer-Kampagne gestartet. Gemeinsam mit einer Agentur wurden im Rahmen der „Immer mittendrin“ Kampagne sechs internationale InfluencerInnen engagiert, die zusammen 1 Million Menschen auf Instagram erreichen. Das erforderliche Budget für den Einsatz von InfluencerInnen variiert. Die Kosten setzen sich aus Reichweite, Engagement Rate und Qualität zusammen. In Wien gibt es die Community igersvienna, die sich als Interessensgemeinschaft für lokale InstagramerInnen versteht. Das ist eine gute Anlaufstelle, wenn man in der Kampagnengestaltung Input zu InfluencerInnen benötigt. Bei der Kampagne von „Österreich Werbung“ wurden Insta-Trips in Wien, Graz, Linz und Salzburg organisiert, und die InfluencerInnen teilten ihre Eindrücke auf ihren Instagram-Profilen mit dem Hashtag #feelaustria. Die Kampagne erzielte gute Ergebnisse – die 46 Postings der ausgewählten InfluencerInnen lösten über 120.000 organische Interaktionen innerhalb der Zielgruppe auf Instagram aus, es wurden 5,5 Millionen Menschen in den vier internationalen Märkten erreicht und der Fanzuwachs stieg in dem sechswöchigen Kampagnenzeitraum um 10.000 User.

Die gesponserten Posts, die im Laufe einer solchen Kampagne online gestellt werden, werden von seriösen BloggerInnen und InfluencerInnen transparent als bezahlte Kooperationen erkennbar gemacht indem sie als gesponsert gekennzeichnet werden, etwa mit den Hashtags „#sponsored“, „#ad“, „#prsample“ oder mit Hinweisen wie „Anzeige“ oder „bezahlte Kooperation“.

Beispiel sponsored post

Dieses Beispiel ist eines von vielen, das für Influencer Marketing spricht. Was passiert aber, wenn nicht mit offenen Karten gespielt wird?

Instagram Bots und andere Tricks

Die Pflege eines Instagram-Accounts ist mit viel Arbeit verbunden. Es gilt neben der Produktion von gutem und authentischem Content auch anderen Accounts zu folgen, ihre Fotos zu liken und zu kommentieren. Die Interaktion steht hierbei im Mittelpunkt. Nur was passiert, wenn vermehrt Menschen schnelles Geld mit Instagram verdienen möchten, aber keine Lust haben die nötige Zeit darin zu investieren? Genau, sie schummeln. Da kommen Instagram Bots ins Spiel. Der Begriff „Bot“ hat seinen Ursprung im Englischen Wort „Roboter“ und man versteht darunter ein Computerprogramm, das automatisch wiederholende Aufgaben ausführt. In sozialen Netzwerken simulieren Bots menschliche Verhaltensmuster – beispielsweise folgen sie Accounts, liken und kommentieren Posts und blenden somit andere User. Diejenigen, die nur wenig Zeit in die Pflege ihres Instagram-Accounts stecken möchten, greifen gerne darauf zurück. Mal abgesehen davon, dass es sich dabei um Betrug handelt, ist die ganze Authentizität der InstagramerInnen mit einem Schlag weg. Neben den User werden auch die AuftraggeberInnen hinters Licht geführt.

Instagram Bots, die gerade breit diskutiert werden, sind nicht die einzigen Maßnahmen auf die InstagramerInnen zurückgreifen, um ihren Instagram-Account größer dastehen zu lassen als er ist. Um ein paar Beispiele zu nennen:

  • Lb, cb, first und row Kommentare, Like4Like und Follow4Follow

Diese Methode wurde im Sommer 2016 bereits in diesem Artikel beschrieben. Dabei geht es darum, bei großen Accounts – beispielsweise von den Kardashian Schwestern – folgende Kommentare unter einem Post zu hinterlassen: „Lb“, „first“ und „row“. „Lb“ steht für like back, „cb“ steht für comment back, „first“ für die Bitte das erste Foto zu liken und „row“ für die Bitte die Fotos der ersten Reihe zu liken. Ich habe es versucht, weil ich es zuerst nicht glauben konnte, und es funktioniert wirklich. Dabei geht es nicht um den Inhalt und die Qualität der Posts, sondern um das schnelle Generieren von Reichweite. Der Instagram Algorithmus zeigt seit 2016 Inhalte nicht mehr chronologisch an, sondern filtert nach Relevanz, somit werden Inhalte mit vielen Kommentaren und Likes als relevanter eingestuft, weil diese mehr Interaktion bewirken.

Um die Relevanz eines Instagram-Account zu erhöhen, greifen einige InstagramerInnen zu Apps. „Like4Like“ und „Follow4Follow“ ermöglichen es, sich ein Guthaben an Likes und Followern zu kaufen, das man auf seinem Account verwenden kann. Andere BesitzerInnen dieser App werden darüber informiert, und in den ersten Stunden bekommt ein Bild ca. 200-300 Likes. Nach einer Pause erreicht das Bild im Laufe des Tages ca. 1.300 Likes oder mehr ohne, dass die Likers und Followers sich mit dem Content auseinandergesetzt haben.

  • Instagram Pods

InstagramerInnen, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen, gründen Gruppen in denen sie ihren aktuellsten Beitrag mit anderen teilen, jedes Gruppenmitglied wird sofort verständigt und jeder kommentiert und liked diesen Beitrag. Dieses Prinzip nennt sich „Instagram Pods“ und ermöglicht es den InstagramerInnen das Engagement ihres Beitrags direkt nach der Veröffentlichung zu pushen.

  • Follow/Unfollow

Dabei handelt es sich um eine einfache Methode die Followerzahlen zu steigern. Hierbei folgt man vielen Accounts in der Hoffnung, dass diese Accounts einem ebenso folgen und nach kurzer Zeit entfolgt man diejenigen, die einem den Gefallen nicht erweisen. Nach einem etwas längeren Zeitraum entfolgt man schließlich allen Accounts, denen man zu Beginn gefolgt ist. Bei dieser Taktik kommen Bots verstärkt zum Einsatz, weil es somit möglich ist, das im großen Stil zu machen. Du kannst es bei Deinem eigenen Instagram-Account leicht nachvollziehen, wenn Du siehst, dass innerhalb von einigen Tagen Deine Followerzahlen drastisch steigen oder sinken. Ein anderes Indiz ist es, wenn Dir jemand folgt, aber kein Post von dir liked oder kommentiert. Mit großer Sicherheit ist diese Accountbesitzerin oder dieser Accountbesitzer nicht an Deinen Inhalten interessiert, sondern lediglich an Deinem Klick auf ihrem oder seinem „Follow“ Button.

  • Follower kaufen

Oft wird mir unter meinen Fotos mit folgendem Kommentar angeboten Follower zu kaufen: „Hey! Do you want more followers. Check out our page“. Es gibt viele Angebote im Web, um schnell an neue Follower zu kommen. Eine kurze Google Suche zeigt, dass es sich um eine beliebte Suchanfrage handelt.

Google Suche nach 'Instagram followers' mit den Ergebnissen '... kaufen', '...free', und '...hack'

Die Preise variieren, aber bei diesem Anbieter (siehe Screenshot) kosten 10.000 Follower knapp 75 Euro. Dabei geht es nur noch um das Geschäft, und die InstagramerInnen möchten in erster Linie Geld mit ihrem Account verdienen und sind nicht an tatsächlicher Interaktion interessiert. Die Problematik daran ist, dass Kunden Instagram-Accounts unter anderem nach Followerzahlen auswählen und wenn davon ein Großteil gekauft wurde, dann wird – ganz abgesehen vom Vertrauensbruch – die Leistung der Postings stark darunter leiden. Zudem handelt es sich hierbei um einen Teufelskreis:

Eine Anzeige um Follower zu kaufen

Wenn eine Instagramerin, nennen wir sie Susanne P., wenige Follower hat, aber sich die Aufmerksamkeit von Unternehmen wünscht, weil sie in ihrem Freundeskreis sieht, dass man mit Instagram erfolgreich werden kann, wird sie eher dazu tendieren sich Follower zu kaufen. Zudem wird sie womöglich mit Hilfe von Bots ihren Instagram Account „aufpolieren“. Nach einiger Zeit werden Unternehmen auf Susanne P. aufmerksam. Ohne zu wissen, dass von ihren 20.000 Follower 15.0000 gekauft sind, werden sie Susanne P. engagieren. Sie soll drei Bilder mit einem ausgewählten Produkt und den passenden Hashtags auf ihrem Instagram Account hochladen. Der Großteil der Likes, die sie im Zuge dieser Kampagne bekommt wird, wird von Bots automatisch vergeben. Das Problem ist offensichtlich – die Kampagne wird nie die gewünschte Zielgruppe erreichen, sondern nur Bots. Es wäre eine „Bots für Bots“-Kampagne – etwas, das mit einer Influencer Kampagne nichts mehr gemein hat.

Tipps für Agenturen und Unternehmen

Wenn Du eine Influencer Kampagne planst und nicht ausschließlich Bots erreichen möchtest, solltest Du Dich von InstagramerInnen wie Susanne P. fernhalten. Das ist leichter gesagt als getan, weil es nicht einfach ist herauszufinden, wer schummelt und wer ehrlich ist. Am besten Du machst einen Follower-Audit. Sobald Du eine engere Auswahl an fünf InfluencerInnen hast, die Du gerne für Deine Kampagne engagieren möchtest, solltest Du Dir folgende Dinge anschauen:

      • Aktivitätenprotokoll

Das Instagram Activity Tab kannst Du aufrufen, indem Du bei den Benachrichtigungen nach rechts swipst. Dort siehst Du einen Überblick der Aktivitäten jener Personen, denen Du folgst. Am besten Du folgst Deiner engeren Auswahl und verfolgst welchen Content sie liken. Wenn Du siehst, dass sie um 6:00 Uhr in der Früh, um 12:00 Uhr, um 22:00 Uhr, um 2:00 Uhr und um 5:00 Uhr Posts liken, dann kommt Dir das zurecht komisch vor. Neben den Uhrzeiten gilt es auch nach den Inhalten selbst zu urteilen. Wenn Du folgendes siehst: „User folgt jetzt XY und 9 anderen“ und es sich dabei um weniger spannende Accounts mit qualitativ minderwertigen Fotos handelt, kannst Du Dir fast sicher sein, dass Instagram-Bots im Einsatz sind.

Dieses Tool kannst Du für verschiedene Social Media Kanäle heranziehen. Füge in der Leiste den Namen des Instagrammer oder der Instagrammerin ein und klicke auf den zweiten Tab „Detailed Stats“, dann bekommst Du eine detaillierte Analyse der historischen Daten der Accounts. Metriken wie die Anzahl der Follower, die Anzahl der Posts und die Follower Fluktuation können Dir einen guten Überblick über die Person geben. Wenn Du siehst, dass viele Follower in kurzer Zeit dazugekommen sind, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass Follower gekauft wurden. Worauf du diesbezüglich achten solltest, ist die „Suggested User List“, die es vor der Umstellung des Instagram Algorithmus gab. InstagrammerInnen, die auf dieser Liste oben waren, haben in kurzer Zeit viele organische Follower dazubekommen. Zudem gibt es auch Accounts mit starker Reichweite, die einen kleineren Account featuren und somit dessen Anzahl der Follower in kurzer Zeit steigt. Es ist hier also nicht immer eindeutig zu erkennen warum es zu dem Followeranstieg gekommen ist.
Interessanter wird es in der „FOLLOWING“ Spalte (siehe Screenshot). Hier kann man sehen wie vielen Accounts der jeweilige User folgt und wie sich diese Zahl verändert. Bei folgendem Account siehst Du, dass dieser User am 13.03.2017 339 Accounts entfolgt ist und einen Tag später 1022 Accounts gefolgt ist. Das selbe Schema (Follow/Unfollow) kommt mehrmals vor, was sehr verdächtig ist.

Ein Diagram darstellend, wie vielen Accounts eine Person folgt und erfolgt (täglich).

In folgenden Diagrammen siehst Du die insgesamte Followeranzahl des Accounts und im nächsten Diagramm die insgesamte Anzahl der Accounts denen der User folgt. Dieses zickzack Verhalten ist verdächtig und lässt darauf schließen, dass ein Bot verwendet wird, der hunderten Accounts folgt, abwartet bis einige zurückfolgen und diesen daraufhin wieder entfolgt.

Ein Diagram zeigend wieviele Accounts einer Person folgt und wievielten Accounts die Person folgt.
      • Lokale IG Community

All diese Tools sind hilfreich, um sich einen Überblick zu verschaffen. Doch es geht nichts über Deine lokale Instagram Community. Wie so oft ist der direkte Weg am effektivsten. In Wien gibt es die igersvienna, eine Community, die stetig wächst. Wenn Du Input brauchst und ein Gefühl bekommen möchtest, ob die InfluencerInnen, die du für deine Kampagne rausgesucht hast, seriös sind, frag nach! Zudem kannst Du auch BranchenkollegInnen darum bitten Dir Tipps zu geben. Austausch ist in diesem Fall wirklich Gold wert ist.

Quellen:
http://pruegl.at/de/bots-everywhere-on-instagram/
http://www.mobilephotography.de/schummelgram-der-hintergrund-uber-schummler-auf-instagram/

Fake News – und was wir dagegen tun können

Das Schlagwort „Fake News“ ist derzeit aus keiner Diskussion über Politik und die Rolle der Medien wegzudenken. Es wird als Synonym dafür gebraucht, dass man sich auf „die Echtheit und die Richtigkeit von Nachrichten nicht mehr verlassen kann“. Dass „heutzutage eben alles gesteuert wird“, „die Medien von den Mächtigen missbraucht werden“ und „der objektive Journalismus dem Untergang geweiht ist“. Und in den meisten Fällen wird dabei so getan, als wäre dies ein ganz neues Phänomen.

Von Fake Postings bis zu gekauften Berichten

Dabei ist die Problematik keineswegs vor kurzem entstanden: Kein Zweifel, die Postings in Online-Foren und Social Media-Kanälen, die in großem Stil unter falscher Identität abgesetzt werden, um Meinungsbildung und Diskussion in die gewünschte Richtung zu lenken, gibt es erst seit einigen Jahren. Und die AnbieterInnen, die mit diesen scheinbar smarten Geschäftsmodellen mehr oder weniger gutes Geld verdienen, sind noch nicht ewig am Markt. Aber das geschäftsmäßige Hinters-Licht-Führen der MedienkonsumentInnen existiert schon lange. Nicht gekennzeichnete bezahlte Anzeigen, die vorgeben ein durch und durch redaktioneller Bericht zu sein, sind seit Jahrzehnten gelebte Praxis. Auch Reise- oder Produkt-Berichte, die nur erscheinen, weil RedakteurInnen kostenlos in den Genuss der getesteten Reisen oder Produkte kamen, sind für die/den aufmerksamen LeserIn eine Selbstverständlichkeit.
Neu ist vielleicht nur die Breite des Problems. Zunehmend wird nicht auf einzelne Berichte oder Diskussionen, sondern gleich auf ganze Medien Einfluss genommen. Oder es werden gleich eigene Medien von Unternehmen oder Institutionen geschaffen (so genannte owned media). Das ist durchaus ehrenwert und sinnvoll, wenn das Medium als deklariertes KundInnenmagazin oder klar gekennzeichnete Online-Plattform daherkommt. Wenn aber der/die AbsenderIn verschleiert wird und versucht wird, mit einem pseudoobjektiven Auftritt das Vertrauen der LeserInnen zu ergaunern, um hinterrücks die eigentlichen Botschaften zu transportieren, dann zählt auch das zum „Fake News“-Phänomen.

Gezielte Täuschung ist inakzeptabel

All diesen Praktiken ist jedenfalls eines gemeinsam: Der/die AbsenderIn und/oder die Absicht werden nicht offengelegt. Die KommunikatorInnen setzen sich eine Maske auf und versuchen, die RezipientInnen zu täuschen. Diese Täuschungsabsicht ist ethisch inakzeptabel – für ein Unternehmen, für eine Interessensvertretung und auch für eine Person.
Doch wie treten wir dagegen auf? Wir alle entrüsten uns, wenn das Gerücht auftaucht, dass im amerikanischen Wahlkampf mit Fake News die Wahlentscheidung beeinflusst wurde. Wir sind entsetzt, dass mit Social Bots – also Programmen, die menschliche Präsenz simulieren und gezielt das Meinungsklima im Netz beeinflussen – Stimmung gemacht wird. Aber nehmen wir uns doch bei der Nase: Passiert das nicht auch in unserem Umfeld? Sind nicht auch wir manchmal an Täuschungsmanövern beteiligt oder zumindest Zeuge/Zeugin davon? Ist das nicht gekennzeichnete Advertorial ein Kavaliersdelikt oder der Anfang vom Übel?

Jede/r KommunikatorIn ist gefordert

Ich plädiere für eine Kommunikation mit offenem Visier – wo KommunikatorInnen zu ihrem Anliegen stehen und dieses mit überprüfbaren Fakten argumentieren. Und ich glaube daran, dass unser Gegenüber diese Ehrlichkeit spürt und schätzt sowie in Form von Akzeptanz zurückgibt.
Wer übrigens der Meinung ist, diese Haltung bräuchte es nicht, weil sich die UserInnen und LeserInnen ohnehin nicht in die Irre leiten lassen, der täuscht sich. Eine vor kurzem erschienene Studie der renommierten Stanford Graduate School of Education offenbarte, dass ein erschreckend hoher Anteil der Digital Natives bezahlten Content nicht von redaktionellem unterscheiden kann und gefakten Nachrichten auf den Leim geht. Selbst jene Gruppe, der wir hohe Medienkompetenz zugetraut hätten, ist also nicht gefeit.

Der Social Media Redaktionsplan – eine Hassliebe

Wie erstellt man eigentlich einen Social Media Redaktionsplan? Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten, denn beim Redaktionsplan scheiden sich die Geister: Manche Social Media Manager schwören auf einen rigoros geführten Plan, während andere sich gerne ein Maximum an Spontanität bewahren und gänzlich darauf verzichten. Dabei schließen die beiden Meinungen einander eigentlich gar nicht aus. Ein fundierter Plan mit Mut zur Lücke erleichtert die tägliche Arbeit und Dokumentation erheblich. Er schafft Flexibilität wo man sich vorher mühsam von Posting zu Posting gehantelt hat. Ein Hauptargument für den Einsatz eines Content Kalenders ist, dass du damit optimal planen kannst, wie du deinen Content über die verschiedenen Kanäle streust – denn wer verliert schon gerne den Überblick?

Es gibt kein Rezept für den ultimativen Social Media Redaktionsplan. Im Endeffekt muss jeder selbst entscheiden, wie er oder sie das Thema angeht. Und ja, aller Anfang ist schwer. Nimm dir deshalb, gerade wenn es dein erster Redaktionsplan ist, ausreichend Zeit. Glaub mir, du wirst sie brauchen…

Schritt 1: Verleih deinem Redaktionsplan Struktur

Los geht’s, öffne eine Exceltabelle und arbeite dich schrittweise vor. Zunächst gilt es festzulegen, welche Zeilen und Spalten du brauchst – hier ist weniger mehr. Je mehr Spalten du verwendest, desto mehr musst du später laufend befüllen. Halte dich an den Grundsatz: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Je nachdem für welche Kanäle, welchen Zeitintervall und welches Kommunikationsziel du planst, wird deine Tabelle unterschiedlich umfangreich ausfallen. Ein Redaktionsplan ist nichts anderes als ein detaillierter Kalender, in dem Postings die Rolle von Terminen einnehmen. Leg dir für jeden Monat oder jede Kalenderwoche ein neues Registerblatt an und erspar dir damit in Zukunft mühsames Scrollen.

Nicht fehlen dürfen:

  • eine Datumsspalte mit einer Zeile für jeden Tag im Planungsintervall
  • eine Spalte für den ausformulierten Postingtext

Zusätzlich sinnvoll sind Spalten für:

  • das Thema/die Rubrik
  • zusätzliche Medien (Link, Bild, Video etc.)
  • internationale Aktionstage/Anlässe
  • die Anzahl an Reaktionen/Kommentaren/Likes
  • Direktlinks zum Posting
  • die Bewerbung
  • den aktuellen Status des Beitrages (geplant, in Arbeit, gepostet)
  • Anmerkungen und Learnings

Schritt 2: Finde die richtigen Themen

Geschafft, die Struktur für deinen Redaktionsplan steht. Jetzt geht es ans Eingemachte – die Themensammlung. Dieser Zwischenschritt ist zwar kein „Must“, er erleichtert dir aber im nächsten Schritt das Befüllen erheblich. Am besten du öffnest dafür ein separates File oder Registerblatt. Sammle darin Inhalte, die für deine Seite aktuell, saisonal oder generell relevant sind und fasse sie in Kategorien oder Themencluster zusammen. Du kannst zum Beispiel wiederkehrende Rubriken, die grafisch und stilistisch stets gleich umgesetzt werden, entwickeln oder Hashtags kreieren, unter denen bestimmte Inhalte gepostet werden. Lass deiner Kreativität freien Lauf. Und denk daran, diese Liste „lebt“: Hier kannst du spontane Einfälle, kreative Spinnereien und relevante Inhalte sammeln und für später aufheben. Hier schlummert ein Ideenschatz, auf den du jederzeit zurückgreifen kannst!

Beispiele für Kategorien:

  • Rezepte/Anleitungen
  • Zitate
  • Gewinnspiele
  • Tipp der Woche
  • Mitarbeiter des Monats
  • Umfragen

Schritt 3: Plane deine Inhalte

Abschließend gilt es diese Inhalte sinnvoll im Redaktionsplan zu streuen: Mach Schwerpunkt-Wochen, erfinde monatliche Fixpunkte und implementiere kreative Hashtag-Kampagnen, führe regelmäßig Gewinnspiele durch oder hol alle zwei Wochen einen Mitarbeiter oder ein aktuelles Projekt vor den Vorhang – und zwar ohne dich ungewollt zu wiederholen. Du wirst sehen: Der Überblick, den du durch einen gut geführten Plan gewinnst, befeuert deine Spontanität und Flexibilität mehr als er sie einschränkt.
Du kannst entweder für ganze Monate oder Quartale vorplanen oder wochenweise arbeiten – flexibel und trotzdem mit Plan. Wichtiger Tipp: Halte genügend Lücken frei, um spontan mit deinen Inhalten jonglieren und tagesaktuelle Geschehnisse berücksichtigen zu können.

Schritt 4: Die Ergebnisse – wie performen Deine Inhalte?

Fülle die Spalte mit Reaktionen und Likes regelmäßig im Nachhinein aus und mach Vermerke, wenn du bestimmte Muster erkennst. Du wirst nach ein paar Monaten vielleicht bemerken, dass gewisse Inhalte weniger gut ankommen als andere oder, dass du Rubriken entwickelt hast, die extrem gut performen. Nutz diese Learnings und höre nie auf, an deinem Redaktionsplan zu schrauben. Gerade der Blick in die Vergangenheit, den dir ein gut geführter Redaktionsplan eröffnet, ist extrem wertvoll für deine zukünftige Social Media Strategie.

Licht ins Dunkle der AI Begrifflichkeiten

Im vergangenen Jahr haben sich viele Themen um AI (zu deutsch: künstliche Intelligenz) und deren Implikationen gedreht. Fast im Zusammenhang mit jeder Branche und jedem Bereich konnte man Schlagwörter hören, die damit zusammenhängen. Ganz einfach ist es allerdings nicht zu durchschauen, wie die einzelnen Technologien zusammenhängen und die einzelnen Begriffe zueinander stehen. Um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen hier nun also ein kurzer Überblick über das Themengebiet, in der Hoffnung für etwas mehr Verständnis zu sorgen.

AI ist nicht gleich AI

Es gibt bei künstlicher Intelligenz unterschiedliche Ausprägungen, deren Unterscheidung von großer Bedeutung ist, um das Forschungsfeld besser zu verstehen. Generell wird unterteilt in starke AI, schwache AI und künstliche Superintelligenz (auf englisch auch oft ANI = artificial narrow intelligence, AGI = artificial general intelligence und ASI = artificial super intelligence genannt). Erstere wird dafür gemacht, eine Sache oder einen Anwendungsbereich zu meistern. Als klassischen Beispiele lassen sich hier Schachcomputer, Bremsassistenten, Schrifterkennung, die Apps am Smartphone, aber auch Servicebots nennen. Diese Anwendungen können eine Aufgabe gut meistern, echte Intelligenz liegt ihnen aber natürlich nicht zu Grunde. Man könnte sagen, dass schwache AIs Intelligenz simulieren. Wie leicht zu erraten ist, ist dies derzeit jene Form, die für die meisten Probleme und Softwarelösungen zur Anwendung kommt.

Die starke AI ist in ihrer Anwendung nicht nur umfangreicher, sondern man vergleicht sie auf einem Level mit der menschlichen Intelligenz. Diese AIs können alle intellektuellen Aufgaben erfüllen, die auch ein Mensch erfüllen kann. Sie sind dabei nicht auf ein Aufgabengebiet beschränkt, sondern sind der menschlichen Intelligenz nachempfunden und können somit auch Dinge wie abstraktes Denken, Probleme lösen, komplexe Ideen erfassen und aus Erfahrungen lernen – um nur einige zu nennen. Wie zu erwarten ist, ist es um einiges schwieriger eine starke Intelligenz zu bauen, als eine schwache AI zu kreieren.

Die Implikationen von starken AIs reichen dabei auch stark in den philosophischen Bereich, empfinden doch manche Forscher, dass diese Form der künstlichen Intelligenz den Menschen früher oder später abschaffen könnte.

Die dritte Form, und somit auch Krönung, von AIs ist die künstliche Superintelligenz. Sie ist jene Ausprägung vor der die Welt der Forschung abwechselnd warnend den Zeigefinger hebt und mit der sie doch als potentielle Heilerlösung liebäugelt. Die ASI ist die Weiterentwicklung der starken AI, jedoch übertrifft sie den Menschen in allen Disziplinen und reicht somit von „ein bisschen klüger, als der klügste Mensch“ zu „milliardenmal klüger, als der klügste Mensch“. Die Auswirkungen einer solchen Maschine bzw. Technologie sind in Wahrheit nicht vorstellbar. In diesem Zusammenhang spricht man auch gerne von der (technischen) Singularität. Dies entspricht einem Ereignishorizont, über den wir nicht hinaussehen können, von dem wir nicht wissen was danach [nach der Singularität] passieren wird, und somit keine Aussagen über die Zukunft treffen können, da die technische Entwicklung sich dermaßen rasant beschleunigt, dass eine Vorhersage unmöglich wird.

Formen und Lernsysteme

Natürlich stellen sich nach der Einteilung der AIs noch viele grundlegende Fragen aus angrenzenden Themengebieten. Z.B. Wie passt Machine Learning in diesen Kontext und was ist hierbei der Unterschied zu Deep Learning? Und was sind eigentlich neuronale Netze?
Beim Machine Learning (bzw. maschinellen Lernen) geht es darum, dass eine Maschine Muster und Gesetzmäßigkeiten in Daten erkennt. Dies kann nur dadurch erfolgen, dass sie vorher mit (einem relativ großen Set) an Beispieldaten trainiert worden ist. Nur so kann das System auch mit unbekannten Daten etwas anfangen. Eine der klassischen Beschreibungen für Machine Learning ist folgende:

A computer program is said to learn from experience E with respect to some class of tasks T and performance measure P, if its performance at tasks in T, as measured by P improves with experience E. Tom M. Mitchell, Machine Learning, 1997


Sprich: je öfter ein Task durchgeführt wird und je größer somit der Erfahrungsschatz wird, desto besser sollte die trainierte Aufgabe ausgeführt werden können.
Beim Machine Learning wird gerne unterschieden in:

  • Supervised Learning (überwachtes Lernen): Hierbei geht es darum eine Eingabe auf eine bestimmte Ausgabe zu mappen. Dies kann z.B. dazu verwendet werden Tiere zu klassifizieren. In diesem Fall wäre die Aufgabe also die Maschine zu trainieren, dass sie z.B. Bilder einteilen kann in: Hund, Katze, Bär, etc. und es somit eine definierte Ausgabe gibt – es muss am Ende jeder Datensatz einem Tier zugewiesen sein.
  • Unsupervised Learning (nicht überwachtes Lernen): Bei dieser Variante gibt es eine klare Eingabe, aber keine definierte Ausgabe – man weiß also noch nicht genau wonach man in den Daten sucht. Es werden in diesem Fall auch keine Klassifizierungen sondern Clusterungen und Assoziationen vorgenommen. Z.B. können aus einem Datenset Kunden mit ähnlichem Kaufverhalten zusammengefasst werden oder das klassische „Kunden die nach X gesucht haben, haben auch nach Y“ gesucht. Diese Art des Lernens eignet sich besonders dann, wenn man an seine Daten explorativ herangehen möchte.
  • Reinforcement Learning (Bestärkendes Lernen): Hier lernt das System durch die Interaktion mit einer Umwelt. Diese Art des Lernens bestärkt „gute“ Entscheidungen und bestraft „schlechte“ Entscheidungen. Ziel ist es die akkumulierte Belohnung, die das System für gute Entscheidungen erhält zu maximieren und eine Strategie zu entwickeln, wie zukünftige Entscheidungen besser getroffen werden können. Von der Idee entspricht dieses Modell sehr stark jenem des menschlichen Lernmodells.

Für die Arten des Machine Learnings gibt es viele unterschiedliche Ansätze. Die beiden bekanntesten hierfür sind wohl die künstlichen neuronalen Netzwerke, welche der Biologie des neuronalen Netzes des (menschlichen) Gehirns nachempfunden ist und das Deep Learning, welches das neuronale Netz noch um zusätzliche „versteckte“ Schichten erweitert.
Beim neuronalen Netz handelt es sich um ein Forschungsgebiet, bei dem versucht wird, die Arbeitsweise des Gehirns nachzubilden. Da dies eine recht motivierte Angelegenheit ist, werden derzeit in erster Linie biologische Nervenzellen (Neuronen) untersucht und deren Konstrukte nachgebildet. Das Lernen der Maschine funktioniert dann dem Prinzip des menschlichen Lernens entsprechend: Die einzelnen Verbindungen werden gewichtet und „erstarken“ durch häufiges Verstärken bzw. Lernen der Verbindung. Wer das ganze gerne grafisch und interaktiv aufbereitet haben möchte, kann sich auf diesem Playground ansehen, wie ein künstliches neuronales Netz funktionieren kann.

Screenshot von: playground.tensorflow.org

Künstliche neuronale Netze haben auch in jüngerer Vergangenheit bereits für Schlagzeilen gesorgt: Z.B. AlphaGo, das Programm für das Brettspiel Go von Google Deep Mind schlug Anfang 2016 den weltweit besten Go Spieler Lee Sedol mit 4:1. Dabei brachte sich DeepMind selbst das Go spielen bei, in dem es Millionen von Spielen analysierte und mit einer Kombination aus unterschiedlichen Algorithmen aus dem Bereich des Deep Learnings und der neuronalen Netze arbeitete.

Neben diesem Beispiel basieren zudem viele Google Services auf neuronalen Netzen, besonders die Spracherkennung, aber auch Google Translate, welches im September einen neuen Algorithmus erhalten hat. Dieser bewirkt, dass Übersetzungen wesentlich effizienter und akkurater vorgenommen werden können, indem nun nicht mehr Wort für Wort übersetzt wird sondern bei jedem Wort der Rest des Satzes in den Übersetzungskontext miteinbezogen wird. Spannend ist an dieser Stelle zudem, dass sich die AI selbst eine Art interne Semantik erstellt hat, mit der sie Wörter in unterschiedlichen Sprachen verknüpft. Wenn Google Translate also z.B. von englisch nach koreanisch und von japanisch nach englisch übersetzen kann (aber nicht von koranisch nach japanisch) dann müsste die Applikation theoretisch einen Zwischenweg gehen, und Übersetzungen nach englisch vornehmen um dann in die jeweilige Sprache zu übersetzen. Dem ist aber tatsächlich nicht so. Die Anwendung hat selbstständig einen Algorithmus erstellt mit der es die Wörter in den unterschiedlichen Sprachen zuweist und übersetzt. Somit kann eine direkte Übersetzung von einer Sprache in eine andere stattfinden, die eigentlich gar nicht unterstützt wird. Wie dies genau von statten gegangen ist, ist auch den Forschern noch nicht ganz klar.

Künstliche Intelligenz in seiner Vielfalt und Machine Learning als darunterliegendes Konzept werden uns in den nächsten Jahren vermehrt begleiten. Denn die Anwendungsbereiche sind vielfältig und stetig am Wachsen. Dabei ist unerheblich ob es sich dabei um die Vermarktung von Produkten, die Auswahl der optimalen Saatgutkombinationen, die Analyse von gesundheitlichen Risikofaktoren oder die Programmierung von NPC (non-player character) in Spielen handelt. Es werden in naher Zukunft noch viele spannende Anwendungen und Technologien auf uns zu kommen, die unser Leben bereichern und uns wahrscheinlich auch ein bisschen das Fürchten lehren werden.

asoluto Trendreport 2017: 5 digitale Trends, die du nicht verpassen solltest!

Nun stehen wir am Beginn eines neuen Jahres, wo man sich fragt, was das vergangene Jahr geprägt hat und was im anstehenden Jahr und darüber hinaus auf einen zukommt. Dieser Prozess ist aus 2 Gründen sehr wichtig. Auf der einen Seite bin ich der festen Überzeugung, dass man aus Erfolgen und vor allem aus Fehlern wertvolle Dinge lernt. Auf der anderen Seite sollte man sich natürlich mental auf zukünftige Veränderungen vorbereiten, damit bei Bedarf auch rechtzeitig gehandelt werden kann.

Herausforderungen bei der Trendanalyse

Bei der Trendanalyse gibt es aus meiner Perspektive eine ganz besondere und fundamentale Schwierigkeit. Nämlich die Aufgabe, die Relevanz dieser Trends für das eigene Umfeld oder für die eigene Arbeit einzuschätzen. Hierbei gibt es zwei wichtige Aspekte. Zum einen die zeitliche Dimension, also welche Trends zeigen so kurzfristig Wirkung, dass man schon jetzt konkrete Maßnahmen ergreifen muss. Die zweite Einschätzung betrifft die fachliche Zuordnung dieser Trends. Denn es gibt viele, die auf den ersten Blick keine beträchtliche Auswirkung auf die eigene Arbeit haben, jedoch bei genauerer Betrachtungsweise relevant sind. Da die detaillierte Abhandlung aller digitalen Trends den Rahmen sprengen würde und Du wahrscheinlich auch irgendwann fertig werden willst, liegt der Fokus auf denjenigen, die auch eine hohe Relevanz für unsere tägliche Arbeit haben.

Abgesehen von dem direkten Effekt konkrete Maßnahmen von Trendanalysen ableiten zu können, gibt es natürlich den indirekten positiven Effekt die Kreativität anzuregen. Es wurde schon oft gezeigt, dass Innovationen in einem bestimmten Bereich durch Erkenntnisse aus einem fremden Bereich eingeleitet wurden. Diese Erkenntnisse dienen sehr gut als Inspirationsquelle, die bei eingefahrenen Denkmustern weiterhelfen. Schlussendlich geht es immer darum ein Problem zu lösen. Doch viel zu oft orientiert man sich zu sehr an den Prozessen, die einem sehr vertraut sind.

Bei der Aufbereitung der Trends habe ich mich teilweise auf die Reports des Future Today Insitute (FTI) und Trend One, teilweise aber auch auf kleinere Trendartikeln und Berichte gestützt. Das zweite Auswahlkriterium neben der Relevanz war, dass die analysierten Trends möglichst breitgefächerte Auswirkungen auf eine Vielzahl von Branchen haben.

Trend 1: Big Data und datengestützte Arbeit

Es gibt Trends und Technologien, die weitreichende Implikationen haben und viele Branchen in Zukunft sehr stark verändern werden. Big Data ist ein solcher und bezeichnet die Sammlung von riesigen Datenmengen und die Verknüpfung der Datenpunkte untereinander. Durch ständige Weiterentwicklung der Datenerhebungsmethoden und Tools, sind wir in der Lage auch immer genauere Daten zu sammeln. Doch um von Big Data zu profitieren reicht es nicht, dass sich die Erhebungsmethoden weiterentwickeln.

Datenspeicher und Datensicherheit

Große Datenspeicher sind aus mehreren Gründen sehr wichtig. Zum einen werden immer mehr Technologien so gebaut, dass sie mit anderen Technologien kommunizieren. Wenn aber nun alles miteinander spricht, dann steigen damit auch die Datenströme und der notwendige Speicherplatz. Die zweite Begründung ist die, dass Unternehmensentscheidungen noch besser werden, je mehr historische Daten zur Verfügung stehen. Damit ist klar, dass die Datensammlung nicht aufhören wird, sondern stetig ansteigt. Um diese Daten auch zentral und geräteunabhängig verwalten zu können, haben sich Cloud-Dienste etabliert.

Mehr Datenströme zwischen mehr Geräten und die Lagerung der Daten bei Cloud-Services erhöhen aber auch das Risiko, dass unbefugte Dritte sich Zugang verschaffen und die Daten manipulieren oder für schädliche Zwecke einsetzen, wie sich am Beispiel des Hackerangriffs mithilfe des Internet der Dinge (IoT) im letzten Jahr gezeigt hat.

Welchen Nutzen bietet Big Data in der Praxis?

Unternehmen sind sehr daran interessiert bzw. darauf angewiesen Prognosen aufzustellen, ganz egal in welcher Branche. Mehr Vergangenheitsdaten führen in vielen Fällen zu einer realistischeren Prognose und zu einer besseren Risikoeinschätzung.

Eine Branche, für die dieser Trend sehr wichtig ist, ist die Gesundheitsbranche. Umso mehr Ärzte über den Zustand und die Vergangenheit ihrer Patienten wissen, umso besser können die Erkrankungen behandelt werden. Eine Herausforderung besteht darin, die Informationen in einem System zu konsolidieren, auf das alle Ärzte zugreifen können. Bisher wurden Informationen fragmentiert gesammelt, doch in Zukunft wird es sehr wichtig sein zentrale Datenbanken zu haben, damit Ärzte bessere Entscheidungen treffen können. Intelligente Geräte, die Teil des IoT sind, ermöglichen es, laufend und in Echtzeit Informationen über den Patienten an Ärzte zu übermitteln. Dadurch kann reagiert werden, lange bevor kritische Werte erreicht werden. Auch präventive Maßnahmen können so rechtzeitig eingeleitet werden. Zu guter Letzt tritt häufig das Problem auf, dass Patienten nicht alle Informationen offen legen oder wahrheitsgemäß wiedergeben. Fitness und Gesundheitstracker helfen dabei, die Tatsachen aufzudecken. Dass Big Data in allen Phasen, von der Prävention bis hin zur Behandlung, zu qualitativen Verbesserungen führen kann, verdeutlicht auch dieser Forbes Artikel.

Auch in der Landwirtschaft spielt Big Data eine zentrale Rolle. Die Ernte eines Jahres hängt von sehr vielen Faktoren ab, manche davon direkt vom Bauern beeinflussbar und manche nicht. Wenn Wetterdaten mit den Begebenheiten des Bodens kombiniert und ausgewertet werden, können Bauern auch ihren Absatz planen und in Risikosituationen vorbeugende Maßnahmen treffen, um die Ernte zu schützen.

Die Big Data Falle

Bei Big Data besteht jedoch die Gefahr, dass man Daten sammelt, weil man sie sammeln kann. Der Fokus sollte jedoch immer darauf liegen, die Daten zu sammeln, die gerade für das spezielle Unternehmen von Relevanz sind. Sonst kann es passieren, dass man im Datenstrom untergeht oder sich an irrelevanten Metriken festhält. Deswegen ist hier immer öfter auch die Rede von Smart Data, wo eben genau die Relevanz im Vordergrund steht.

Trend 2: Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen

Ähnlich wie Big Data, schreiten auch die Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz schnell voran. Künstliche intelligente Systeme sind solche, die durch maschinelles Lernen in der Lage sind, Entscheidungen ohne menschlichem Tun zu treffen. Hier kommt oft die Frage auf, ob künstliche Intelligenz bessere Entscheidungen als wir Menschen treffen kann und für welche Aufgaben sie eingesetzt werden kann. Anwendungsfelder sind sehr breit und in jedem Sektor zu finden. Um die Entscheidungsqualität einschätzen zu können, muss das Thema noch eingehender behandelt werden, als in diesem Beitrag möglich ist. Zu diesem Zweck findest Du auf unserem Blog auch eine Ausführung zu grundlegenden Konzepten und Lernsystemen rund um künstliche Intelligenz.

Prinzipiell gibt es Möglichkeiten für Individuen, in kleinem Rahmen und zu keinen oder sehr geringen Kosten eine minimale Form von künstlicher Intelligenz zu bauen. Eine solche Möglichkeit wird mit Bluemix von IBM geboten. Will man aber diese Technologien für unternehmensinterne Zwecke oder gegenüber Kunden nutzbar machen, müssen wichtige Voraussetzungen erfüllt werden:

Bedingungen für den erfolgreichen Einsatz einer künstlichen Intelligenz

Zum einen ergibt der Einsatz eines solches Systems nur Sinn, sofern genügend Trainingsdaten vorhanden sind. Das System sieht sich jeden Datenpunkt an und versucht eigenständig Muster zu erkennen. Mithilfe dieser Muster werden dann neue Datenpunkte automatisch kategorisiert. Dieser Faktor stellt aufgrund des Big Data Trends jedoch ein immer kleineres Problem dar. Ebenso wichtig ist aber die Ressourcenverfügbarkeit innerhalb von Unternehmen. Denn die Entwicklung und Wartung solcher Technologien bedeutet sehr oft einen erheblichen Personaleinsatz und große Investitionssummen, die sich viele Unternehmen nicht leisten können.

Lernende Maschinen in der Medizin

Die Einsatzgebiete solcher Systeme sind sehr vielfältig und lassen sich in vielen Branchen finden. Auch hier bietet es sich an, die Gesundheitsbranche näher zu betrachten. Denn eine künstliche Intelligenz, die lernt welche Symptome typisch für bestimmte Krankheiten sind, kann mit genügend relevanten Daten auch selbstständig Beurteilungen treffen.Damit werden Ärzte entlastet, da weniger Zeit für die Recherche aufgewendet werden muss. Gleichzeitig werden sie frühzeitig gewarnt und die Aussichten auf erfolgreiche Behandlungen steigt. Viele Menschen sehen in dieser Entwicklung die große Gefahr, dass wir Menschen bald nicht mehr von Menschen sondern ausschließlich von Maschinen behandelt werden, die fehleranfälliger sind. In diesem Interview  mit Prof. Dr. Michael Frostig erklärt er, wie Mensch und Maschine zusammenarbeiten können und in Zukunft auch müssen, um der Allgemeinheit eine bessere Gesundheitsversorgung zu ermöglichen.

Mit den derzeitig verfügbaren Mitteln stoßen Ärzte sehr oft auf Diagnoseschwierigkeiten. Nutzt man maschinelles Lernen, können Computer in manchen Bereichen auf Basis von gelernten Mustern genauere Diagnosen erstellen als Ärzte. Wie wichtig intelligente Maschinen für die Medizin sind, wird in diesem Video erklärt.

Maschinelles Lernen im Online Umfeld

Auch im online Kontext gibt es viele Situationen, wo künstliche Intelligenz angewendet wird. Ein einfaches Beispiel wäre das automatische Klassifizieren von Emails. Mithilfe von Regeln wird das System darüber informiert, welche Mails auf welche Art und Weise behandelt werden sollen. Erhält man Mails, für die keine expliziten Regeln eingestellt sind, greift das System auf Muster zurück und stellt Klassifikationen an. Auch bei Bildererkennungssoftwares wird damit gearbeitet. Da werden der künstlichen Intelligenz beispielsweise eine Vielzahl verschiedener Bilder mit Katzen gezeigt. Sieht das System ein Bild, das es vorher noch nie gesehen hat, greift es auf Muster zurück und kann trotz unbekanntem Bild eine Klassifikation anstellen.

Auch bei künstlicher Intelligenz gibt es natürlich einiges, das kritisch zu betrachten ist. Da ein System vom Menschen geschaffen wird entsteht auch hier ein Bias (eine kognitive Verzerrung) in verschiedene Richtungen. In den sozialen Medien ist diese Entwicklung zu beobachten. Das soziale Netzwerk lernt aufgrund unseres Verhaltens, welche Informationen wir bevorzugen und zeigt uns mehr von dem was wir sehen wollen. Damit beeinflussen sie ganz direkt, wie wir über Themen denken und wie wir Informationen wahrnehmen.

Trend 3: Virtuelle Experiences (Augmented Reality/Virtual Reality)

Ein Trend, der vor allem im Laufe des letzten Jahres an Bedeutung gewonnen hat ist Virtual Reality (VR) und die Vorstufe dazu, Augmented Reality (AR). Es ist immer häufiger eine Verflechtung der physischen und der digitalen Welt zu beobachten. Bei Augmented Reality wird mithilfe von speziellen Geräten eine Informationsebene auf die reale Welt gelegt, die zusätzliche Informationen darstellen kann. Bei Virtual Reality ist der Nutzer von der realen Welt vollkommen abgekapselt und bewegt sich in einer digitalen Welt. Mixed Reality ist eine Form der Augmented Reality, die aber mehrere Technologien nutzt und somit viel realer wirkt.

Wie sieht es in der Praxis aus?

Natürlich kommen viele Fortschritte dieser Kategorie aus dem Bereich des Entertainments, doch zunehmend werden solche Lösungen auch in anderen Branchen adoptiert. Viele Menschen betrachten diese Applikationen noch als Spielzeug, obwohl es in vielen Branchen einen sinnvollen Einsatzzweck dafür gibt. Will man die beste Erfahrung bieten, fallen natürlich beträchtliche Kosten an. Jedoch gibt es immer mehr kostengünstigere Alternativen, die auch von der Usability her einen leichten Einstieg ermöglichen.

2016 bekamen Virtual und Augmented Reality Technologien viel Aufmerksamkeit, weil die ersten Geräte für den Massenmarkt erschienen sind. Wie bei jeder neuen Plattform braucht es aber eine kritische Masse an Usern, damit es sich für Unternehmen auszahlt. Bis diese erreicht ist, wird es wohl noch etwas dauern. Doch trotz der relativen Neuartigkeit sollten Unternehmen diese Technologien nicht von vornherein verwerfen, sondern sie aktiv im Auge behalten. Im November des letzten Jahres fand in Salzburg der aktuellste Virtual Reality Summit statt, wo sich führende Personen auf dem Gebiet austauschen und der Öffentlichkeit den Status Quo zeigen können.

Das folgende Video veranschaulicht, wo wir derzeit mit der Technologie stehen und welches Potential sie in diversen Sektoren bietet.

Das Potential von VR in der Medizin

In welchen Branchen können diese Technologien noch eingesetzt werden, um einen Mehrwert für Menschen zu bieten? Das Potential in der Medizin ist groß. Und zwar sowohl auf der Seite der praktizierenden Ärzte, als auch bei erkrankten Menschen. Bei Jungärzten könnten solche virtuellen Welten genutzt werden, um sie auf den Job vorzubereiten. Vor allem bei Ärzten, die lebenskritische Operationen durchführen, ergibt es Sinn die Ernstfälle zu simulieren. Eine echt wirkende Simulation erhöht den Stress des Arztes, gefährdet aber keine Menschenleben. Auf der Patientenseite lassen sich einige Gesundheitszustände besser behandeln, wenn VR entweder allein für sich oder als komplementäre Technologie eingesetzt wird. Die Behandlungsfelder reichen dabei von Angstzuständen bis hin zu schweren körperlichen oder mentalen Erkrankungen oder Verletzungen. Weitere interessante Einsatzgebiete im Bereich der Medizin werden in diesem Beitrag erläutert.

Anwendungsbeispiele abseits der Unterhaltungsindustrie und Medizin

Ein anderes Anwendungsgebiet sind Luxusgüter, die aufgrund ihrer Beschaffenheit oder Eigenschaften nicht leicht an einen anderen Ort transportiert werden können. Schauräume könnten als digitale Welt nachmodelliert werden, was Unternehmen mit solchen Produkten einen größeren Markt öffnen würde. Käufer auf der anderen Seite wüssten besser Bescheid, was Ihnen angeboten wird und könnten trotz räumlicher Entfernung informierte Kaufentscheidungen treffen.

Im Tourismus gibt es ebenfalls eine Vielzahl von Möglichkeiten, VR sinnvoll einzusetzen. Bilder und Videos wie wir sie kennen vermitteln zwar einen Eindruck, doch mit VR kann das Erlebnis ein Stück weit besser nachempfunden werden. Aus den verschiedensten Gründen kann es jedoch schwer sein, weit entfernte Länder zu bereisen oder überhaupt zu verreisen. Manche Menschen haben schlicht und einfach nicht die Zeit exotische Orte dieser Welt zu besuchen. Andere wiederum haben die Zeit und finanziellen Mittel, können aber aufgrund körperlichen Einschränkungen nicht. Mit dieser Technologie wird der Zugang für viel mehr Leute ermöglicht, was solche Applikationen für Unternehmen interessant und rentabel macht.

Trend 4: Attention Economy

Auch ohne Virtual Reality gibt es schon unzählige Plattformen auf denen wir uns bewegen können. Die Social Media Landschaft ist schon so vielfältig und es kommen ständig neue dazu. Daneben gibt es immer noch themenspezifische Foren und Diskussionsportale in jeder erdenklichen Niche. Dazu kommen unzählige Communities, die sich ganz abseits der digitalen Welt bilden.

Die Problematik für Nutzer und Unternehmen

Auf jeder dieser Plattformen und Kanälen wird man als Nutzer tagtäglich mit unzähligen Botschaften konfrontiert. Tatsächlich findet aber eine Reizüberflutung statt, der wir durch selektives Wahrnehmen von Informationen entgegenwirken. Somit müssen Informationen als persönlich relevant eingestuft werden, um in unser aktives Bewusstsein vorstoßen zu können.

Es finden also sozusagen zwei konträre Entwicklungen statt. Auf der einen Seite steigt die Anzahl der Plattformen an, was aus Unternehmenssicht mehr Aufwand und Kosten verursacht. Auf der anderen Seite werden viele Menschen immer selektiver bei der Auswahl der Netzwerke, weil Sie sich überfordert fühlen. Unter diesen Umständen fragt man sich, was es für eine Kommunikation braucht, um aus Unternehmenssicht Erfolg zu haben? Sicher nicht die einzigen, aber sehr wohl wichtige Bedingungen, sind genügend Informationen über die zu erreichende Zielgruppe und eine Botschaft, die aus der Masse heraussticht.

Inwiefern sind Informationen zur Zielgruppe wichtig? Bei der großen Auswahl an Plattformen wird es Unternehmen erschwert überall aktiv zu sein und Investitionen zu tätigen. Deshalb müssen Kanäle selektiv bearbeitet werden. Doch Menschen suchen oft, je nach Kontext des Gesprächs und vielen anderen Faktoren, den geeigneten Kanal. Das heißt es reicht nicht ganz allgemein zu wissen, über welche Themen gesprochen wird. Vielmehr brauchen Unternehmen auch Informationen darüber, in welcher Situation sich die Nutzer befinden, wann sie Informationen suchen und mit wem sie sich austauschen. Das sind aber alles Fragen, die auf eine tieferliegende Frage abzielen, die lautet: Welche Probleme versucht mein Zielpublikum zu lösen und wie kann ich Ihnen bei der Problemlösung helfen?

Emotionale Kommunikation im US Wahlkampf 2016

Mit dem Wissen über die Zielgruppe kann eine überzeugende Botschaft geschaffen werden. Doch oftmals reichen auch hochwertige Informationen nicht aus, um Top of Mind zu sein. Dass die Ansprache von Emotionen mehr Menschen erreicht und eine bessere Wirkung erzielen kann, konnte man im US Wahlkampf im vergangenen Jahr beobachten. Donald Trump konnte damit mehr Menschen zur Aktion bewegen und schließlich die Wahl für sich entscheiden. Daneben gab es aber auch viele weiter Faktoren für diesen Erfolg, die hier nicht näher behandelt werden.

Auswirkungen auf das Mediengeschäft

Eine Branche, für die diese Entwicklungen extrem wichtig sind, ist das Online Publishing. Da hat das Erlangen der Aufmerksamkeit der Leser den höchsten Stellenwert. Einerseits, weil der online Wettbewerb sehr hoch und der Wechsel auf eine andere Seite mit ähnlichen Informationen recht einfach ist. Andererseits weil viele Marktteilnehmer dieser Branche ein Business Modell verfolgen, dass sich durch Werbeanzeigen finanziert.

Als Reaktion auf diese Attention Economy haben sich im online Umfeld mittlerweile Praktiken durchgesetzt, die die Schattenseiten dieser Entwicklung aufzeigen. Um die gewünschte Aktion des Nutzers hervorzurufen, nämlich der Klick auf einen Artikel oder auf einen Link, wird nämlich Click-Bait und Fake News angewandt. Dadurch wird das Ziel des Klicks eher erreicht, ohne dass zwangsläufig die Information dahinter qualitativ hochwertiger wird.

Trend 5: Individualisierung und Personalisierung

Vor dem Hintergrund der Herausforderung, die Aufmerksamkeit von Menschen zu erlangen, rückt die Personalisierung immer mehr in den Mittelpunkt. Denn umso besser individuelle Bedürfnisse befriedigt und Präferenzen berücksichtigt werden können, umso wertvoller erscheint das Angebot. Zieht man noch in Betracht, dass es in jeder vorstellbaren Produkt oder Service Kategorie schon unzählige Alternativen gibt, wird schnell klar, dass sich Unternehmen mit mehr Personalisierung auch von der Konkurrenz abgeben können.

Personalisierung sehen wir heute in sehr vielen Bereichen, egal ob in der physischen Welt oder im Internet. Dabei geht es im digitalen Umfeld nicht nur um Produkte, die sich mithilfe von Tools online personalisieren lassen, sondern auch um eine personalisierte Kundenansprache und personalisierte Erfahrungen mit dem Web.

Warum Personalisierung zukünftig für den Erfolg wichtig sein wird und wie man das Thema angehen kann, zeigt ExactTarget mit dieser Infografik.

Personalisierung im Marketing

Im Content Marketing lautet schon länger die Devise, „Content is King“. An sich stimmt es natürlich, dass relevante Inhalte abgestimmt auf die Zielgruppe wichtig sind. Doch die Relevanz von Content ändert sich bei ein und derselben Person, je nach dem in welcher Situation sich diese befindet. Aber nicht nur die aktuelle Situation, sondern auch vergangene Interaktionen ändern typischerweise die Erwartungen der Menschen gegenüber den Unternehmen. Der kontextuelle Aspekt wurde in der Digitalwelt häufig mit der Adaptierung von Informationen und Applikationen für das Smartphone berücksichtigt. Oft stehen nämlich bei Mobilgeräten praktische Services, die an Ort und Stelle gebraucht werden im Vordergrund. Damit Nutzer leichten Zugang dazu haben, muss die Information anders aufbereitet werden und zum Teil auch inhaltlich angepasst werden. Doch die Nutzung eines Mobilgeräts alleine bestimmt nicht den Kontext.

Mit Beacons und dem location based Marketing bekommen Konsumenten jetzt schon bestimmte Informationen dann auf das Smartphone, wenn sie am relevantesten sind, beispielsweise Tagesangebote in einem speziellen Geschäft in dem sie sich aufhalten. Ein anderes Beispiel wäre ein Unternehmen, das die Inhalte der Website darauf abstimmt, wie viel Kontakt eine Person schon mit den Unternehmenspräsenzen hatte. Ein Nutzer, der das Unternehmen gerade erst kennenlernt, könnte demnach eher allgemeinere Informationen erhalten, ein Nutzer der die Website schon öfters besucht hat wiederum verstärkt Informationen zu speziellen Produkt und Serviceangeboten.

Wie man mehr über die Persönlichkeit seiner Zielgruppe lernen und Botschaften speziell danach ausrichten kann, konnte bei den US Wahlen beobachtet werden. In dem Fall kam eine Software zum Einsatz, die es erlaubte, psychografische Daten der Wähler zu sammeln. Psychografische Erkenntnisse geben Aufschluss über konkrete Denkmuster und Präferenzen und erlauben eine höchst personalisierte Ansprache. Diese Vorgehensweise war jedoch kontrovers und verdeutlicht eines: Werden dieseMethoden angewandt, ist Vorsicht und ein verantwortlicher Umgang mit den Daten geboten.

Ausblick

Eines steht fest: Entwicklungen in allen möglichen Bereichen verlaufen heute viel schneller als noch vor ein paar Jahren und diese Geschwindigkeit wird nur noch ansteigen, angetrieben durch technologische Fortschritte. Es findet ebenso eine immer stärkere Verflechtung der realen und digitalen Welt statt, weswegen man sich die potentiellen Konsequenzen der Trends in regelmäßigen Abständen ansehen sollte.

Neben den behandelten Trends und Themen gibt es noch zahlreiche, die auch noch weitreichende Auswirkungen auf verschiedenste Branchen haben werden. Dazu gehören unter anderem autonome Fahrzeuge, das IoT (Internet of Things) oder auch Sprachassistenten, um nur ein paar davon zu nennen.

Ich hoffe, euch mit diesem kleinen Trendreport einen Anhaltspunkt geboten zu haben und freu mich darauf zu sehen, was die nächsten Jahre so mit sich bringen.

Die ultimative (kostenlose) Keywordrecherche für SEO: So einfach geht’s.

Die Keywordrecherche bildet einen wichtigen und wertvollen Teil Deiner SEO Strategie. Wenn Du es schaffst für die richtigen Keywords zu ranken, kann es Deiner Website zum Erfolg verhelfen. Das Ziel ist es die Inhalte auf Deiner Website so auszurichten, dass sie mit den Suchanfragen Deiner Zielgruppe übereinstimmen. Nur wie genau funktioniert das? Es gibt zwar kostenpflichtige Tools, die Dir viel Arbeit abnehmen, aber wenn Du nur ein kleines Budget hast, habe ich die richtige Lösung für Dich. Bevor Du anfängst, schau nach, ob Du Google Analytics (GA) und Google Webmaster Tools (GWT) eingerichtet hast.

Tipp 1: Nutze die zahlreichen Google Tools

  1. Log Dich in Deinem Google Analytics Account ein.
  2. Klicke unter „Akquisition“ auf „Alle Zugriffe“.
  3. Klicke auf „Quelle/Medium“ und auf „google/organic“ (siehe Grafik 1).
  4. Wähle bei „Sekundäre Dimension“ unter „Verhalten“ die Option „Zielseite“ aus (siehe Grafik 2).

Grafik 1

Google Analytics Quelle

Grafik 2

Google Analytics Zielseite

Hier siehst Du die Zielseiten auf die die BesucherInnen, nach ihrer Anfrage in der Google Suchleiste, gelangen. Das ist aus zwei Gründen hilfreich. Erstens siehst Du, welche Seiten am meisten Traffic generieren und zweitens kannst Du dich an den Inhalten dieser Seiten orientieren, wenn Du Texte für Deine Website produzierst oder ergänzt.
Wenn Du genau herausfinden möchtest, welche Keywords BesucherInnen in die Google Suchleiste eingegeben haben, nutze die Search Console. Mit Hilfe dieses Google Tools kannst Du auf einen Blick sehen, welche Keywords am prominentesten sind – die angezeigten Metriken sind: Impressionen, Klicks, Klickrate und Position. Das gibt Dir einen guten Überblick für deine Keywordrecherche.

  1. Log Dich ein.
  2. Klicke unter „Suchanfragen“ auf „Suchanalyse“ (siehe Grafik 3).

Grafik 3

Google Search Console

Je nachdem, wie Deine Website für die angezeigten Keywords ranked (das kannst du unter „Position“ nachschauen), kannst Du entscheiden, welche neuen Keywords Du ergänzen solltest – sei es direkt in Deinen Texten oder im Snippet. Eine weitere relevante Metrik ist die Click-Through-Rate (Deutsch: Klickrate), diese zeigt Dir das Verhältnis der Klick Anzahl zu den Page Impressions (Deutsch: Seitenaufrufe). Wird ein Link zum Beispiel bei 1.000 Seitenaufrufen 25 Mal angeklickt, spricht man von einer Click-Through-Rate von 2,5 Prozent. Wenn Du mehr Infos zur genauen Erfassung der Click-Through-Rate haben möchtest, findest Du sie in diesem digitalen Marketing Lexikon.

Wenn Du wissen möchtest, wie aktiv Deine Mitbewerber im Bereich online Werbung sind und hinter welchen Keywords das größte Potential für Dich steckt, kannst Du das ganz einfach mit Hilfe des Google Keyword Planers herausfinden.

  1. Log Dich in Google Adwords ein.
  2. Klick auf Tools.
  3. Wähle „Keyword Planer“ aus.
  4. Wähle unter der Option „Neue Keywords finden und Daten zum Suchvolumen abrufen“ den zweiten Punkt „Daten zum Suchvolumen und Trends abrufen“.
  5. Füge die Keywords ein, die Du z.B. in der Search Console gefunden hast oder solche, die Du für gut und wichtig befindest (siehe Grafik 4).

Grafik 4

Search Console Keywords

6. Klicke auf „Suchvolumen abrufen“ und Du bekommst eine Überblicksansicht Deiner Keywords mit folgenden Metriken: durchschnittliche Suchanfragen pro Monat, Wettbewerb, vorgeschlagenes Gebot und Anteil an möglichen Anzeige Impressionen (siehe Grafik 5).

Grafik 5

SearchConsole_KeywordPlanner

Keine Sorge Tipp 2 kommt noch, weiterlesen lohnt sich.

Meine Empfehlung ist, sich an Keywords zu orientieren, deren Wettbewerb als „Mittel“ eingestuft wird. Damit musst Du, wenn Du im zweiten Schritt Google Adwords schalten möchtest, weniger Geld ausgeben, damit deine Anzeige gezeigt wird. Die Ausspielung Deiner Anzeigen hängt neben der Höhe deines Gebots für Keywords auch vom Quality Score ab, doch dies ist ein Thema für einen zukünftigen Blogbeitrag. Wenn Du siehst, dass ein Keyword, das Du gerne verstärkt verwenden möchtest einem hohen Wettbewerb ausgesetzt ist, solltest Du Dir eine wesentliche Frage stellen: Weist meine Website schon Rankings zu diesem Keyword oder Thema auf?

Denn einerseits bedeutet ein hoher Wettbewerb, dass diese Keywords beim Mitbewerb gute Wirkung erzielen, andererseits jedoch bedeutet es, dass ein Teil der Konkurrenz wahrscheinlich schon organische Rankings über einen längeren Zeitraum aufgebaut hat. Gilt das auch für Deine Internetpräsenz, sollte die Strategie die sein, auf Keywords mit mehr Volumen zu setzen. Fehlen relevante Rankings aber noch zur Gänze solltest Du dich bei Deinen SEO Kampagnen vorerst an den weniger umkämpften Suchbegriffen orientieren und dich dann hocharbeiten.

Prinzipiell ist an dieser Stelle zu empfehlen, ein kostenpflichtiges Tool zur Überwachung der Rankings zu verwenden, da Du so viel effizienter einen Überblick über deine Rankingsituation bekommst und laufende Erfolgsmessung betreiben kannst. Es gibt aber auch mit dem Keyword Planer eine Möglichkeit zu identifizieren, mit welchen Themen Google Deine oder auch fremde Websites assoziiert. Dazu musst Du nur das Feld für Keywords leer lassen und stattdessen im Feld weiter unten die Adresse Deiner Website angeben.

Google Keyword Planner

Wenn Du dich bei der Texterstellung auf Deiner Website an einem Set von Keywords und Keyphrases orientierst, dann überlege Dir welche ähnlichen Begriffe Du heranziehen könntest. Ähnliche Begriffe beziehen sich aber nicht nur auf verschiedene Schreibweisen und Synonyme, sondern auch auf Themen und Konzepte, die eng mit dem Fokus Keyword zusammenhängen.

Neben dem Set an relevanten Keywords wird es auch immer wichtiger sich eine Sammlung an 3-5 Keyphrases zurecht zu legen. Diese Anzahl ist nicht als statisch zu betrachten, sie stellt lediglich eine Orientierungshilfe dar. Prinzipiell sollte es das Ziel sein, Unterseiten Deiner Website nach den Sucherintentionen auszurichten. Es kann zum Beispiel sein, dass NutzerInnen zwar vom Wortlaut her recht unterschiedliche Keywords verwenden, schlussendlich aber die gleichen Informationen und User Experience auf der Seite vorfinden wollen. Googles Algorithmus wird immer besser im Interpretieren von Suchanfragen, somit ist es gut, wenn Du weißt wonach die Leute suchen und welche Bedürfnisse Du mit Deinen Inhalten abdecken kannst. Das kannst Du auch mit einem relativ unbekannten, von Google zur Verfügung gestellten, Tool machen – Google Instant. Du gibst in der Suchleiste einfach Dein Keyword ein und Google vervollständigt es automatisch – basierend auf vergangenen Suchanfragen, die getätigt wurden.

Google Instant

Wenn Du mehr herausfinden möchtest, kannst Du das Keyword mit davorstehenden W-Fragen einfügen, z.B. „Wo finde ich Gartenmöbel“ und Google vervollständigt bzw. ergänzt den Satz mit Wörtern, die in dem Zusammenhang oft eingeben werden. Diese Insights sind deshalb so hilfreich, weil Du damit schnell einen Überblick bekommst, wonach viele Leute suchen und was ihnen im Zusammenhang damit wichtig ist, wie in diesem Fall bei Gartenmöbeln. Du kannst Deine Texte diesen Intentionen anpassen. Außerdem bietet eine Analyse dieser Suchanfragen den zusätzlichen Vorteil, dass die Nutzerintention relativ klar ist. Dieser Aspekt ist nicht zu unterschätzen, da Google sehr viel Wert auf Content legt, der konkrete Nutzerfragen beantwortet und Informationsbedürfnisse direkt befriedigt.

Google Instant Keyphrase

Wenn Du Dir die Suchergebnisse ansiehst, ist es hilfreich Dir die Snippets der ersten (organischen) SERPs (Search Engine Result Pages) näher anzusehen. Dort findest Du Keywords oder Formulierungen, die von Google als mit der Suchanfrage zusammenpassend interpretiert werden und die aus diesem Grund auf der ersten Seite der Suchergebnisse aufscheinen. Gibt es ähnliche Keywords? Auf welchen Aspekt gehen diese überwiegend ein? Gibt es einen geografischen Fokus? Werden die Leute direkt angesprochen? Gibt es einen Call to Action? All diese Fragen können Dir helfen ein Schema aufzustellen, nach dem Du das Snippet deiner Startseite und deiner Unterseiten ausrichten kannst.

Hier siehst du eine Anzahl an Anzeigen, die immer vor den organischen (nicht bezahlten) Suchergebnissen angezeigt werden. Wenn du dir das Fokus Keyword ansiehst, das fett heraussticht, bemerkst du, dass große Möbelgeschäfte oder Versandhäuser wie Universal, Mömax oder Pircher dafür ranken.

Google Adwords

Aus dem Grund solltest Du überwiegend auf Long-Tail Keywords setzen, wie zum Beispiel „wo bekomme ich schöne Gartenmöbel“, „wo bekomme ich nachhaltige Gartenmöbel“, „wo bekomme ich rustikale Gartenmöbel in Wien“ je nach dem worauf Du dich spezialisierst. Das bedeutet natürlich nicht, dass Du nicht auch Keywords wie „Gartenmöbel“ einsetzen solltest, aber durch die Mischung steigen Deine Chance weiter oben bei den Suchergebnissen zu landen, da Du damit nicht in direkter Konkurrenz zu den großen Playern stehst.

Hier ist noch ein Bonustip: Es ist nicht nur der oberste Teil der Suchergebnisseite für Marketer interessant. Wirf auch einen Blick auf die verwandten Suchanfragen ganz unten, denn diese erweitern nicht nur Dein bestehendes Keyword-Set, sondern geben Aufschluss über die Abfolge von Suchanfragen. Diese Informationen helfen Dir folgende Frage zu beantworten: Welche zusätzlichen Informationen wollen NutzerInnen, die sich zu einem Thema informiert haben? Auf Basis dieser Erkenntnisse kann neben dem Content vor allem auch die Website Architektur verbessert werden. So können die komplementären Informationen entweder visuell hervorgehoben werden oder prominent darauf hingewiesen werden, wo sie zu finden sind. Finden NutzerInnen diese Informationen an den zu erwartenden Stellen vor, wird dies von Google als positives Signal gewertet.

Welche Erkenntnisse ziehen wir aus unserem Beispiel zur Suchanfrage „Gartenmöbel“? Zusätzlich zu den weiter oben identifizierten Keyphrases sehen wir hier „Gartenmöbel Abverkauf“ und „Gartenmöbel Lagerhaus“. Bindet man „Gartenmöbel Abverkauf“ zusammen mit „Gartenmöbel günstig“ auf der gleichen Unterseite ein, wird die Seite längerfristig für beide Begriffe besser ranken.

Tipp 2: Nutze Social Media

Ich gebe es zu: Social Media kommt wahrscheinlich nicht vielen in den Sinn, wenn es um Keyword Recherche geht. Wenn Du aber weißt, wo sich Deine Zielgruppe aufhält, kannst Du mit der Suchfunktion der Social Media Plattformen nützliche Insights gewinnen. Auf Basis der Suchanfragen in Google ist es relativ schwer auf die Suchintention der NutzerInnen zu schließen. Natürlich kannst Du Dir anschauen, welche Websites bei bestimmten Keywords aufscheinen und welche Elemente oft auf diesen vorkommen. Damit kannst Du grob einschätzen, was NutzerInnen eigentlich sehen wollen, doch auf Social Media Plattformen, auf denen ein reger Austausch stattfindet, kann die Suchintention viel genauer bestimmt werden. Mit Hilfe von Social Media kannst du zuhören, was Deine Zielgruppe bespricht, bewegt, begeistert und ärgert. Idealerweise sollte dich diese Suche zu Influencern oder Leuten mit hoher Reichweite führen, die für Deine Zielgruppe relevant sind. Ich gehe in diesem Blogbeitrag auf Twitter und Pinterest ein, aber es gibt noch weitere Social Media Plattformen, die Dir bei deiner Keywordrecherche helfen können.

Twitter

Wenn Du bei Twitter „Gartenmöbel“ in die Suchleiste eingibst kommen viele Tweets, die teilweise etwas mit dem Thema zu tun haben und teilweise nicht. Uns interessieren diejenigen, die du für dich nützen kannst. Zum Beispiel wird in einem Tweet von Team Frozen ein YouTube Video von Fynn Kliemann geteilt. Beim Aufrufen dieses Videos auf YouTube lässt sich schnell feststellen, dass Fynn Kliemann ein Hobby-Heimwerker ist der einen gleichnamigen YouTube-Kanal besitzt und, dass dieses Video 716.844 Aufrufe hat und 23.946 mal geliked wurde. Es wäre zum Beispiel ein guter Anknüpfungspunkt herauszufinden, wovon die Kommentare unter dem YouTube Video handeln und sich in weiterer Folge seine Follower bei Twitter anzusehen.

twitter search

Ein kleiner Trick bei Twitter ist [#hashtag -filter:links] einzugeben, also in diesem Fall [#gartenmöbel -filter:links], dann bekommst Du die aktuellsten Tweets zu dem Thema, die keinen Link enthalten, somit werden Dir reine Unterhaltungen angezeigt und Du kannst dich davon für deine Keywordrecherche inspirieren lassen.

Pinterest

Pinterest ermöglicht es Dir etwas tiefer in deine Keywordrecherche einzutauchen als mit den Google Tools. Mit Hilfe des Google Keyword Planner bekommst Du einen guten Überblick über die für dich relevanten Keywords und Keyphrases, jedoch wird die vielfältige Bedeutung von Wörtern bei Google immer wichtiger. Es geht nicht mehr um einzelne Wörter oder Wortgruppen, sondern viel mehr um die Beziehung dieser Wörter zueinander. Die Semantik, also die sprachliche Bedeutung von Wörtern und Sätzen, wird vom Google Algorithmus immer stärker beachtet. Mit Pinterest kannst Du herausfinden, wie z.B. die Wörter „Gartenmöbel“ und „rattan“ anhand von verschiedenen Assoziationen zusammenhängen, die Dir in Form von Bildern, Pinnwänden oder zusätzlichen Wörtern gezeigt werden. So bekommst du ein besseres Verständnis, wie Dein Keyword in unterschiedlichen Kontexten genutzt wird.

Option 1: „Pinterest Instant“

Die einfachste Methode ist es das Keyword „Gartenmöbel“ in die Suchleiste einzugeben und zu schauen, welche häufigen Suchanfragen rund um dieses Keyword getätigt wurden. Als nächsten Schritt könntest Du Dir die NutzerInnen und Pinnwände anschauen, die Dir vorgeschlagen werden. Damit siehst Du, dass do it yourself Tipps sehr stark in Zusammenhang mit Gartenmöbel aufscheinen. Diese Informationen könntest du z.B. auf deinem Website Blog, deinen Social Media Plattformen und deiner E-Commerce Landing Page integrieren.

Pinterest Instant

Option 2: Guided Search

Wenn Du einen Schritt weitergehen möchtest, dann nutze die Guided Search bei Pinterest, die vor allem für mobile Endgeräte entwickelt wurde, aber auch am Desktop gut funktioniert.

  1. Gib Dein Keyword ein und klicke auf die „Enter“ Taste oder auf deinem Smartphone auf „Suchen“ und es wird eine Leiste mit semantisch ähnlichen Begriffen eingeblendet.
Pinterest Guided Search

2. Platziere Deinen Cursor ganz links auf Höhe des Wortes „kaufen“ und bewege es nach rechts um alle Keywords auszuwählen. Die Wörter bewegen sich dann automatisch nach rechts und Du kannst alle auswählen.
3. Drück CTRL-C um die ganze Liste zu kopieren und füge sie in ein Pages oder Word Dokument ein.
4. Entferne die Formatierung und Du bekommst eine Liste an Begriffen, die Dir für deine Website Inhalte, Deinen Social Media Content und Deine E-Commerce Landing Page Inspiration geben können. Wenn Du Dir die Bilder Ergebnisse näher anschaust, siehst Du ebenso den Zusammenhang zwischen relevanten Keywords Gruppen und Bildern. Somit verstehst Du deine Zielgruppe besser und findest heraus, welchen visuellen Content du auf Deiner Website integrieren könntest.

Die Wortwahl in deinem Online Content spielt für die organische Sichtbarkeit in Suchmaschinen, in vielen Branchen, immer noch eine wesentliche Rolle. Trotzdem wird der Algorithmus hinter den Suchmaschinen immer besser im Erkennen unserer Suchintention, was in diesem Blogartikel erläutert wird. Somit soll die Keywordrecherche nicht nur Erkenntnisse zur Textierung bringen, sondern ebenso für die übergeordnete Content Strategie Insights liefern. Steht diese fest, kann für alle Webpräsenzen eines Unternehmens, egal ob Blog, Social Media oder Newsletter, ein Redaktionsplan erstellt werden.

Bildoptimierung im Web

Bilder sind ein wichtiges Medium um Emotionen zu übermitteln. Im Webdesign nehmen sie einen immer wichtigeren Platz ein. Werden die Bilder jedoch nicht für das Internet optimiert, kann die Ladezeit der Webseite stark darunter leiden. Durch einfache Tipps zur Bildoptimierung kann die Performance deiner Webseite verbessert werden, ohne die Qualität der Bilder zu beeinträchtigen.

Ob im Header oder als Fullscreen Hintergrund – großflächige Bilder und Grafiken sind für ein erfolgreiches Webdesign nicht mehr wegzudenken. Besonders bei sogenannten “Single-Page” -Designs werden Texte stark reduziert, um stattdessen durch vollflächige Bilder zu kommunizieren.

Dieser Trend bringt jedoch auch Nachteile mit sich. Da die Dateigröße einer Website zum Großteil aus den Grafikdateien besteht, kann die Performance darunter sehr leiden. Besonders wenn Bilddateien falsch abgespeichert oder eingefügt werden, kann dies die Ladezeit der Website erheblich verlängern. Dies beeinflusst auch den User, denn durch lange Ladezeiten ist dieser weniger aktiv auf der Website bzw. verlässt sie früher. Selbst für das Google-Ranking spielt die Ladezeit einer Webseite eine Rolle.

Um dies zu vermeiden, sollten Grafiken so gut wie möglich komprimiert werden.

Die wichtigsten Schritte zum weboptimierten Bild

Unnötige Daten löschen

Da der Großteil der Dateigröße einer Website aus den Bilddateien besteht, sollten diese, soweit möglich, reduziert werden. Besonders simple Grafiken können alternativ als SVG oder CSS3 umgesetzt werden. Für Icons gibt es die Möglichkeit auf eigene Iconfonts zurückzugreifen, die speziell für das Web erstellt wurden. Texte sollten prinzipiell nie als Grafik, sondern als Webfont eingebaut werden.

Zusätzlich sollten keine unnötigen Bildpixel abgespeichert werden. Das sind beispielsweise transparente Pixel an den Rändern des Bildes. Oder Grafiken mit 1000px Breite, die auf der Website jedoch nur mit 10px Breite dargestellt werden. Hier ist es wichtig, die Grafiken zu skalieren bzw. zu beschneiden.

Das richtige Dateiformat wählen

    • JPG
      JPEG ist am besten geeignet für komplexe Grafiken wie Fotografien. Scharfe Kanten, große Farbflächen oder Texte können in einem JPG nicht optimal dargestellt werden. Transparenzen sind im JPG ebenfalls nicht vorhanden. Achtung: JPG selbst ist eine Kompression. Bei jedem Mal speichern gehen Bildinformationen und dadurch Qualität verloren.
    • PNG
      Für große Farbflächen und scharfe Kanten ist PNG das geeignetste Format. Sobald Transparenzen verwendet werden, sollte ebenfalls PNG verwendet werden.
    • GIF
      GIF kann auf wenige Farben reduziert werden. Sind in einer Grafik nur vollfarbige Flächen und keine Verläufe vorhanden lässt sich durch GIF ein kleine Dateigröße generieren. Ein weiterer Vorteil von GIF ist die Möglichkeit Transparenzen darzustellen sowie Animationen einzubauen.
    • Web P
      Ein speziell für Web entwickeltes Bildformat von Google soll zukünftig eine Alternative darstellen. Jedoch ist es derzeit für uns noch nicht relevant, da es bisher nur von Google Chrome und Opera unterstützt wird.

Sinnvoll exportieren

Die meisten Bildbearbeitungsprogramme bieten die Option an, die Datei für das Web zu exportieren. Hier befinden sich zusätzliche hilfreiche Einstellungen für die verschiedenen Dateiformate um die Dateigröße zu minimieren.

Besonders wichtig ist das für JPGs, deren Qualität soweit reduziert werden kann, soweit kein optischer Qualitätsverlust sichtbar wird. In der Regel lässt sich die Qualität auf ca. 70 % reduzieren ohne eine sichtbare Veränderung festzustellen.

Linear vs Progressive

Für die User kommt es nicht nur darauf an, wie schnell eine Grafik lädt, sondern wie schnell die Grafik zu laden scheint. Prinzipiell gibt es 2 Möglichkeiten ein Bild im Browser zu laden.

  1. Linear:
    Hier lädt das Bild Zeile für Zeile von Oben nach Unten. Bei großen Dateien bzw. einer langsamen Internetverbindung ist der Ladevorgang sichtbar und wirkt schleppend.
  2. Progressive:
    Hier wird das Bild Schritt für Schritt aufgebaut. Das Bild erscheint von Anfang an in voller Größe, jedoch in geringer Qualität. In jedem Schritt werden mehr Details geladen und die Qualität verbessert sich. Für den User wirkt dadurch der Ladevorgang deutlich schneller.

Damit eine Grafik im Browser progressive geladen wird, muss sie schon bei der Komprimierung richtig abgespeichert werden. In Adobe Photoshop lässt sich dies ganz einfach mittels einer Checkbox beim Exportieren einstellen.

Linear Loading

Progressive Loading

Das Verhältnis von Pixelgröße, Dateigröße und Bildqualität

Durch die Vielfalt an Geräten und Auflösungen wird die Wahl der optimalen Bildkomprimierung nochmals erschwert. – denn unsere Grafiken sollten nicht nur auf ein Gerät optimal abgestimmt sein, sondern auf Desktop, Tablet, Phone, Retina etc. gleichermaßen dargestellt werden. So erwartet sich zum Beispiel ein Retina Display die Grafik in einer doppelten Pixelgröße und ein Benutzer eines Smartphones erhofft sich unterwegs eine geringe Ladezeit sowie einen möglichst geringen Datentransfer.

Wir haben Bildqualität, Pixelgröße und Ladezeit anhand verschiedener Beispiele verglichen und dabei folgendes festgestellt:

Die besten Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn die Abmessungen des Bildes möglichst groß bleiben, jedoch die Qualität stärker reduziert wird. Eine Qualitätsanpassung auf ca. 70 % ergibt dieselbe Dateigröße wie eine Größenanpassung auf 50 %. Jedoch ist das optische Ergebnis meist besser. Bei einem Bild mit sehr großen Abmessungen lässt sich hier auch die Qualität dementsprechend stark reduzieren, ohne optischen Qualitätsverlust.

Im folgendem Beispiel haben wir eine Fotografie mit 2000px Breite erst auf 1000px Breite reduziert und mit der Qualität 100 % abgespeichert. Ein weiteres Mal haben wir die Breite bei 2000px belassen und nur die Qualität auf 50 % runtergesetzt. Das Ergebnis spricht für sich:

Pixelbreite Qualität Dateigröße
Pixel reduziert / Qualität erhalten 1000px 100% 237 KB
Qualität reduziert / Pixel reduziert 2000px 50% 102 KB

Für den Browser bedeutet das, dass er die Bilder größer angeliefert bekommt, als er sie anzeigt. Dies ist ein Vorteil für Retina Bildschirme, da diese eine sehr hohe Pixeldichte haben und normale Bilder unscharf darstellen. Auf Retina Bildschirmen müssen Bilder mit einer doppelten Bildgröße abgespeichert werden, um scharf dargestellt zu werden.

Retina
Breite des Bildes: 1700px
Breite im Web: 850px

Nicht Retina
Breite des Bildes: 850px
Breite im Web: 850px

Leider ist bei unseren Tests aufgefallen, dass nicht alle Desktop Browser Retina Bilder gleich anzeigen. Chrome und Firefox beispielsweise zeigen Retina Bilder ohne Qualitätsverlust, jedoch erscheinen die Bilder in Safari unscharf.

Fazit

Das perfekte Rezept für Bildkompression gibt es nicht, denn jedes Bild ist anders und sollte individuell behandelt werden. Ein interessantes Ergebnis unserer Recherche ist, dass die Qualität bei der Komprimierung viel mehr zur Dateigröße beiträgt, als die Pixelgröße. Da es vereinzelt Darstellungsprobleme mit Retina Bildern auf Nicht-Retina Bildschirmen gibt, ist es sinnvoll die Grafik in 2 verschiedenen Größen zu verwenden.

Für größere Projekte lohnt es sich in ein Automatisierungs-Tool zu investieren, welches die Grafiken komprimiert und in die verschiedenen Formate abspeichert.

Ein Blick in die Zukunft lässt auf spezielle Bildformate für das Web hoffen (siehe Web P). Oder auf ein eigenes <picture> HTML Element das derzeit leider auch noch nicht von allen Browsern unterstützt wird.

Hilfreiche Tools

Um die Performance Deines Blogs oder Deiner Website zu testen gibt es bereits verschiedene Hilfsmittel die Deine Seite analysieren und Tipps zur Verbesserung liefern.

Ein Beispiel dafür ist Pingdomhier können Informationen wie Ladezeit und Größe der Website abgefragt werden. Zusätzlich bieten sie eine Auswertung der Performance der Website, mit einer sehr detaillierten Aufschlüsselung der Ergebnisse.

Ein weiterer beliebter Speedtest wird von Google angeboten. Dieser liefert eine Liste von “Should fix”, “Consider Fixing” und “Passed Rules” zurück. Sie bieten zusätzlich Lösungsansätze zu den aufgelisteten Problemen an.

Um Bilder bestmöglich für das Web zu optimieren gibt es Online Tools mit deren Hilfe Bilder ähnlich komprimiert werden können wie mit Adobe Photoshop.

Beispiele sind: compressor.io, kraken.io und tinypng.com.

Jetzt weißt du, wie man Bilder für das Web optimiert. Ob du sie auch verwenden darfst, erfährst du in dem Blogbeitrag zum Urheberrecht.

Was Du von Sicherheits-Kommunikation hast – in Euro und Cent

Ein ganz normaler Arbeitstag für Werner G. – aufstehen, unterwegs zum Arbeitsplatz, losstarten. Und natürlich rechnet Werner damit, am Abend wieder gesund daheim zu sein. Die Realität schaut leider oft anders aus:

Leider: Diese Meldungen stammen aus dem Zeitraum von nur zwei Werktagen. Experten sind sich einig: Fast alle solche Unfälle, die Menschen wie Werner G. betreffen, könnten leicht vermieden werden. Und zwar, wenn die Werners dieser Welt mehr Eigenveranwortung für ihre Sicherheit übernehmen würden. Gesetzliche Regelungen sind umfassend, Institutionen wie Arbeitsinspektorat und AUVA tun ihr Bestes, aber wenn der Werner nicht mitmacht, nützen die besten Gesetze nichts.

Und genau da kommt Kommunikation ins Spiel: Denn die Aufgabe, Werner (und Gabi, Shawn und auch Ismael) dazu zu bringen, sich und seine Kollegen ständig an die Sicherheit zu erinnern, ist eine klassische Kommunikationsaufgabe. Und die bringts. Bestes Beispiel: ein Projekt am dänischen Flughafen Billund. Unsere lokale Partneragentur hat hier mit durchdachten Botschaften, witzigen Visuals und einem Bündel an Maßnahmen ganz erstaunliche Ergebnisse erzielt: Allein von 2014 auf 2015 ging die Zahl der Krankenstandstage unter den Airport-Mitarbeitern (in diesem Fall also Søren, Mette und Per-Anders…) um knapp 74% zurück. Die Zahl der Unfälle, die zu Krankenständen führten, ging um 38% zurück. Der Flughafen hat die Kostenersparnis mit exakt 88.092 Euro beziffern können.

Fazit von Kjeld Zacho Jørgensen, CEO am Billund Airport: „We believe that if you talk about accidents: you get accidents. But if you talk about a safe environment: you get a safe environment.“

Das Investment in Sicherheits-Kommunikation zahlt sich jedenfalls aus – in Hinblick auf Ethik, Verantwortung und Glaubwürdigkeit sowieso, aber eben auch finanziell. Wie bei kaum einem anderen Thema kann Kommunikation hier vielfach messbaren Mehrwert bringen. Be sure: asoluto wird sich diesem Thema 2017 verstärkt widmen.

Ethik in der digitalen Kommunikation – fad oder falsch?

Die digitale Kommunikation entwickelt sich so schnell, dass rechtliche Rahmenbedingungen deutlich hinterherhinken. Vieles ist ungeregelt, und selbst der Branchenusus hat sich noch nicht fertig ausgeprägt. Das lässt Raum für Kommunikationsformen, die kreativ, innovativ oder smart – und manchmal ethisch nicht korrekt sind. Doch wo verläuft die Grenze?

Anonyme Postings in Internet-Foren. Als redaktionelle Beiträge getarnte Werbetexte in Online-Medien und Blogs. Nicht deklarierte Facebook-Statements im Sinne des Kunden. – Immer öfter greifen KommunikatorInnen zu Mitteln, die im Graubereich zwischen „Das macht man“ und „Das macht man nicht“ liegen. Die Krux dabei: Die Kommunikation im Internet ist vielschichtig und schwer zu regulieren. Das bietet viel Raum für kreative Entfaltung, aber auch rechtliche und ethische Tücken. Leidtragende sind vor allem die KonsumentInnen, denn Objektivität und Wahrheitsgehalt hinter den im Internet veröffentlichten Informationen sind oftmals nur schwer zu verifizieren.

Der Österreichische Ethik-Rat für Public Relations hat deshalb Pionierarbeit geleistet und mit dem Online-Kodex den ersten Leitfaden für die österreichische Kommunikationsbranche herausgebracht, der sich diesem Bereich widmet.

Transparenz von kommerziellen Inhalten

Er gibt KommunikatorInnen Handlungsempfehlungen, um im Digital-Bereich ethisch korrekt sowie transparent und objektiv zu agieren. Der Schwerpunkt liegt auf Inhalten, die einem kommerziellen Interesse zugrunde liegen. Konkret geregelt wird etwa wie bezahlte Inhalte gekennzeichnet werden sollten. Aber auch die Absendertransparenz oder die Verantwortung von Unternehmen für deren Social Media-Auftritte wird ausführlich und mit Beispielen versehen erläutert. Der Online-Kodex berücksichtigt dabei auch die steigende Nachfrage nach der Zusammenarbeit mit Bloggern und Online-Influencern. Ziel ist es, bezahlte Inhalte in Online-Medien, Social Media-Kanälen und Blogs transparent darzustellen. Damit sollen KonsumentInnen die Objektivität und mögliche dahinterliegende Interessen einordnen können.

Erarbeitet wurde der Normenkatalog von den Digital-ExpertInnen innerhalb des PR-Ethik-Rats – in fruchtbarer Diskussion mit juristischen Experten sowie Vertretern der Agenturszene, Corporate Communications-Abteilungen, CSR- und NGO-Experten. Das Ergebnis ist auf der Website des PR-Ethik-Rats abrufbar.

Päpstlicher als der Papst?

Nun werden sich viele die Frage stellen: Ist man päpstlicher als der Papst, wenn man sich ethischen Richtlinien unterordnet? Viele „Sündenfälle“ sind ja durchaus gelebte Praxis und werden von anderen KommunikatorInnen ungeniert, ja manchmal sogar mit dem Augenzwinkern des besonders cleveren Fachmanns realisiert.

Wir sind – wie viele andere – der Überzeugung: Ethisch korrekte Kommunikation ist nicht nur eine Frage persönlicher Moralvorstellungen, sondern vor allem Ausdruck von Professionalität. Im angloamerikanischen Raum ist die Branche bereits viel weiter und hat wesentliche Schritte zur klaren Differenzierung zwischen werblichen und redaktionellem Content gesetzt. Aus gutem Grund, denn ethische Verstöße können sich rasch rächen. Wenn die LeserInnen, UserInnen oder KonsumentInnen Täuschungsmanöver durchschauen, sich unfair oder respektlos behandelt fühlen oder in ihrer Privatsphäre verletzt werden, reagieren sie gnadenlos. Im besten Fall wird ein Unternehmen mit seiner Kommunikation ignoriert. Im schlimmsten Fall bricht ein Shitstorm mit entsprechendem Imageschaden und veritablen wirtschaftlichen Folgen über die Firma herein.

Daher ist jedem professionellen Kommunikator – auf Unternehmens- wie auf Agenturseite – geraten, die Grundprinzipien von Ethik in der digitalen Kommunikation zu beherzigen.

Darf’s ein bisserl Strategie zum Content Marketing sein?

Content Marketing & Management, zwei Begriffe die sich viele an die Fahne heften. Doch vergessen die meisten vor dem Flambieren der Speise, diese erst vernünftig zuzubereiten. Das Rezept für erfolgreiches Content Marketing & Management heißt nämlich Content Strategie.

Content Marketing ist natürlich ein wichtiger Teil jeder erfolgreichen Umsetzung. Doch werden leider viel zu oft Themen wie:

  • Wer produziert täglich hochwertigen Content
  • Wie hole ich das Optimum aus meinem Content raus
  • 200 Prozent mehr Fans aber kein bisschen mehr Interaktionen

in den Hintergrund gedrängt. Unangenehme Fragen, die mit einem durchdachten Konzept ausgeräumt werden.

Wie gehe ich am besten an Content Marketing heran?

Wir überlegen uns also vorher eine methodisch strategische Herangehensweise. Das bedeutet: Content identifizieren (Audit), analysieren und priorisieren (Planung), kreieren (Produktion) sowie kontrollieren und anpassen (Management). Diese vier Punkte bilden unsere Content Strategie (frei nach Miriam Löffler).
Content Marketing kommt hier nicht vor. Es ist ein Zahnrad, das sich über Planung und Produktion legt. Der Clou daran: Keine plumpen Werbebotschaften, sondern unterhaltsame und informierende Inhalte & Themen, die eure potenziellen Kunden freiwillig aufsuchen. Beispiel?! Hornbach bietet seinen Kunden mit dem „Projekt Tutorial“ hilfereiche Tipps und Inspirationen rund um das Thema Heimwerken.

Earned-Media vs. Owned-Media. Worauf es wirklich ankommt!

Wer bis jetzt ausschließlich auf Earned-Media setzte, um seinen Content zu verbreiten, hat mit zwei Faktoren zu kämpfen. Einerseits werden in Zukunft die Ansprechpartner immer weniger – das Zeitungssterben geht munter weiter. Andererseits liegt die endgültige Entscheidung über die transportierten Botschaften – natürlich vollkommen zurecht – beim Journalisten.
Warum also nicht ein Umfeld schaffen in dem ihr eure Inhalte kontrollieren und gleichzeitig eure Leser informieren und unterhalten könnt.
Owned-media – ein Weg den auch Bundeskanzler Christian Kern mit der Auflösung des Pressefoyers forciert – lautet die Zukunft. Diese müssen nicht zwingend digital verfügbar sein. Kundenzeitschriften von Supermarktketten oder Hochglanzmagazine eines Energydrink Herstellers sind Offline-Produkte, die die Kernmarke stützen. Kostengünstiger und schneller lassen sich natürlich Online-Aktivitäten umsetzten.
Solltet ihr an der Wirksamkeit von Facebook Auftritten und Co zweifeln, so bedenkt: Es liegt selten am Boten, sondern an der Botschaft. Deshalb ist es unabdingbar, eine Strategie festzulegen, welche die Aufbereitung des Endprodukt Content bestmöglich vorbereitet. Diese Content Strategie sollte Kernfragen wie:

  • Welche Bedingungen von außerhalb beeinflussen unser Investment?
  • Welche Ziele soll das Engagement kurz, mittel und langfristig erfüllen?
  • Wie messen wir diese Ziele?

Mein Fazit: Content Marketing ist eines dieser inflationär verwendeten Schlagwörter, die genutzt werden, ohne das eigene Umfeld strategisch zu durchleuchten. Es muss definitiv „ein bisserl Strategie“ dabei sein. Diese sollte sogar von jeder guten Agentur angeregt werden. Ihr würdet ja auch keinen Tafelspitz ohne Suppe zubereiten.

Wie verbringt asoluto die Mittagspause?

Bei asoluto ist das gemeinsame Mittagessen Realität und dies wird als Unternehmenskultur gesehen. Dabei werden das Gemeinschaftsgefühl und die zwischenmenschliche Kommunikation gefördert. Es wird Privates ausgetauscht, über Aktuelles diskutiert oder manchmal wird gar nicht viel geredet und einfach nur das Essen genossen. Doch wichtig ist, dass es ungezwungen ist und es jeder/m selbst überlassen ist, ob er/sie dabei sein will oder die Pause doch auswärts oder alleine verbringen möchte.

Gemeinsames Mittagessen als Teil der Unternehmenskultur

Der Empfang übernimmt die tägliche Essensbestellung für diejenigen, die kein Mittagessen dabeihaben. Je nach Lokal nehmen durchschnittlich 5-8 KollegInnen diesen Service in Anspruch. Ich versende am Freitagnachmittag die Lokalauswahl für die neue Woche, sodass Mann oder Frau schon ein bisschen vorplanen kann. Täglich bis um halb zwölf sind die Bestellwünsche abzugeben und ein knappes Email mit „Essen ist da.“ kündigt das Essen an, sobald es geliefert bzw. geholt wurde. Alle, die an dem gemeinsamen Mittagessen teilhaben wollen, kommen in die „Akademie“ – der Besprechungsraum, der um viertel nach zwölf zum Esszimmer wird.

Eintragung Liste
Email Benachrichtigung

Lieferservice ja oder nein?

Lieferservices wie Foodora, Lieferservice.at oder mjam.at erfreuen sich großer Beliebtheit in Wien. Doch leider benötigen die Lieferservices zur Mittagszeit sehr lange, sodass es doch am einfachsten ist, wenn ich selber mit dem Fahrrad oder zu Fuß los düse und die Speisen abhole.

Wurstsemmel, nein danke!

Unser Standort am Karlsplatz ist auch was das kulinarische Angebot anbelangt optimal, sodass wir aus einer Palette von knapp 20 bereits bewährten Lokalen wählen können. Eine gute Mischung aus internationalen Küchen und gesundem Fastfood lässt uns auch immer wieder neue Lokale entdecken und ausprobieren.
Was muss ein Mittagessen also können, um beim asoluto-Team beliebt zu sein? Gesund, vegetarisch und das Preis-Leistungsverhältnis muss stimmen. Neben diesen drei wichtigsten Punkten legt das Team auch sehr viel Wert auf frische Zubereitung und ein abwechslungsreiches Angebot.

Wrap
gemeinsames Essen

Unsere Top 3 Favoriten

Die Geschmäcker sind so unterschiedlich, dass man es nicht immer allen recht machen kann. Doch bei unseren drei beliebtesten Lokalen, ist für (fast) jede/n was dabei:

  • Platz 1: Charly Fresh. Wir bestellen sehr gerne in der Filiale am Karlsplatz 3 im 1. Bezirk. Hier wird eine große Auswahl an Salaten, Suppen, Wraps und Pitas geboten – zum Abholen oder geliefert. Die asoluto Lieblingsspeisen sind die „Charly`s Suppenkreationen“ und der „Feta goes Nuts!“ Salat.
  • Platz 2: Delicious Monsters. Auch sehr beliebt sind die Mittagsmenüs von Delicious Monsters in der Gußhausgasse 12 im 4. Bezirk und die große Auswahl an verschiedenen Burgers, Sandwiches und Salaten.
  • Platz 3: Kent. Das türkische Restaurant im 15. Bezirk wird ebenso sehr geschätzt. Orientalische Speisen, ein großes Angebot und ein zuverlässiger Lieferservice kommen beim Team gut an. Unsere meist-bestelltesten Speisen sind: Ispanakli Börek (Spinatstrudel) und der Sigara Böregi (gerollter Blätterteig mit Käsefüllung).

Wir haben in letzter Zeit aber auch neue Restaurants entdeckt, die wir Euch nicht vorenthalten wollen (Fortsetzung folgt…)

Salat
Pommes

7 lebensrettende Tipps für die Entwicklung von E-Mail-Templates

Die Erstellung von E-Mail-Templates kann nervenaufreibend sein, wenn das Layout komplex, die unterstützten Mail-Clients vielfältig oder die Anforderungen spezieller sind. Nachdem ich zwei E-Mail-Templates für einen Kunden umgesetzt habe, teile ich praktische Tipps, die euch Zeit und Nerven sparen.

If you are already familiar with web development,
forget everything you know about it.
Nicole Merlin, eine E-Mail-Designerin, über die Entwicklung von E-Mail-Templates.

Jeder der mit der Erstellung eines komplexeren E-Mail-Templates zu tun hat, weiß wie frustrierend die Entwicklung eines solchen sein kann. MailChimp (eine der meistgenutzten Plattformen für den Versand von E-Mail-Newslettern) beschreibt die Entwicklung als Zeitreise in die späten 90iger-Jahre. Damals als Tabellenlayouts noch Standard waren.

Doch warum ist das so?

Es gibt für das Web inzwischen bestimmte Standards die von Browsern wie Firefox, Google Chrome oder manchmal auch Internet Explorer berücksichtig werden, damit eine standardkomform geschriebene Webseite auf all diesen Plattformen gleich angezeigt wird. Diese Standards existieren für E-Mails nicht. Es gibt außerdem viele unterschiedliche Clients um E-Mails zu betrachten. Eine Zusammenfassung von Nicole Merlin zeigt wie umfangreich diese Liste schon 2013 war.

Im letzten Jahr musste ich einiges über die Entwicklung von E-Mail-Templates lernen als ich zwei E-Mail-Templates mit striktem Coorprate Design für einen Kunden umgesetzt habe. Ich gebe nun Tipps weiter die mir vor Entwicklungsstart einiges an Nerven und Frust erspart hätten.

Tipp 1: Versuche nicht auf eigene Faust zu handeln, es gibt genug im Internet

Die Grundlage sollte ein bestehendes Template bilden, das Rad muss nicht neu erfunden werden. Es gibt einige Vorlagen, bestenfalls eine die schon viele Elemente des Designs beinhaltet. Ich habe mit einer MailChimp-Vorlage gestartet, da später dort auch die Mails versendet werden sollten und schon einige Beispiele für die Umsetzung gegeben werden.

Tipp 2: wie früher – Tabellenlayout und Inline-CSS

Wie schon zuvor erwähnt: E-Mail-Templates sind wie Webseiten der 90iger-Jahre. Die Layouts sollten nicht mit <div> oder anderen Elementen definiert werden sondern mittels Tabellen. In der Webentwicklung ist diese Vorgehensweise schlechte Praxis, bei E-Mail-Templates für bestimmte Layouts unausweichlich.
Um sicher zu gehen, dass alle CSS-Styles auch berücksichtigt werden sollten diese Inline definiert werden. Man muss jetzt aber die Styles beim Entwickeln nicht direkt in die Element-Attribute schreiben sondern kann einen Generator verwenden, der einem schlussendlich das Template mit Inline-Styles generiert.
Einerseits macht MailChimp das bei Custom Templates bevor sie verschickt werden, man kann aber auf Nummer sicher gehen, oder falls man MailChimp nicht zum Versenden der Mails verwendet, und mit dem „CSS Inliner Tool“ sein E-Mail-Template umwandeln lassen.

Tipp 3: eine Textbeschreibung die nur in der Mailübersicht angezeigt wird

Einleitungstexte von E-Mails im Posteingang sind wichtig, damit Empfänger einen Eindruck vom Inhalt bekommen und somit die E-Mail schlussendlich auch öffnen. Zwei Beispiele für diesen Text sind im Bild oben zu sehen. Um einen solchen Text in das Template einzubauen ohne das der Text an der erste Stelle des Templates sichtbar ist gibt es folgenden Code:

<div style="display: none; font-size: 1px; color: #ffffff; line-height: 1px; max-height: 0px; max-width: 0px; opacity: 0; overflow: hidden;">
Ihre Traumziele warten auf Sie – buchen Sie tolle Angebote
</div>

Der Text wird nur in der Übersicht angezeigt und die ersten sichtbaren Elemente im Template können andere Elemente wie Bilder oder die Anrede sein.

Tipp 4: padding zu wenig oder zu viel?

Der Abstand wird nicht und nicht angezeigt? Oft setzt man auf HTML-Elemente einen padding Style der zum Beispiel in Outlook nicht greift. Eine zuverlässige Lösung bietet eine table-Struktur um das betroffene Element. Dem td-Element der Tabelle wird dann der padding-Style gegeben. So wird der Abstand bestimmt in allen Mail-Clients angezeigt.

<table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%">
  <tr>
    <td align="left" valign="top" style=„padding-bottom: 10px; padding-top: 5px;“>
      …
    </td> 
  </tr>
</table>

Es ist auch besser padding nicht allgemein zu setzen sondern für alle Richtungen (top, right, bottom, left) extra zu setzen damit das Template in allen Clients gleich aussieht.

Werden mysteriöse Abstände bei einer Tabelle angezeigt die nicht gesetzt wurden? Hier hilft es die Attribute border, cellpadding und cellspacing der Tabelle auf 0 zu setzen.

<table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"></table>

Tipp 5: Entwicklung für MailChimp

Wird das E-Mail-Template in MailChimp umgesetzt kommt man nicht um die Verwendung von „Merge Tags“ herum. Es gibt eine Reihe solcher Merge Tags die den Newsletter personalisieren wie FNAME und LNAME. Interessant ist auch die Möglichkeit sie selbst zu definieren.

Um das aktuelle Jahr auszugeben gibt es den Merge Tag CURRENT_YEAR. Möchte man jedoch ein individuelleres Datum ausgeben gibt es DATE, weshalb ich diesen Merge Tag bevorzugen würde. Die Regeln für das Datumsformat stammen von PHP.

Es folgen zwei Beispiele wie ich DATE im Code eingebaut habe:

<div>
 asoluto Newsletter | <span style="white-space: nowrap">*|DATE:d. m. o|*</span>
</div> 
<p>Copyright &copy; asoluto *|DATE:Y|*, alle Rechte vorbehalten.</p>

Wie an dem Beispielen zu sehen ist werden alle Merge Tags wie folgt eingebunden: 
*|MERGE_TAG_NAME|*

Mit Merge Tags sind auch Bedingungen möglich. Zum Beispiel kann abgefragt werden ob sich der User/Nutzer gerade auf der Browseransicht (ARCHIVE_PAGE) befindet. Dort kann man dann den Text „im Browser ansehen“ ausblenden.

*|IF:ARCHIVE_PAGE|*
 *|ELSE:|*
 <table align="center" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="100%" style="max-width: 600px;">
 <tr>
 <td style="background-color: #ffffff;"></td>
 <td align="center" valign="top" width="600" style="background-color: #ffffff; text-align: right; padding-top: 10px; padding-bottom: 10px; padding-right: 20px; padding-left: 20px;">
 Wird diese E-Mail nicht korrekt dargestellt?
 <a href="*|ARCHIVE|*" target="_blank">Im Browser ansehen &gt; </a>
 </td>
 <td style="background-color: #ffffff;"></td>
 </tr>
 </table>
*|END:IF|*

Ein wichtiger Merge Tag ist REWARDS, für die Einbindung des MailChimp-Buttons. Wird dieser in einem selbstgeschriebenen Template nicht hinzugefügt hängt MailChimp bei kostenlosen Accounts einen eigenen Footer ans Ende der E-Mail, welcher natürlich keine Rücksicht auf das Design des Templates nimmt.

<div style="margin-top: 30px; text-align: center">
 *|IF:REWARDS|* *|REWARDS|* *|END:IF|*
</div>

Es empfiehlt sich auch bei einem bezahlten Account eine Abfrage und den REWARDS Merge Tag einzubauen, falls der Account ausläuft, um den MailChimp-Footer zu verhindern.

Wie bei REWARDS ist auch der UNSUB Merge Tag für einen Link zur Abmeldung vom Newsletter verpflichtend um den von MailChimp angehängten Footer zu verhindern. Man kann ihn wie folgt einsetzen:

  <a href="*|UNSUB|*" target="_blank">vom Newsletter abmelden</a>

Eine Auflistung aller Merge Tags befindet sich hier: http://kb.mailchimp.com/merge-tags/all-the-merge-tags-cheat-sheet

Sollen Newsletter-Redakteure die Möglichkeit bekommen das Layout, Elemente oder auch Farben im Template zu ändern gibt es von MailChimp eine eigene Template-Sprache. Ein paar Beispiele dazu befinden sich in meinem vorherigen Post. Ich empfehle die Dokumentation dazu ausführlich zu lesen, da sich dort einige hilfreiche Tipps finden lassen.

Tipp 6: Immer wieder testen und testen und testen

Je schneller man einen Darstellungsfehler entdeckt umso einfacher ist es ihn zu lösen. E-Mail-Templates werden mit den verschachtelten Tabellenstrukturen und dem Inline-CSS schnell komplex. Deshalb gilt: nach jeder noch so kleinen Änderung immer auf allen Clients testen auf denen das E-Mail-Template gut aussehen muss!

Idealerweise besitzt man alle Endgeräte auf denen das E-Mail-Template gut aussehen soll und kann dort direkt immer wieder die Funktionalität und das Aussehen testen. Alternativ können Tools wie Litmus verwendet werden. MailChimp bietet auch die Möglichkeit (für bezahlte Accounts) auf unterschiedlichen Endgeräten und Mail-Clients zu testen.
Weiß man mal gar nicht mehr weiter kann auch das Validieren des Templates Fehler zum Vorschein bringen. (zum Beispiel mit Premailer)

Tipp 7: „Don’t get angry, get even.“

Je erfahrener ein Webentwickler ist umso schwieriger ist es sich von den modernen Technologien zu verabschieden und alles umständlicher zu schreiben, als man es gewohnt ist. Deshalb ist das Schreiben eines E-Mail-Templates so ein nervenaufreibender Prozess. Auf der Suche nach Problemlösungen stellt man fest dass sich viele andere Entwickler in der selben Situation befinden. Das alleine ist schon ein beruhigender Gedanke.

Beispielsweise bin ich während der Entwicklung auf einen Blog-Beitrag mit dem Titel „How To Create HTML Email Newsletters To Look The Same – Even In Outlook“ von Rob Cubbon gestoßen. Er hat für mich magische Worte geschrieben:

Don’t bang on the table, pull your hair out or write vitriolic attacks against Microsoft in your Twitter feed like I did – it won’t get you anywhere. Instead have a cup of tea, breathe deeply and affirm "I will beat this. I will do this. I will finish this." Rob Cubbon

Seit ich auf diesen Artikel gestoßen bin, hängt dieses Zitat im Büro an der Wand gegenüber.

Visual Storytelling – Instagram, Pinterest und Snapchat im Check

Barack Obama tut es, Apple tut es, Sportmannschaften und Modelabels tun es… und für unsere kleinen Geschwister ist es längst ein alter Hut. Die Rede ist von Visual Storytelling.

Von Storytelling an sich war im Blog ja bereits die Rede – aber Bilder sagen ab und zu eben wirklich mehr als tausend Worte. Der Siegeszug von Plattformen wie Instagram, Pinterest und allen voran Snapchat scheint unaufhaltsam. Es kann nicht länger von einem kurzfristigen Hype gesprochen werden, die Nutzerzahlen sprechen für sich. Da stellt sich natürlich auch für den einen oder anderen Kunden die Frage „Brauch ma des a?“ – die Antwort ist ein klares „Jein“. Vor dem Start auf einer neuen Plattform sollten die wichtigsten Faktoren bedacht werden. Nicht jedem Trend muss nachgelaufen werden, nicht jedes Medium eignet sich für jeden Kunden. Was muss man über die großen Player im Bereich Visual Storytelling wissen und welche Fragen sollten im Vorfeld geklärt werden?

Instagram

Die Schokoladenseite des Lebens. Onlinefotoalbum und Geburtsstätte des Selfies – auf Instagram setzt man sich und seinen Lifestyle in Szene, mittlerweile sind sogar kurze Videos möglich. Ein gesundes Frühstück, ein neues Paar Sneakers für’s #ootd und am Abend ein Strandfoto mit Sonnenuntergang – Hashtag #nofilter. Auf Instagram tummeln sich die Jungen – die größte Nutzergruppe sind die 18 bis 34-jährigen. Weltweit verzeichnet die Plattform mehr als 400 Millionen monatlich aktive User. Spannend, sogar ein Drittel der 500 umsatzstärksten Unternehmen der Welt gaben 2015 an Instagram zu nutzen. Aber braucht ein Unternehmen zwangsläufig einen eigenen Instagram Account? Diese Frage lässt sich am einfachsten mit einigen simplen Gegenfragen beantworten. Ist meine Zielgruppe auf Instagram? Habe ich genug attraktives Bildmaterial? Gibt es die zeitlichen und finanziellen Ressourcen für die laufende Betreuung des Accounts? Sind meine Produkte und Dienstleistungen optisch ansprechend inszenierbar? Ja? Na dann los!

Beispiele für gelungene Unternehmensseiten sind etwa Ben & Jerry’s oder National Geographic.

Pinterest

Pinterest ist weniger ein soziales Medium als vielmehr eine visuelle Suchmaschine. Mittels digitalen Pinnwänden sammeln User Bilder, erstellen Kollektionen und planen für die Zukunft. Hochzeitskleider, Interior-Design, Frisuren und DIY-Anleitungen treffen auf Reisedestinationen und Kochrezepte. Beiträge, die sogenannten Pins, können auf eine eigene Pinnwand weitergepinnt werden – attraktiven, gut präsentierten Inhalten verhilft dieser „Schneeball“-Modus zu beachtlichen Reichweiten. Im Gegensatz zu Snapchat, wo authentische, nicht perfekte Inhalte besonders gut funktionieren, dreht sich bei Pinterest alles um ästhetische Hochglanz-Bilder, die hohen professionellen Ansprüchen genügen und perfekt inszeniert sind. Auf Pinterest suchen die User gezielt nach Produkten. Damit ist es zum Beispiel die ideale ergänzende Plattform für Onlineshops. Die Besonderheit, hier erreicht man ein in erster Linie weibliches Publikum, 85 % der 100 Millionen weltweiten Nutzer sind Frauen. Vor der Entscheidung für oder gegen einen Unternehmens-Account stellen sich die gleichen Fragen wie bei Instagram. Zusätzlich relevant ist, dass die Plattform auch für SEO-Zwecke geeignet ist – im Gegensatz zu Instagram kann jeder Beitrag einen Link enthalten.

Pinterest Erfolgsgeschichten zur Inspiration.

Snapchat

Instant Messaging via Bild und Video – Snapchat ist im Moment einer der schnellst wachsenden Messaging-Dienste, besonders bei Jugendlichen. Dabei spielt die App mit dem Reiz der Flüchtigkeit: Snapchat-Nachrichten zerstören sich nach einigen Sekunden selbst. Sie können mittlerweile aber auch schon in sogenannte Stories aneinandergereiht oder als Memories gespeichert werden. Früher hat man Fotos gemacht um Erinnerungen zu sammeln – heute dienen sie der Kommunikation. Großer Beliebtheit erfreuen sich die Filter der App, mit denen man sich etwa ein dramatisches Make-up verpassen und sein Gesicht mit dem des besten Freundes tauschen kann. Fotos, die an einem bestimmten Ort aufgenommen wurden, können mit Geofiltern versehen werden. Außerdem kann auf die Snaps gekritzelt werden was das Zeug hält. Im Fokus stand bisher die private Nutzung, jetzt springen auch immer mehr Unternehmen auf den Snapchat Zug auf – hier können sie ihre menschliche, echte Seite zeigen. Spontane Aktionen und Blicke hinter die Kulissen: humorvolle, authentische und verrückte Inhalte machen Snapchat so einzigartig und beliebt. Mit 150 Millionen täglich aktiven Nutzern ist die App bereits an Konkurrenten wie Twitter vorbeigezogen.

Kreative Idee – General Electric unterhalten ihre Snapchat Follower mit „Emoji Science“, das sieht dann so aus:

Quelle: General Electric ist als @GeneralElectric auf Snapchat

Für alle drei Plattformen gilt, dass als Alternative – sei es aus Mangel an Ressourcen oder Inhalten – auch auf einen eigenen Account verzichtet werden kann, um sein Angebot stattdessen über die Profile von Bloggern und Testimonials mit großen Followerzahlen zu vermarkten. Wichtig ist aber auch in diesem Fall, über die Vorteile und Spezifika der unterschiedlichen Dienste Bescheid zu wissen und am Ball zu bleiben. Instagram, Pinterest und Snapchat sind dabei nur die Spitze des Eisbergs – Live-Streaming Anwendungen wie Periscope, Meerkat und Facebook Live gewinnen immer mehr an Relevanz. Visual Storytelling entwickelt sich in rasantem Tempo weiter und wird die Medienbranche noch gewaltig aufmischen – aber das ist eine andere Geschichte…

Wie funktionieren Instagram Stories & welche Möglichkeiten gibt es für Unternehmen?

Wir leben in einer Welt, die sich im permanenten Wandel befindet. Über Nacht kommen neue Technologien raus und wir fühlen uns als User oftmals damit alleine gelassen, weil wir uns neu orientieren müssen und das Gefühl haben uns anpassen zu müssen. In den letzten 10 Jahren haben wir eine unglaubliche technologische Entwicklung durchgemacht und trotzdem stecken einige von uns noch bei Facebook und YouTube fest. Es ist aber nunmal so, dass diese Veränderungen immer schneller passieren und es ist klar, dass nicht jeder dieser Schnelllebigkeit folgen kann oder folgen will. Die jüngste Entwicklung sind Instagram Stories, die diese Woche als neues Feature zu der Bilder Plattform hinzugekommen sind. Aber wie genau funktionieren Instagram Stories und wofür kann sie ein Unternehmen nützen? Ich habe das neue Feature für euch getestet und einen Guide für Einzelpersonen und Unternehmen zusammengestellt.

Wird Instagram jetzt zu Snapchat, oder was ist da los?

Seit Dienstag ist es offiziell: Instagram Stories, das neue Feature von Instagram ist verfügbar. Dieser Social Media Kanal war immer für seine schönen Bilder, tollen Filter, leckeren Avocadobrote und Outfit Posts bekannt. Denjenigen unter euch, die Instagram oft nützen, kommen folgende Abkürzungen bestimmt bekannt vor: #ootd, #tb, #tgif, #igers. Vor Kurzem wurde, ähnlich wie bei Facebook, der Algorithmus überarbeitet. Es ist jetzt so, dass die Bilder nicht mehr chronologisch, sondern nach Relevanz angezeigt werden. Ein Bild, das zwar vor mehreren Stunden gepostet wurde, aber viele „Hearts“ und Kommentare bekommen hat, wird prominenter angezeigt als ein aktuelles Bild, welches zu wenig Interaktion führt. Diese Änderung sorgte schon für Aufregung, da die Instagrammer befürchteten, dass ihre Bilder nicht mehr so stark berücksichtig werden.

Instagram Feed Beispiel
Instagram Feed Beispiel

Aber für richtigen Diskussionsstoff sorgten erst die Instagram Stories, die seit kurzem aktiv sind. Wenn Du dachtest Social Media sei noch nicht verwirrend genug, mach Dich auf was gefasst: Jetzt kannst Du auch auf Instagram Videos machen, die nach 24 Stunden gelöscht werden. Das kommt vielen jetzt wahrscheinlich bekannt vor. Das Prinzip ist auch genau dasselbe wie bei Snapchat, nur ohne die Filter, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden (siehe Step 4 – die Vermutung hat sich bewahrheitet).

Wie genau funktionieren Instagram Stories?

Das Update sollte mittlerweile auch bei Dir sichtbar sein und ermöglicht es Dir Deine Instagram Fotos in einer Slideshow aneinanderzureihen, die dann in der Timeline angezeigt wird und von Deinen Freunden aufgerufen werden kann. Nach 24 Stunden wird die Slideshow gelöscht. Du kannst bei Deiner Story einen kurzen Text dazuschreiben, Farben einfügen und Emojis (genauso wie bei Snapchat).

Instagram Stories Ansicht Mobil

Step 1: Update Deine Instagram App

Um mit Instagram Stories starten zu können, musst Du Deine Instagram App auf die neueste Version aktualisieren. Nütze dafür am besten den App Store auf Deinem iPhone und mach ein Update. Auf einem Android Smartphone, geh zum Play Store und suche nach der Instagram App und drücke auf Update.

Update Instagram App

Step 2: Entwirf Deine erste Instagram Story

Auf Deinem Instagram Feed sollte nun ein kleines Plus-Icon sichtbar sein. Ganz oben links auf Deinem Bildschirm. Nachdem Du draufgedrückt hast, wähle den Foto/Video Knopf unten in der Mitte, um den ersten Teil Deiner Story zu entwerfen. Falls Du aber lieber ein Foto vom letzten Badeurlaub teilen möchtest, swipe hinunter auf Deinem Bildschirm und wähle das gewünschte Foto aus.

Beispiel Instagram Story

Step 3: Dekoriere Dein Foto

Drücke oben rechts auf den Aa-Knopf und schreibe einen beliebigen Text auf Dein Foto oder benütze das Stift Icon, um Deiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Oben rechts neben dem Aa-Knopf findest Du einen Sticker-Icon mit dem Du Dein Foto schmücken kannst. Du hast zudem die Möglichkeit die Uhrzeit und die Location anzuzeigen. Du kannst beliebig viele Sticker zu Deiner Story hinzufügen und die Größe anpassen.

Wenn Du dann fertig bist und Deinen inneren Künstler zum Ausdruck gebracht hast, drücke auf den Knopf, der sich unten mittig Deines Bildschirms befindet. Falls Du es Dir anders überlegt hast, drücke auf „Cancel“ um das Foto zu löschen. Um Dein Bild zu speichern, klicke auf den „Download“ Knopf unten rechts.

Mit der „free-hand“ Option kannst Du ein Video aufnehmen, ohne den Button gedrückt zu halten. Zudem kannst Du mehrere Textfelder zu Deinem Foto hinzufügen und Du kannst Deine gesamte Instagram Story als einzelnes Video speichern (das ist derzeit nur für iOS verfügbar).

Beispiel Instagram Story Schritt 2
Beispiel Instagram Stories Schritt 2
Instagram Update

Step 4: Wähle einen Filter

Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Neben den Sticker und den Farbfiltern, kannst Du Deine Selfies oder die mit Deinen Freunden verschönern. Es gibt diverse Tierfilter, Filter mit Kopfschmuck oder undefinierbare Filter, die Deinen Followern bestimmt ein Grinsen ins Gesicht zaubern werden. Du kannst mit diesem Feature entweder Fotos oder Videos machen – ganz wie Du möchtest.

Selfie mit Filer
Insta-Filter

Step 5: Entdecke die Instagram Stories Deiner Freunde

Um Dir die Instagram Stories der Leute, denen du folgst, anzusehen musst Du ganz oben auf Deinem Feed auf eines der Fotos klicken. Du kannst Dir auch die Instagram Story von jemanden ansehen, indem du auf das Profilbild der Person klickst. Dieses ist seit neuestem von einem regenbogenfarbenen Ring eingekreist.

Der Zugriff auf Instagram Stories funktioniert genauso wie der Zugriff auf Fotos. Wenn Du Deinen Instagram Account auf privat eingestellt hast, dann sind auch Deine Instagram Stories privat und nur für diejenigen einsehbar, denen du Zugriff gewährst. Wenn Du einen öffentlichen Account hast, dann sind Deine Stories für die ganze Welt sichtbar.

Instagram Stories Ansicht Mobil

Step 6: Schau nach, wer sich Deine Instagram Story angeschaut hat

Sowie bei Snapchat kannst Du auch bei Instagram einsehen, wer sich Deine Story angeschaut hat. Bevor Du nachschaust, sei dir bewusst, dass es auch ziemlich ernüchternd sein könnte wie wenig beliebt Du bist. Tief ein und ausatmen.

Öffne Deine Story und swipe unten auf Deinem Bildschirm, wo die Zahl steht, dann siehst Du wer sich Deine Story angeschaut hat. Zum Glück, kann niemand anderer diese Statistik einsehen. Genauso kannst Du Dir nicht heimlich Instagram Stories von anderen anschauen, also überlege gut bevor Du damit startest. Sonst, wünsche ich Dir viel Spaß!

Beispiel Instagram Stories

Step 7: Teile Deine Freude mit Deinen Followern

Findest Du das zehnte Urlaubsfoto von einer Freundin noch immer so schön wie das erste? Dann schreib ihr einen Kommentar zu ihrem Foto, damit sie Dich weiterhin mit tollen Strandfotos bombardiert während Du im Büro sitzt.

Beispiel Foto
Beispiel Foto

Step 8: Lösche oder archiviere Deine Stories

Manchmal war der Abend viel zu schön und Du möchtest nicht, dass Deine Story innerhalb von 24 Stunden gelöscht wird. Dann kannst Du sie entweder als Bild speichern oder sie direkt in Deinen Instagram Feed posten.

Wenn Du ein Foto speichern möchtest, bevor es veröffentlicht wird, drück den Download Knopf (unten in der Mitte Deines Bildschirms). Nachdem es veröffentlicht wurde, öffne Deine Instagram Story und klicke auf die drei Punkte unten rechts. Drücke dann auf „Save Photo“. Um es auf Deinem Instagram Feed zu teilen, drücke wieder auf die drei Punkte und wähle „Share as a Post“.

Falls Du aber ein Foto löschen möchtest, weil es Dir mittlerweile unangenehm geworden ist, dass es jeder auf der Welt sehen kann, dann drücke wieder auf die drei Punkte und wähle „Delete“.

Beispiel Foto Instagram

Step 9: Du kannst Deine Instagram Story vor Deinem Chef oder Deiner Mutter verstecken

Wenn Du Deine Instagram Story nicht jedem zugänglich machen möchtest, dann kannst Du das unter „Story settings“ einrichten. Dort kannst Du auswählen, wer Deine Story nicht sehen darf. Wenn Du das rückgängig machen möchtest, musst Du wieder zu den Einstellungen gehen.

Beispiel Foto Instagram

Warum sind Instagram Stories für Unternehmen interessant?

Instagram Stories sind eine tolle Möglichkeit ein Unternehmen von seiner natürlichen und ungestellten Seite zu zeigen. Die Mehrheit der Fotos auf Instagram sind inszeniert, somit können diese spontanen und kurzen Stories einem Unternehmen helfen aus der perfekten Instagram Welt auszubrechen. Auch wenn viele meinen, dass Instagram Stories eine Kopie von Snapchat sind (was auf der Hand liegt), finde ich, dass Instagram Stories einen großen Vorteil gegenüber Snapchat haben.

  • Erstens ist die Zielgruppe eine andere – auf Snapchat sind sehr junge Menschen unterwegs – im Gegensatz zu Instagram, wo vom Teenager bis zur berufstätigen Mutter ein großes Spektrum an Leuten erreicht werden kann.
  • Zweitens haben Unternehmen ihre Reichweite schon auf Instagram, vorausgesetzt es besteht bereits ein aktiver Account. Somit müssen sie sich nicht an eine neue Plattform gewöhnen und bei Null anfangen, sondern können bereits mit einer guten Basis starten und Followern mehr Einblick ins Unternehmen gewähren.
  • Drittens werden Follower durch die Anzeige der Instagram Stories ganz oben auf ihren Bildschirmen nicht von anderen Einflüssen abgelenkt. Es bietet sich also hier eine gute Möglichkeit ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, was mittlerweile bei Facebook immer herausfordernder ist.
  • Viertens gibt es die Möglichkeit Werbung in den Stories zu buchen. Seit März 2017 sind die Anzeigen für alle verfügbar. Einige Rahmenbedingungen:
    • eine Anzeige kann als Video oder Foto im (16:9) Hochformat eingebucht werden
    • Die Anzeige wird beim User 15 Sekunden lang angezeigt
    • Die Werbestories werden zwischen den Instagram Stories von verschiedenen Usern angezeigt. Das bedeutet, dass die Stories von anderen Usern nicht unterbrochen werden, sondern die Werbung erst danach angezeigt wird.
    • User können die Anzeigen überspringen in dem sie auf „weiter klicken“ so wie bei den üblichen Stories
    • Es gibt eine Auswertung für Unternehmen, wo die Reichweite, Impressions, Abbrüche und Antworten eingesehen werden können
    • Das übliche Targeting für Anzeigen ist ebenso auf Instagram verfügbar

Was Unternehmen aber nicht machen sollten, ist zweimal dieselbe Geschichte zu erzählen. Überlegt Euch davor, welche Inhalte Ihr mit Eurer Zielgruppe teilen wollt. Es sollten interessante und lustige Momente sein. Also zum Beispiel wenn Ihr auf einem Event seid oder im Büro einen Workshop macht. Es kann ruhig auch witzig sein und Ihr solltet versuchen mit den Followern zu interagieren. Erzählt ihnen eine Geschichte und lasst sie in Eure Unternehmenswelt eintauchen.

Der Guide für eine fehlerfreie Google Tag Manager Implementierung

Um heutzutage als Unternehmen aus der Informationsflut herauszustechen muss man sich meist einer Vielzahl an Marketingkanälen bedienen. Nutzer haben mehr Möglichkeiten denn je, mit einem Unternehmen in Kontakt zu treten. Einen wichtigen Touchpoint stellt die eigene Website dar. So wie mit allen anderen Onlineaktivitäten, werden auch mit der eigenen Website Ziele verfolgt. Doch woher weiß man als Websitebetreiber, ob die Ziele aktuell erreicht werden? Und wie identifiziert man, welche Änderungen zu Effektivitätssteigerungen führen? Diese Fragen werden mithilft von Webanalyse Tools beantwortet.

Es gibt eine ganze Reihe an Tools, mit denen Traffic Quellen und Nutzerverhalten auf der eigenen Seite analysiert werden können. Zu den wesentlichen Unterscheidungsmerkmalen dieser Anwendungen zählen die Kosten und der Leistungsumfang. Ein kostenloses Trackingtool, welches ich in meiner täglichen Arbeit als Suchmaschinenoptimierer (SEO) nutze, ist Google Analytics. Da Google Analytics eines der größten Verbreitungsgrade unter allen Web Analytics Anwendungen aufweist, arbeitest eventuell auch du gerade damit. Doch kennst du schon den Google Tag Manager? Dieser wurde noch 2012 vom Suchgiganten Google veröffentlicht und erweitert die Fähigkeiten von Google Analytics erheblich. Warum du den Tag Manager einsetzen solltest und auf was du bei der Implementierung achten solltest, darum geht es in diesem Beitrag.

3 große Vorteile des Google Tag Managers

Der erste große Vorteil besteht darin, dass Marketer je nach Bedarf neue Kampagnen oder Website Elemente tracken können, ohne die IT-Abteilung in den Prozess mit einbeziehen zu müssen. Wo es in der Vergangenheit notwendig war, den Trackingcode direkt in den Quellcode der Website einzubetten, kann es mit dem Tag Manager direkt in der Anwendung bewerkstelligt werden. Daraus ergeben sich klare Effizienzgewinne durch den geringeren Koordinationsbedarf. Gleichzeitig wird die Chance verringert, dass wertvollen Daten verloren gehen. Diese Gefahr besteht vor allem dann, wenn viele Kampagnen gleichzeitig oder in sehr kurzer Zeit durchgeführt werden. Doch in solch einer Situation kann der Marketer flexibel und rasch das Tracking an die neuen Bedingungen anpassen.

Der zweite Grund betrifft die Ladezeiten einer Website. Werden nämlich manuell einige Codefragmente in eine Website eingebettet, wirkt sich das negativ auf die Performance aus und beeinträchtigt somit die User Experience. Wie im Rahmen von einigen Studien festgestellt wurde (unter anderem von Google im Februar 2016), können relativ kleine Ladezeitverschlechterungen zu einer deutlich höheren Anzahl an Absprüngen führen. Der Tag Manager umgeht das Problem, in dem alle Codeschnipsel auf einer Website in einen Container platziert werden. Dies hat zur Folge, dass diese Codes, auch Tags genannt, gleichzeitig statt aufeinanderfolgend ausgeführt werden, was die Ladezeiten verkürzt. Wer sich für diese Thematik im Detail interessiert, dem empfehle ich diesen aktuellen Beitrag von Onpage über alternative Maßnahmen zur Ladezeitoptimierung.

Wie bei jedem betrieblichen Prozess spielt auch hier die Qualitätssicherung eine große Rolle. Denn ein fehlerhaftes Tracking führt relativ schnell zu verzerrten und unbrauchbaren Nutzerdaten. Und diese Daten kannst du dann nicht mehr als Entscheidungsgrundlage für Online Strategien oder Aktivitäten nehmen. Im Google Tag Manager besteht die Möglichkeit einen Vorschau Modus zu aktivieren. In diesem sogenannten „Debug Mode“ kannst du Aktionen auf deiner Website ausführen und in Echtzeit beobachten, ob die richtigen Ereignisse zum richtigen Zeitpunkt ausgelöst werden. Damit kann sichergestellt werden, dass alles funktioniert wie ursprünglich geplant, noch bevor diese Einstellungen live gestellt werden.

Eingangs hatte ich ja erwähnt, dass der Google Tag Manager den ohnehin großen Funktionsumfang von Google Analytics erweitert. Um dir zu veranschaulichen für welche Aufgaben welche Anwendung geeignet ist habe ich die folgende Tabelle erstellt.

Tabelle Gegnüberstellung Google Analytics und Google Tag Manager

Aus dieser Tabelle wird eines sofort ersichtlich: Der Tag Manager löst Google Analytics aufgrund der einfachen Handhabung und raschen Implementierungszeit beim Einrichten des Trackings ab. Doch die Datenanalyse und das Reporting finden noch in Google Analytics statt. Nun bist du bestens über die Vorzüge des Google Tag Managers informiert und willst wahrscheinlich wissen, was die ersten Schritte beim erstmaligen Einrichten sind. Dazu kommen wir gleich. Davor aber noch ein paar Worte zur grundsätzlichen Struktur des Google Tag Managers.

Aufbau des Tag Managers

Es können beliebig viele Konten eröffnet werden. Darin werden Container angelegt, die eine oder auch mehrere Websites beinhalten können. Innerhalb dieser Container gibt es dann Tags, Triggers und Variablen. Tags stellen die ausgelösten Ereignisse dar und können unter anderem als Seitenaufruf oder Ereignis eingerichtet werden. Mithilfe von Triggern werden die Regeln definiert, die erfüllt sein müssen, damit ein Tag ausgelöst wird. Nachdem Tag und Träger erstellt sind, müssen sie nur noch miteinander verknüpft werden. Basis für die Trigger sind Variablen, von denen jede beliebige als Bedingung für das Auslösen eines Seitenaufrufs oder Ereignisses definiert werden kann.

Bei den Variablen kann zwischen Standardvariablen und benutzerdefinierten Variablen unterschieden werden. Standardvariablen müssen nur unter dem Menüpunkt „Variablen“ per Checkbox aktiviert werden. Im Grunde reichen in vielen Instanzen diese Variablen aus, um wichtige Nutzeraktionen auf der Website zu tracken. Für solche Fälle, wo eine eher fortgeschrittene Tracking Implementierung gefragt ist und die Standardvariablen zu generisch sind, gibt es benutzerdefinierte Variablen.

Die ersten Schritte beim Einrichten

Wenn du, lieber Leser, schon einmal Google Analytics implementiert hast, dann kommt dir nachstehend so manches bekannt vor. Basis für das Tracking mit dem Tag Manager ist nämlich genauso wie bei Google Analytics ein Code Schnipsel, welches im Head-Teil des Quellendes eingefügt werden muss. Dieser Code wird nach Erstellung eines Containers in der Nutzerverwaltung bereitgestellt.

Nun gibt es ein Szenario, auf das ich kurz näher eingehen will. Angenommen du verwendest schon Google Analytics dann kommen bei dir nun sehr wahrscheinlich Fragen auf, die auch ich mir eingangs gestellt habe. Solche wie „Muss ich den Google Analytics Code rausnehmen, bevor ich meinen Tag Manager Code einfüge?“ oder „Welche Probleme könnte es geben, wenn beide Tracking Codes sich gleichzeitig auf meiner Website befinden?“. Grundsätzlich ist es so, dass diese Codes gleichzeitig bestehen bleiben können. Es wird jedoch stark empfohlen, den Google Analytics Code so rasch wie möglich zu entfernen, nachdem das fehlerfreie Funktionieren des Tag Managers sichergestellt wurde. Der Grund ist der, dass Seitenaufrufe doppelt gezählt werden und die Daten für die Dauer dieser Situation verzerrt werden. Also, wie gehst du hier am besten vor?

Hier ist eine kleine Checkliste, die dir bei diesem Prozess hilft.

  1. Implementiere das erste Code Schnipsel des Google Tag Managers
  2. Prüfe mit dem Debugging Tool, ob der Tag Manager richtig funktioniert
  3. Dokumentiere alle alten Tracking Elemente, die noch mit Google Analytics eingerichtet wurden
  4. Lösche alle alten Tracking Codes aus dem Quellcode der Website
  5. Implementiere nun alle entfernten Trackingelemente mit dem Tag Manager

Cross Domain Tracking – wann und warum braucht man das?

Das Cross Domain Tracking wird vor allem dort eingesetzt, wo sich eine User Session über mehrere Domains erstreckt. Vor allem bei Online Shops und Websites mit Kassasystemen besteht typischerweise Bedarf für so eine Konfiguration. Dies hängt damit zusammen, dass jedem Nutzer beim Besuch einer neuen Domain eine neue Client-ID zugewiesen wird. Wechselt nun ein Besucher zwischen verschiedenen Domains ohne implementiertem Cross Domain Tracking, bläht das die Anzahl der getrackten Sitzungen künstlich auf. Zusätzlich kann auch das Nutzerverhalten auf der Website nicht mehr sinnvoll analysiert werden. Es ist also von höchster Bedeutung, am Anfang eines Webprojektes festzustellen, wo überall Cross Domain Tracking notwendig ist. Steht dies fest, geht es an die Umsetzung. Dabei müssen 2 Schritte für eine reibungslose Implementierung vorgenommen werden:

  1. Der GTM Tracking Code muss auf jeder identifizierten Seite eingebunden werden
  2. Im Tag Manager müssen die Domains verknüpft werden (Screenshot illustriert diesen Schritt)

Wie du oben erkennen kannst, wird das Cross Domain Tracking im Tag konfiguriert, mit dem die allgemeinen Seitenaufrufe getrackt werden. Wichtig für das einwandfreie Funktionieren des Cross Domain Trackings ist auch, dass die zu verknüpfenden Domains auch mit einem Beistrich voneinander getrennt werden.

Was du von diesem Beitrag mitnehmen solltest!

Mit diesem Wissen ausgestattet, kannst du nun eine einfache Basisimplementierung des Tag Managers durchführen. Hier sind noch zwei abschließende allgemeine Tipps, mit denen du dir viel Mühe ersparst und noch mehr Insights generierst:

  1. Nicht alles was getrackt werden kann, soll auch getrackt werden. Identifiziere, welche Informationen aus deiner Analytics Software dir bei Entscheidungen relevante Inputs liefern können und konzentriere dich darauf, diese Daten möglichst unverfälscht zu bekommen. Dazu gehört natürlich nicht nur das Testen unmittelbar nach der Implementierung des Trackings sondern auch eine laufende, regelmäßige Überprüfung der Einstellungen.
  2. Halt dich an diesen Google Tag Manager Guide, aber spiele mit der Anwendung und probiere neue Konfigurationen und Features aus. Nur so entdeckst du, ob noch Potential besteht, bessere Daten mit Google Analytics zu gewinnen. Jede Ausgangssituation ist anders, deshalb solltest du eine Beurteilung über die Sinnhaftigkeit einer bestimmten Funktion erst nach dem Experimentieren abgeben.

Wenn du eine spezielle Frage zum Google Tag Manager Setup hast, melde dich bei mir: riccardo.sidhu@asoluto.com

In welcher Beziehung steht Social Media zu SEO?

Jedes Unternehmen sollte mindestens ein Social Media Profil haben und dieses auch pflegen. Wir sind im Jahr 2016, da sollte das nicht die Ausnahme sein, sondern die Regel. Nicht jeder versteht, welchen Stellenwert der Social Media Auftritt eigentlich hat. Wenn ein Kunde zu uns kommt – ich nenne ihn jetzt Herr Mayer – der eine neue, schöne und funktionstüchtige Website besitzt, denkt er sich oft, dass er damit sofort in den Google Suchergebnissen zu finden sein wird. Dem ist aber meistens nicht so. Es spielen nämlich viele Faktoren beim Aufscheinen in den Google Ergebnissen eine zentrale Rolle. Auf Social Media wird oftmals vergessen. Aber wie können Social Media Kanäle zur Google Sichtbarkeit beitragen?

Im ersten Schritt habe ich die Website von Herrn Mayers Unternehmen analysiert und SEO technisch optimiert. Ich habe die SEO Basics durchgeführt: mir die Performance angeschaut, die Codestruktur, die Headlines, die URLs, die Meta-Tags und die Description. Soweit so gut. Die Website war aber auch nach diesen Optimierungen nicht via Google auffindbar. Als ich genau recherchiert habe, habe ich ein Facebook Profil des Unternehmens gefunden, das aber schon seit Jahren nicht aktualisiert wurde. Darüber hat mich der Kunde nicht in Kenntnis gesetzt, weil es wahrscheinlich in Vergessenheit geraten war. Die Verbindung zwischen Social Media und SEO wurde zwar noch nicht empirisch bewiesen, aber es gibt einige deutliche Anzeichen für ihr Bestehen.

Social Media und SEO – Da gehen die Meinungen auseinander

Was Herr Mayer bestimmt weiß, ist, dass Social Media Kanäle von den ÖsterreicherInnen stark genutzt werden. Die Zahlen sind zwar bestimmt schon vielen LeserInnen bekannt, aber sie sind wichtig um das Ganze zu verstehen. In Österreich gibt es 3,6 Millionen Facebook NutzerInnen (Social Media Radar Austria, 2016), 620.000 Instagram NutzerInnen, 125.800 Twitter NutzerInnen, 683.000 LinkedIn Profile und 600.000 XING Profile. Was Herr Mayer wahrscheinlich auch weiß, ist, dass viele Leute sich nicht nur auf Google beschränken, sondern auch auf diesen Plattformen Informationen suchen. Wie oft ist mir schon passiert, dass ich auf Facebook auf einen geteilten Artikel gestoßen bin, auf dem eine Website verlinkt war zu der ich sonst vielleicht nie gekommen wäre. Stichwort: QuereinsteigerInnen. Immer mehr Leute kommen nicht auf dem klassischen Weg via Google auf eine Website, sondern über unterschiedliche soziale Plattformen.

In einem interessanten Artikel von Larry Alton, der im Online Magazin Entrepreneur veröffentlicht wurde, verwendet er einen sehr passenden Vergleich, den ich auch mit Herrn Mayer geteilt habe. Das Internet kann man sich wie eine große Bücherei mit Millionen von Büchern vorstellen. Sie ist ständig in Expansion hat aber kein zentrales Befüll-System, das macht es irrsinnig schwierig die gewünschte Information zu finden. Und genau hier kommt Google ins Spiel. Google sendet sogenannte Crawler in diese riesige, virtuelle Bücherei, die Informationen indexieren und taggen, damit wir NutzerInnen Informationen schneller finden können. Im Mai letzten Jahres ist Twitter eine Partnerschaft mit Google eingegangen und hilft der Suchmaschine dabei neue Informationen zu finden. Seither wird auch Google auf die im Sekundentakt erscheinenden Twitter Neuigkeiten aufmerksam und zeigt diese Informationen in den Suchergebnissen an.

Als Beispiel: Wenn ich „armin wolf“ in Google eingebe, sind zwei von den drei ersten Suchergebnissen, also der sogenannten SERPs, seine Social Media Kanäle – Twitter und Facebook, auf denen er sehr aktiv ist.

Mobile Ansicht der SERPs bei Google

In einem Video, hat Matt Cutt, der zu der Zeit Leiter des Google Web Spam Teams war, bestätigt, dass es eine Korrelation zwischen Suchergebnissen und Social Media Präsenz gibt, weil Google Social Media Kanäle wie Websites behandelt. Jedoch wird nicht jedes Posting oder jeder Tweet indexiert und auch die Likes oder Follower Anzahl spielt dabei keine Rolle. Es werden Stichproben genommen, die dann von Google indexiert werden.

In einer Studie von Searchmetrics, wurde ebenso eine Korrelation zwischen Sichtbarkeit in Suchmaschinen und Social Media gefunden. Dass diese besteht, lässt sich durch die oben erklärte Partnerschaft zwischen Twitter und Google, sowie das Suchverhalten der NutzerInnen erklären. Es ist aber so, dass Korrelation nicht gleich Kausalität bedeutet. Also kann ich zwar sagen, dass eine Beziehung zwischen Social Media und SEO besteht, aber nicht, dass das eine einen Effekt auf das andere hat. Es wurde zum Beispiel auch bewiesen, dass eine Korrelation zwischen Eisverkäufen und Mordfällen besteht, was aber nicht automatisch bedeutet, dass das eine einen Effekt auf das andere hat. Beides findet eher im Sommer statt, das heißt, dass die Jahreszeit eine Drittvariable ist, die beide Ereignisse gemein haben.

Linkbuilding als zentrale Verbindung

Dass Linkbuilding für SEO eine große Rolle spielt, ist ein Faktum. Auch hier gibt es eine schöne Metapher – und zwar können Links als Brücken gesehen werden, zwischen den einzelnen Seiten die Google crawlt. Wenn Herr Mayer auf seiner Facebook Seite Inhalte seiner Website postet und diese geliked und geteilt werden, kann es durchaus sein, dass mehr Leute auf seine Website aufmerksam werden. Im Best-Case Szenario wird ein/e ExpertIn, der/die einen Blog zu dem Thema betreibt, auf einen von Herrn Mayer geposteten Artikel aufmerksam, schreibt darüber und verlinkt seine Website darin. Linkbuilding ist eine zentrale Verbindung zwischen Social Media und SEO. Von einem Like oder einem Retweet alleine wird das natürlich noch nicht passieren, aber es geht um die Multiplikation solcher Ereignisse und diese führt dann zu einem SEO Boost.

Was bedeutet das jetzt für Herrn Mayer?

Es gibt Anzeichen dafür, dass eine Beziehung zwischen Social Media und SEO besteht, obwohl das eine keinen signifikanten Effekt auf das andere hat. Meine Tipps an Herrn Mayer waren folgende:

  • Die vorhandene Facebook Seite neu sortieren, d.h. diese mit relevanten Inhalten befüllen. Relevanz und Regelmäßigkeit sind hier sehr wichtig.
  • Aktiv sein auf Facebook, d.h. Seiten liken, die von Interesse sein könnten, Posts teilen und kommentieren.
  • Eine Google MyBusiness Seite erstellen, weil Herrn Mayers Unternehmen lokal ist und daher müssen die wichtigsten Kontaktinformationen für Google sichtbar sein.
  • Teil der Community werden, d.h. mit Fans in Kontakt treten, auf ihre Fragen/Wünsche eingehen.

In Herrn Mayers Fall war eine Facebook Seite, auf der aufgebaut werden konnte, schon vorhanden. Das bedeutet aber nicht, dass Facebook immer der richtige  Kanal ist. Um zu definieren welche Social Media Plattform am besten passt und ob mehrere sinnvoll wären, muss immer die Frage gestellt werden, welches Ziel das Unternehmen verfolgt und ob die Ressourcen vorhanden sind, diese Kanäle auch zu pflegen. In Herrn Mayers Fall waren Facebook und Google MyBusiness ein Anfang. Durch das über Wochen anhaltende Posten von aktuellen und relevanten Inhalten, gepaart mit den oben ausgeführten SEO Optimierungen der Website, hat es sein Unternehmen in die Google Suchergebnisse geschafft.

Barrierefreie Websites: Nicht nur für Randgruppen.

Im Baugewerbe ist der Begriff Barrierefreiheit schon lange kein Fremdwort mehr. Unsere Gesellschaft ist vielfältig, und es geht darum jeden einzuschließen. Es gilt darauf zu achten, dass Eingänge auch für Rollstuhlfahrer konzipiert sind und dass Senioren die Möglichkeit haben, einen Lift zu benützen. Aber was genau bedeutet dieser Begriff, wenn von Websites und Smartphones die Rede ist?

Anfang des Jahres trat es in Kraft: das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz. Nach zehn Jahren Übergangsfrist müssen Unternehmen, die Dienstleistungen, Waren und Informationen öffentlich anbieten, ihre Website barrierefrei gestalten.

In etwa 20 Prozent der österreichischen Bevölkerung leben mit einer oder mehreren dauerhaften Beeinträchtigungen – für behinderte Menschen ist Barrierefreiheit eine Voraussetzung, um überhaupt Teil der Online-Welt sein zu können. Es gibt Richtlinien, die eingehalten werden müssen, damit eine Website als barrierefrei eingestuft wird. Die WCAG 2.0 – Web Content Accessibility Guidelines  werden laufend aktualisiert und dienen als Richtlinie. Es gibt drei verschiedene Levels (A, AA und AAA), die sich hinsichtlich des technischen Aufwands unterscheiden. Anhand von vier Prinzipien wird festgelegt, ob eine Website barrierefrei ist – eine Website muss wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust sein. Was genau bedeutet das?

Die 4 Barrierefreiheit-Prinzipien kurz erklärt

  • Wahrnehmbar: Informationen auf der Website müssen dem Benutzer so präsentiert werden, dass sie für diesen wahrnehmbar sind.
  • Bedienbar: Bestandteile der Website und Benutzerschnittstelle müssen bedienbar sein.
  • Verständlich: Information und Bedienung der Benutzerschnittstelle müssen verständlich sein.
  • Robust: Inhalte müssen robust genug sein, dass sie von einer breiten Benutzergruppe sowie von der assistierenden Technik (z.B. Screenreader) interpretiert werden können.

Der User steht im Mittelpunkt – barrierefrei ist nicht gleich barrierefrei

Ein wichtiger Punkt bei barrierefreien Websites ist, dass jeder Mensch verschieden ist und es unterschiedliche Betrachtungsweisen gibt. Helmut Schachinger, Geschäftsführer von Dialog im Dunkeln, hat mit uns einen Workshop zum Thema barrierefreies Webdesign gemacht und mit folgender Aussage gestartet: „Jeder Blinde hat einen anderen Geschmack.“ Er surft viel im Internet via iPhone, und mit Hilfe der Voice-Over-Einstellung hat er immer den Screenreader aktiviert, mit dem er die Inhalte auf den Websites vorgelesen bekommt. Ihm ist wichtig, dass hinter jedem Bild ein Alternativtext hinterlegt ist, damit er sich mittels Sprungnavigation einen Überblick des Menüs verschaffen kann und dass die Farbzusammensetzung so gestaltet ist, dass die Kontraste stark genug sind.

Vieles, worauf er achtet, ist in den WCAG 2.0 Richtlinien enthalten, aber schlussendlich gilt es nicht jeden Punkt penibel einzuhalten, sondern ein Bewusstsein für barrierefreies Webdesign zu schaffen. Die einzelnen Kriterien, die in den Richtlinien abgedeckt werden, sind oftmals komplex und sehr technisch. Was in den Hintergrund rückt, sind die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen. Das war 2009 schon so, wie Liechtenecker in ihrem Blogartikel zu Barrierefreiheit erwähnen, und ist heute (leider) noch immer der Fall.

Warum sich barrierefreie Websites rentieren?

Es ist kein Geheimnis, dass die Entwicklung von barrierefreien Websites mit hohem Aufwand und somit auch höheren Kosten verbunden ist. Warum rentiert sich eine barrierefreie Website dennoch? Seit Anfang 2016 ist es gesetzlich festgelegt, dass Websites barrierefrei gestaltet sein müssen, damit im Netz keine Diskriminierung stattfindet. Neben der gesetzlichen Lage sind auch wirtschaftliche Vorteile mit einer solchen Website verbunden. In Österreich leben eine Million Menschen mit Bewegungseinschränkungen, 300.000 Menschen mit einer Sehbehinderung, 10.000 blinde Menschen, 200.00 Menschen mit einer Hörbehinderung, und die Bevölkerung wird immer älter (WKO, 2015). Diese Bevölkerungsgruppe ist keine Randgruppe – das sind Menschen, die als Zielgruppe nicht vernachlässigt werden dürfen und ein wirtschaftliches Potenzial darstellen. Am besten ist es, eine Website von Anfang an barrierefrei zu gestalten, damit nur noch laufend Kleinigkeiten angepasst werden müssen, die langfristig eine positive Auswirkung auf die Besucher der Website haben und somit auch zum Erfolg des Unternehmens/der Organisation beitragen.

Dass durch behindertengerechte Websites und Apps Nutzerzahlen steigen, wissen Unternehmen wie Facebook, Google und Apple seit langem. Die größte Social Media Plattform ermöglicht ihren Usern, mit Hilfe von integrierten Technologien das Navigieren ohne Einschränkung. Seit Anfang April haben die meisten Bilder einen Alternativtext, der von einem Screenreader vorgelesen wird. Somit können sehbehinderte Menschen auch den visuellen Aspekt von Facebook miterleben. Das klingt dann in etwa so: „Drei Menschen, Palmen, Strand“ und wer das Bild hochgeladen hat, wird auch kommuniziert. Dieses Angebot ist erstmals nur für englischsprachige Länder verfügbar.

Facebook und Google setzen vermehrt auf barrierefreies Webdesign und haben auch ein Barrierefreiheitsteam mit teilweise blinden Entwicklern, damit diese die Technologien immer zugänglicher machen. Das hängt in erster Linie damit zusammen, dass große Tech-Firmen ihre Angebote für jeden zugänglich machen wollen. In zweiter Linie ist es aber so, dass Google als eine der größten Suchmaschinen weltweit, ein Interesse daran hat, dass Websites barrierefrei sind, denn nur dann können diese richtig gecrawlt werden. Dieser Aspekt ist für jede Organisations- bzw. Unternehmenswebsite relevant, denn nur diejenigen, die einen sauber strukturierten Code haben und die Richtlinien der Barrierefreiheit einhalten, werden von Google gefunden.

Was hat Storytelling in der Medienarbeit verloren?

Manchmal habe ich das Gefühl, dass Storytelling für die Kommunikation als eierlegende Wollmilchsau herhalten muss. Oft wird es als Allheilmittel propagiert, das sämtliche Probleme lösen kann. Versteht mich nicht falsch. Ich selbst halte Storytelling für eine viel versprechende Möglichkeit, Inhalte spannend aufzubereiten und entdecke mich selbst dabei, immer weniger Themen zu finden, bei denen nicht zumindest Elemente des Storytellings Anwendung finden können.

Über die Vorteile wurde schon viel geschrieben: emotionale Ansprache, spannend, involvierend, weg von der Werbesprache – oder anders ausgedrückt: Storytelling bedient die Kommunikationsbedürfnisse der Konsumenten. Das gilt natürlich nur dann, wenn es auch gut gemacht wird.

In der Praxis stoßen Kommunikatoren, vor allem PR-Profis, jedoch oft auf Schwierigkeiten. Plötzlich wird von ihnen verlangt, dass sie jede Presseaussendung nach den Prinzipien des Storytellings aufbauen sollen. Manchmal reicht es jedoch, nur an kleinen Schrauben zu drehen, ohne die bisherige Arbeitsweise gleich vollkommen über Bord werfen zu müssen.

Einsatzgebiete

Die Krux ist ja, dass sich zu wenige damit auseinandergesetzt haben, in welchen Bereichen Storytelling seine Vorteile entfalten kann und wo es an Grenzen stößt. Unbestritten ist der Einsatz etwa in der Werbung oder in Social Media. Auch mit Bewegtbildern lassen sich herrlich Geschichten erzählen. Überall dort, wo man sich mit emotionalen Botschaften direkt an Konsumenten wendet, ist Storytelling leichter und erfolgreich zu integrieren.

Aber funktioniert es auch in den Media Relations? In vielen Fällen ja, denn auch Journalisten sind doch immer auf der Suche nach guten Stories. Dennoch gilt es hier, stärker zu differenzieren. Nehmen wir als Beispiel die Produkt-PR – etwa einen neuen Standmixer für die Küche. Um dieses Gadget lassen sich viele Stories erzählen. Beispielsweise zur technischen Entwicklung, bei der getüftelt wurde, wie man 25.000 Umdrehungen pro Minute erreichen kann und trotzdem der Lärmpegel in Grenzen gehalten wird. Oder aus Konsumentensicht, wie eine Benutzerin ihre Ernährung durch das neue Gerät gesünder gestaltet hat und nun weniger Verdauungsprobleme hat. Das sind relevante Geschichten für Blogger Relations, Social Media oder Produkttests. Es gibt „Helden“, es gibt Emotionen und es gibt Probleme, die gelöst wurden.

Letztlich bringt der Redakteur einer Technik- oder Küchenseite jedoch „nur“ ein Foto mit ein paar Eckdaten und dem Preis. Prinzipiell ein toller Erfolg für den Hersteller, aber wozu dann die ganze Mühe, Geschichten zu recherchieren und aufzubereiten? Abgesehen davon, dass man sie für owned media einsetzen kann, bin ich davon überzeugt, dass es gut investierte Zeit ist, um Ansprechpartner auf Seiten der Medien dazu zu gewinnen, das Produkt überhaupt aufzugreifen.

Information und Emotion

Aber es gibt auch Themen, da würde Storytelling gezwungen wirken. Da steht die „nackte“ Information im Vordergrund – etwa bei einer „klassischen“ Personalaussendung. Was jedoch nicht bedeutet, dass diese nicht durch „knackige“ Microstories belebt werden kann/darf.

Mein Fazit: Zuerst muss man überlegen, ob die Information oder die Emotion im Vordergrund steht. Danach sollte man entscheiden, wie die Botschaften aufgebaut werden sollen und welchen Platz man Storytelling einräumt. Und wenn es keinen Platz hat? So what!
Was meint ihr dazu? Schreibt mir eure Meinung!

Echt schlägt schön

„Hochglanz-Präsentationen werden heute gnadenlos aufgedeckt. Darum gilt: Wer ein Bild zeichnet, das nicht authentisch ist, verliert.“

„Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital“. Darunter lachen mir mehrere schöne Menschen im stereotypen Businesslook von einem Stockfoto entgegen. Gender- und Kulturmix inklusive. Und wenn es sich nicht um Bilder aus der Datenbank handelt, dann scheint es, als ob die Aufgabe gewesen wäre diese bestmöglich nachzustellen.

Mein Favorit: KollegInnen beim Businessmeeting. Alle versammeln sich um ein Tablet oder ein Blatt Papier, auf das eine/r entschlossen deutet, während alle anderen mit lachendem oder interessiertem Blick ihre Zustimmung ausdrücken – natürlich in möglichst verschiedenen Posen. Einmal sitzend. Einmal stehend. Einmal lehnend. Oder strahlende Gesichter am Telefon und während der täglichen Arbeit vor dem PC. Echter Eindruck vom Arbeitsalltag? Fehlanzeige.

Und natürlich arbeiten diese leidenschaftlichen, zielstrebigen und kreativen MitarbeiterInnen alle bei einem dynamischen, innovativen, internationalen Marktführer.

Leere Floskeln und gestellte Bilder sind der Tod jeder Brand – egal ob Produkt- oder Arbeitgebermarke. Und das kann unangenehme Folgen haben.

Gesteltes Bild von einer Kollegin, die einer anderen etwas am Computer zeigt
Zwei Kolleginnen zeigen Daumen hoch

Schönreden wird bestraft

Heute werden solche Hochglanz-Präsentationen schnell einmal zerpflückt. Aussagen, die nicht der Realität entsprechen, werden über Social Media gnadenlos aufgedeckt. Sogar Presseaussendungen werden auf ihre Glaubwürdigkeit geprüft. Darum gilt: Wer ein Bild zeichnet, das nicht authentisch ist, verliert.

Gerade beim Employer Branding wird „Schönreden“ aufgrund des Insider-Wissens sofort abgestraft. MitarbeiterInnen sind Zeugen aus erster Hand und genießen deshalb nach außen höchste Glaubwürdigkeit. Auf Job-Bewertungsportalen wie kununu machen sie ihre Innensicht öffentlich. Wenn der Kontrast zwischen Darstellung und gelebter Unternehmenskultur zu groß wird, gewinnt man schwer neue Talente, oder die neuen KollegInnen sind schneller weg als einem lieb ist.

Mut zum Echt-Sein

Ziel des Employer Brandings ist es daher, als Arbeitgeber einen ehrlichen, lebendigen Eindruck zu vermitteln und für die Zielgruppe erlebbar zu werden. Dazu braucht es einen authentischen Dialog auf Augenhöhe.

Kommunikationsverantwortliche müssen sich daher fragen, wie sie mehr Authentizität in ihre Aussagen integrieren können. Wo und wie kann man einen Blick hinter die Kulissen gewähren? Und müssen meine Produktionen wirklich alle „glänzen“? So war der Einsatz von Handyvideos früher allein aus Qualitätsgründen undenkbar – heute ergibt das durchaus Sinn. Denn wer ehrlich sein will, braucht den Mut, auch als unvollkommen wahrgenommen zu werden.

Echt schlägt schön.

3 Schritte für die Umsetzung eines E-Mail-Templates mit Teaser-Liste für MailChimp

MailChimp bietet schon einige leicht zu bearbeitende Templates, die jedoch bei komplexen Strukturen an ihre Grenzen stoßen. Wie setzt man dann ein E-Mail-Template um, das einerseits dem Corporate Design des Kunden entspricht und andererseits responsive sowie fehlerfrei auf allen E-Mail-Clients dargestellt wird?

Eine große Herausforderung im letzten Jahr war für mich das Schreiben zweier E-Mail-Templates für einen Kunden mit strengem Corporate Design. Ziel war es, ein Template zu schreiben, das sowohl auf den gängigen E-Mail-Clients funktioniert als auch auf gängigen mobilen E-Mail-Apps lesbar ist und sinnvoll dargestellt wird. Zusätzlich mussten das Corporate Design berücksichtigt und das Template in MailChimp eingebunden werden, da die Bearbeitung der Mail-Inhalte und der Versand über MailChimp laufen würde.

MailChimp bietet schon einige leicht zu bearbeitende und funktionierende Templates, die jedoch bei komplexen Strukturen oder individuellen Designs an ihre Grenzen stoßen. Deshalb wurden die Templates als sogenannte „Custom Templates“ umgesetzt. MailChimp stellt dafür HTML-Attribute und CSS-Anweisungen bereit, mit denen Bereiche bearbeitbar gemacht oder Farben definiert werden können. Ich stelle nun die Umsetzung einer individuell anpassbaren responsive Teaser-Liste vor, die Teil eines der beiden beauftragten E-Mail-Templates war.

Wie auf dem Bild zu sehen, ist das Grundlayout des ersten Templates zweispaltig mit einer Sidebar, die bei kleineren Bildschirmen unter den Hauptinhalt rutschen soll. MailChimp stellt dafür zwar Vorlagen zum Download bereit, jedoch haben diese leider nicht das gewünschte Verhalten gezeigt. Deshalb habe ich nur das Grundgerüst einer einfachen Vorlage verwendet und mir das zweispaltige Layout selbst geschrieben.

Schritt 1: Ein responsives Grundgerüst für Mailchimp

Auf der Suche nach einer guten Lösung, die sowohl auf mobilen Clients als auch in Outlook funktioniert, bin ich auf diesen Blog-Artikel (https://blog.jmwhite.co.uk/2014/09/08/turning-floated-tables-columns-outlook/) gestoßen. Bei dieser Lösung enthält eine Tabelle zwei Tabellen (für die zwei Spalten). Mittels des Conditional Comments „<!–[if mso]>“ werden diese zwei Tabellen für Outlook in zwei Spalten getrennt. Ich habe diese Lösung wie folgt adaptiert:

<table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="600">
    <tr>
       <!-- Wrapping cell for the floated tables -->
       <td>
            <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" align="left" width="350">
                <tr>
                    <td style="padding-right:10px;">Inhalt linke Spalte</td>
              </tr>
            </table>
            <!--[if mso]></td><td><![endif]-->
            <table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" align="right" width="250">
                <tr>
                    <td style="padding-left:10px;">Inhalt rechte Spalte</td>
                </tr>
            </table>
        </td>
        <!-- Closing tag for wrapping cell -->
    </tr></table>

Für den Original Code, hier lang: https://blog.jmwhite.co.uk/2014/09/08/turning-floated-tables-columns-outlook/

Grundsätzlich rate ich davon ab, Conditional Comments in E-Mail-Templates zu verwenden, da sie zu fehleranfällig sind und meist alle Darstellungsprobleme ohne Conditional Comments gelöst werden können. Diese Lösung war aber die einzige, die responsive in allen getesteten Clients funktioniert hat, deshalb habe ich eine Ausnahme gemacht. Es ist auch das einzige Mal, dass ich Conditional Comments in einem E-Mail-Template verwendet habe.

Schritt 2: Teaser-Elemente können in Mailchimp individuell und in beliebiger Reihenfolge erstellt werden

Nun sollen in der rechten Spalte Teaser angezeigt werden, die ein Redakteur anlegen, bearbeiten und dessen Layout bestimmen kann. Folgende Teaser-Layouts sollen verfügbar sein:

  • Teaser mit Bild in voller Breite und Text
  • Teaser nur mit Text
  • Teaser mit einem kleineren Bild und Text

Um ein Template in MailChimp bearbeitbar zu machen, gibt es die Möglichkeit die HTML-Tags mit Attributen zu versehen. Für Inhalte und Bilder gibt es das Attribut mc:edit, für Teaser-Listen verwende ich mc:variant. Die Erklärung aller Attribute der „MailChimp Template Language“ gibt es hier: http://templates.mailchimp.com/getting-started/template-language/

Ich habe demnach zuerst die Struktur der einzelnen Teaser angelegt und danach alle Text- und Bildelemente, die Redakteure bearbeiten sollen, mit mc:edit gekennzeichnet.

<img src="url.png" mc:edit="custom-box-fullimage">
<div mc:edit="img-box-content">
    <p>Teasertitel</p>
    <p><a href="#">weiterlesen</a></p>
</div>

Beim Bildelement können die Redakteure nun ein anderes Bild auswählen, hochladen oder die Größe einstellen. Für alle anderen Elemente mit dem Attribut mc:edit erscheint ein Texteditor, wo verschiedene Textstile und Formatierungen eingestellt werden können.

Weiters gibt es in der Template-Sprache noch mc:repeatable für Elemente, die dupliziert werden können, zum Beispiel ein Element mit Bild und Text. Sollen Elemente mit unterschiedlichem Layout erstellt werden, gibt man noch zusätzlich das Attribut mc:variant an. Das Gerüst für die geforderte Teaser-Liste sieht dann wie folgt aus:

<table>
    <tr mc:repeatable="col-box" mc:variant="Teaser mit Bild in voller Breite und Text">
        <!-- Inhalte Teaser 1 -->
    </tr>
    <tr mc:repeatable="col-box" mc:variant="Teaser nur mit Text">
        <!-- Inhalte Teaser 2 -->
    </tr>
    <tr mc:repeatable="col-box" mc:variant="Teaser mit einem kleineren Bild und Text">
        <!-- Inhalte Teaser 3 -->
    </tr>
</table>

So können nun drei unterschiedliche Arten von Teasern durch Redakteure erstellt werden, indem sie ein neues Element erstellen und durch eine Drop-Down-Liste das richtige Layout auswählen können.

Schritt 3: Farben der Teaser können in Mailchimp angepasst werden

Zuletzt sollen die Kopfzeile des Teasers und auch der Header-Bereich sowie die Anrede dieselbe Farbe haben und vom Redakteur so einfach wie möglich angepasst werden können.

Die Template-Sprache von MailChimp bietet hier die Möglichkeit, mit CSS-Kommentaren zu definieren, welche Designs geändert werden können. Um die Hintergrundfarbe einer Klasse durch Redakteure veränderbar zu machen, schreibt man den Kommentar /*@editable*/ vor die betreffende CSS-Anweisung.

.hintergrund-farbe {
    /*@editable*/
    background-color: #F7CAC9;
}

Um zu definieren, wo in der Kampagnen-Design-Ansicht die Farbe geändert werden kann, definiert man den Reiter (@tab) und die Unter-Kategorie (@section) in einem Kommentar vor der Klasse. Mit @tip kann man noch eine Beschreibung hinzufügen, dies ist aber optional.

/**
* @tab Vorlagen Farbe
* @section Farb-Highlighter Hintergrundfarbe
* @tip Setzen Sie hier die Farbe für dieses Template
*/
.hintergrund-farbe {
    /*@editable*/
    background-color: #F7CAC9;
}
/**
* @tab Vorlagen Farbe
* @section Farb-Highlighter Schrift
* @tip Setzen Sie hier die Farbe für dieses Template
*/
.schrift-farbe {
   /*@editable*/
   color: #FF6338;
}

Diese Klassen müssen im Template nur den richtigen Elementen zugewiesen werden, und sobald ein Redakteur im Template die Farbe ändert, werden alle betreffenden Elemente mittels dieser CSS-Anweisung gestylt.

Fazit

Mit diesen drei Schritten kann schon einiges für Mailchimp-Templates umgesetzt werden. Trotzdem kann die Entwicklung von „Custom Templates“ für Mailchimp zeitweise nervenaufreibend sein, da Mailchimp nach den Anpassungen der Nutzer erst das fertige E-Mail-Template generiert und dadurch Elemente oder Styling-Anweisungen verloren gehen können. Es gilt wie überall: Je weniger Code desto besser, da es schwer nachzuvollziehen ist, wo diese Dinge verloren gegangen sind.

Weitere Tipps zur Gestaltung von E-Mail-Templates habe ich in meinem nächsten Blogbeitrag: „7 lebensrettende Tipps für die Entwicklung von E-Mail-Templates“ zusammengefasst.