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Der Social Media Redaktionsplan – eine Hassliebe

Wie erstellt man eigentlich einen Social Media Redaktionsplan? Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten, denn beim Redaktionsplan scheiden sich die Geister: Manche Social Media Manager schwören auf einen rigoros geführten Plan, während andere sich gerne ein Maximum an Spontanität bewahren und gänzlich darauf verzichten. Dabei schließen die beiden Meinungen einander eigentlich gar nicht aus. Ein fundierter Plan mit Mut zur Lücke erleichtert die tägliche Arbeit und Dokumentation erheblich. Er schafft Flexibilität wo man sich vorher mühsam von Posting zu Posting gehantelt hat. Ein Hauptargument für den Einsatz eines Content Kalenders ist, dass du damit optimal planen kannst, wie du deinen Content über die verschiedenen Kanäle streust – denn wer verliert schon gerne den Überblick?

Es gibt kein Rezept für den ultimativen Social Media Redaktionsplan. Im Endeffekt muss jeder selbst entscheiden, wie er oder sie das Thema angeht. Und ja, aller Anfang ist schwer. Nimm dir deshalb, gerade wenn es dein erster Redaktionsplan ist, ausreichend Zeit. Glaub mir, du wirst sie brauchen…

Schritt 1: Verleih deinem Redaktionsplan Struktur

Los geht’s, öffne eine Exceltabelle und arbeite dich schrittweise vor. Zunächst gilt es festzulegen, welche Zeilen und Spalten du brauchst – hier ist weniger mehr. Je mehr Spalten du verwendest, desto mehr musst du später laufend befüllen. Halte dich an den Grundsatz: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Je nachdem für welche Kanäle, welchen Zeitintervall und welches Kommunikationsziel du planst, wird deine Tabelle unterschiedlich umfangreich ausfallen. Ein Redaktionsplan ist nichts anderes als ein detaillierter Kalender, in dem Postings die Rolle von Terminen einnehmen. Leg dir für jeden Monat oder jede Kalenderwoche ein neues Registerblatt an und erspar dir damit in Zukunft mühsames Scrollen.

Nicht fehlen dürfen:

  • eine Datumsspalte mit einer Zeile für jeden Tag im Planungsintervall
  • eine Spalte für den ausformulierten Postingtext

Zusätzlich sinnvoll sind Spalten für:

  • das Thema/die Rubrik
  • zusätzliche Medien (Link, Bild, Video etc.)
  • internationale Aktionstage/Anlässe
  • die Anzahl an Reaktionen/Kommentaren/Likes
  • Direktlinks zum Posting
  • die Bewerbung
  • den aktuellen Status des Beitrages (geplant, in Arbeit, gepostet)
  • Anmerkungen und Learnings

Schritt 2: Finde die richtigen Themen

Geschafft, die Struktur für deinen Redaktionsplan steht. Jetzt geht es ans Eingemachte – die Themensammlung. Dieser Zwischenschritt ist zwar kein „Must“, er erleichtert dir aber im nächsten Schritt das Befüllen erheblich. Am besten du öffnest dafür ein separates File oder Registerblatt. Sammle darin Inhalte, die für deine Seite aktuell, saisonal oder generell relevant sind und fasse sie in Kategorien oder Themencluster zusammen. Du kannst zum Beispiel wiederkehrende Rubriken, die grafisch und stilistisch stets gleich umgesetzt werden, entwickeln oder Hashtags kreieren, unter denen bestimmte Inhalte gepostet werden. Lass deiner Kreativität freien Lauf. Und denk daran, diese Liste „lebt“: Hier kannst du spontane Einfälle, kreative Spinnereien und relevante Inhalte sammeln und für später aufheben. Hier schlummert ein Ideenschatz, auf den du jederzeit zurückgreifen kannst!

Beispiele für Kategorien:

  • Rezepte/Anleitungen
  • Zitate
  • Gewinnspiele
  • Tipp der Woche
  • Mitarbeiter des Monats
  • Umfragen

Schritt 3: Plane deine Inhalte

Abschließend gilt es diese Inhalte sinnvoll im Redaktionsplan zu streuen: Mach Schwerpunkt-Wochen, erfinde monatliche Fixpunkte und implementiere kreative Hashtag-Kampagnen, führe regelmäßig Gewinnspiele durch oder hol alle zwei Wochen einen Mitarbeiter oder ein aktuelles Projekt vor den Vorhang – und zwar ohne dich ungewollt zu wiederholen. Du wirst sehen: Der Überblick, den du durch einen gut geführten Plan gewinnst, befeuert deine Spontanität und Flexibilität mehr als er sie einschränkt.
Du kannst entweder für ganze Monate oder Quartale vorplanen oder wochenweise arbeiten – flexibel und trotzdem mit Plan. Wichtiger Tipp: Halte genügend Lücken frei, um spontan mit deinen Inhalten jonglieren und tagesaktuelle Geschehnisse berücksichtigen zu können.

Schritt 4: Die Ergebnisse – wie performen Deine Inhalte?

Fülle die Spalte mit Reaktionen und Likes regelmäßig im Nachhinein aus und mach Vermerke, wenn du bestimmte Muster erkennst. Du wirst nach ein paar Monaten vielleicht bemerken, dass gewisse Inhalte weniger gut ankommen als andere oder, dass du Rubriken entwickelt hast, die extrem gut performen. Nutz diese Learnings und höre nie auf, an deinem Redaktionsplan zu schrauben. Gerade der Blick in die Vergangenheit, den dir ein gut geführter Redaktionsplan eröffnet, ist extrem wertvoll für deine zukünftige Social Media Strategie.

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