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Know-how zum Nachlesen

Ein Social Media Manager oder doch lieber ein Community Manager?

Facebook, Twitter und Co. sind für moderne Marken und Unternehmen inzwischen unverzichtbar. Communities werden häufig damit verbunden. Communities managen, Begriffe erklären, Tipps und Tricks aufzeigen… dazu gibt es viel Material. Deshalb starte ich heute mit Teil eins einer Blogserie und kläre zunächst einmal, was denn eigentlich der Unterschied zwischen einem Social Media-Manager und einem Community Manager ist.

Ständig liest man von Social Media-Managern und Social Media-Strategien, egal ob auf karriere.at, in relevanten Blogs oder gar in der guten alten Zeitung. Auch der Begriff Community Manager ist zu einem allgegenwärtigen Buzzword der heutigen digitalen Welt geworden. Doch was sind die Unterschiede dieser beiden Rollen?

Ein Social Media-Manager ist dafür verantwortlich, eine Marke oder ein Unternehmen sowohl strategisch als auch operativ in den Social-Media-Kanälen zu positionieren. Einfacher gesagt: Er (und auch sie) setzt die Strategie auf und entwirft die Unternehmensseite. Und was macht er dann? Ist sein Job damit getan?

Keineswegs. Von Social Media-Managern wird darüber hinaus oft (aber nicht immer) gefordert, dass sie auch für das Erstellen, Planen und Veröffentlichen von Content verantwortlich sind. Und dem nicht genug, beantworten sie auch Fragen und Kommentare – alles im Namen des Unternehmens. Sie können demnach auch als „Person hinter den Kulissen“ bezeichnet werden. Anders als ein Community Manager treten Social Media-Manager aber niemals vor den Vorhang – sie bleiben im Hintergrund und managen dort sowohl Kommunikation und Auftritt als auch Krisen und Vieles mehr im Namen der Marke oder des Unternehmens.

Will ein Unternehmen mehr Vertrauen in eine Marke aufbauen oder der Marke eine eigene Persönlichkeit verleihen, dann kommt der Community Manager ins Spiel, der durchaus auch die Rolle eines Testimonials einnehmen kann. Wohl gemerkt: Kann – nicht muss, denn es gibt hier viele Vorgehensweisen.

Community Manager sind noch immer eine Rarität. Manche Unternehmen sehen keinen Unterschied zu einem Social Media-Manager und halten die Einstellung eines Community Managers daher für verzichtbar. Andere wiederum, die sich gerne von Buzzwords und digitalen Weisheiten blenden lassen, setzen geradezu unerfüllbare Hoffnungen in Community Management und sind dadurch zumeist zur Enttäuschung verurteilt. Darum: Betrachten wir diesen Beruf doch einmal näher und nicht durch die digitale Hype-Brille.

Obwohl er kein Wunderwuzzi ist, erfüllt ein guter Community Manager unterschiedliche Rollen gleichzeitig – Impulsgeber, Treiber, Entertainer und Moderator wird er gerne genannt. Und all diese Rollen bleiben an einer Person hängen. Auch die allzeit hilfsbereite Google-Suchmaschine liefert prompt unzählige Definitionen – und da entdeckt man zwischen den Anzeigen und Wikipedia-Einträgen sogar den deutschen Bundesverband Community Management (BVCM).

Gut, dass es dann noch den altbewährten Social Media-Manager an seiner Seite gibt, der nicht nur navigiert und unterstützt, sondern auch nach außen hin als Kommunikator auftritt. Würde ein Community Manager auch noch jeder Anfrage und jedem Kommentar persönlich antworten und in seiner Mittagspause witzige Sprüche, emotionalen Content und genau DAS RICHTIGE für die definierte Zielgruppe auf den unzähligen Social Media Plattformen aus den Ärmeln schütteln, ja, dann wäre er tatsächlich ein Wunderwuzzi des digitalen Zeitalters.

Manche sind der Meinung, dass Community Manager auch die Rolle des Social Media-Managers übernehmen (können), doch jene, die diese Position innehaben, werden erleichtert aufatmen, nicht auch noch die Strategie und Planungen nebst den zahlreichen Rollen ausführen zu müssen.

Wie Viele nun bereits schlussfolgern werden: Ja, die beiden Berufe/Rollen fließen ineinander und sind nicht immer getrennt voneinander zu betrachten.

In aller Kürze: Der Community Manager ist auf (allen) Social Media-Plattformen für die direkte Kommunikation mit den Fans und Followern und deren Betreuung in seinem eigenen Namen zuständig. Er ist Ansprechpartner für Lob, Kritik und Fragen – das kann natürlich auch der Social Media-Manager machen, aber – wir haben uns gemerkt – dann nur im Namen des Unternehmens. Und er (egal ob das Unternehmen oder die Person) reagiert – idealerweise binnen kurzer Zeit – auf Kommentare oder Kritik und sucht den Dialog mit den Fans. Gut, dass es Social Media-Manager gibt, die unseren Wunderwuzzi unterstützen. Und: Social Media-Manager freuen sich über Community Manager, die als Person des „Öffentlichen Lebens“ auftreten. 😉

Für alle, die keine Freunde von langen Definitionen und Ableitungen sind:

  • Social Media-Manager ist die Marke/das Unternehmen
  • Community Manager ist die Persona der Marke/des Unternehmens

Mir persönlich ist die Rolle des „behind-the-scenes“-Manager lieber, wobei so ein wenig „roter Teppich“ ab und zu doch sehr verlockend ist. Wer weiß, vielleicht bin ich ja ein verstecktes Talent. Die Definition der beiden Berufe ist dennoch wichtig, für angehende Social Media-Experten und für die etablierten Wunderwuzzis.


Das kann man sich von den weiteren Teilen dieser Blogreihe erwarten:

Communities Teil 2:

In meinem nächsten Blogbeitrag könnt ihr mehr zum Thema Communities in den sozialen Medien lesen, denn – Überraschung – es gibt auch hier große Unterschiede zwischen Fans und einer richtigen Community, auch wenn die Begriffe oftmals synonym verwendet werden.

 

Communities Teil 3:

Im Teil drei dieser Blogreihe gehe ich näher auf das Managen einer Community an sich ein. Von Tipps, wie ein Hater zu einem Fan wird, über den passenden Kommunikationsstil und Inhalt bis hin zu den Must-Haves und Möchtegerns der Social Media-Welt.

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