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Blogger Relations – Beziehungspflege auf Augenhöhe

Blogger, Vlogger, Instagrammer: Eine neue Generation Meinungsmacher erobert gerade das Netz. Auch immer mehr Unternehmen lassen sich von dieser „Influencer-Welle“ anstecken. Sie eröffnen sich damit eine neue Möglichkeit der Zielgruppenansprache und einen authentischen Kommunikationskanal am Puls der Zeit.

asoluto kooperiert seit dem Frühjahr 2017 mit so so social, einem jungen Team aus Bloggerinnen und Blogger Relations Spezialistinnen, mit dem bereits erste gemeinsame Projekte umgesetzt werden. Stabile, vertrauensvolle Beziehungen zu Influencern werden oft über Jahre hinweg aufgebaut. asoluto hat sich deshalb dafür entschieden, diese Disziplin gemeinsam mit einem externen Partner aufzubauen und setzt mit so so social auf erfahrene Expertinnen, die bereits gut in der österreichischen Blogger-Szene vernetzt sind. Und weil hinter Blogger Relations viel mehr steckt als der plumpe Versuch, einer jugendlichen Zielgruppe Produkte aufzuschwatzen und wir großen Wert auf Transparenz und Ethik in der digitalen Kommunikation legen, beschäftige ich mich in diesem Beitrag mit einigen ganz grundsätzlichen Überlegungen. Außerdem habe ich mit Alina Heiner gesprochen, einer der drei Gründerinnen von so so social.

Worum geht’s?

Wie der Name schon sagt, geht es bei Blogger Relations um Beziehungen und deren Pflege. Konkret um den unternehmensseitigen Aufbau von Kooperationen mit Bloggern. Seriöse Blogger legen großen Wert auf Authentizität, um ihre Leserschaft nicht zu vergraulen. Sie bespielen in der Regel nur ein genau abgestecktes Themenfeld wie Ernährung, Reisen oder Mode und werfen ihren guten Namen und ihre Reputation nicht einfach über Bord, nur weil sie ein Produkt gratis testen dürfen. Deshalb sollten Unternehmen niemals den Fehler begehen, vorgefertigte Anfragen und PR-Samples an einen generischen Blogger-Verteiler auszuschicken. Vor allem nicht in der Erwartung, dass Blogger ihr Produkt vor lauter Dankbarkeit einfach so in den Himmel loben werden. Es ist viel sinnvoller, nur ausgewählte Blogger persönlich (!) anzusprechen, die ihren Lesern mit dem geplanten Beitrag einen echten Mehrwert bieten können. Es gilt, gemeinsam und auf Augenhöhe, ein authentisches Format für die Botschaft zu wählen und zu akzeptieren, dass Blogger auch Nein sagen dürfen (und sollen), wenn es gute Gründe gibt, die gegen eine Zusammenarbeit sprechen. Zum Beispiel wird sich eine Technik-Bloggerin schwer tun, ein authentisches Format zu finden, mit dem sie ihre Leser für eine High Fashion Sneaker-Kollektion begeistern kann – oder ein Foodblogger ablehnen, seinen Leserinnen von eurem neuen Parfum vorzuschwärmen. Die Sache sieht natürlich ganz anders aus, wenn die Sneakers aus dem 3D-Drucker kommen, oder wenn… Stopp, bevor ich hier endgültig abschweife, noch eine wichtige Botschaft:

Die Auswahl geeigneter Blogger wird in Zeiten gekaufter Follower, Instagrambots und Co. immer mehr zum Drahtseilakt. Es ist nicht immer auf einen Blick erkennbar, ob das Gegenüber mit offenen Karten spielt. Und auch mit der Kennzeichnung nehmen es manche Blogger (und Unternehmen) leider nicht immer ganz genau. Und das, obwohl es loyale Leser zu schätzen wissen, wenn offen und ehrlich kommuniziert wird, dass für einen Beitrag bezahlt oder ein Produkt kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Gerade diese Authentizität hilft Bloggern, eine treue Leserschaft aufzubauen und zu erhalten. Leser interessieren sich nicht weniger für einen Beitrag, nur weil er gesponsert wurde. Ganz im Gegenteil, sie wissen, dass seriöse Blogger ihren Namen nicht für jedes x-beliebige Produkt hergeben, sondern gezielt auswählen, welchen Firmen sie auf ihrem Blog eine Bühne bieten. Immerhin steht bei jeder Kooperation auch ihre eigene Glaubwürdigkeit auf dem Spiel.

Also Finger weg von Bloggern, die euch das Blaue vom Himmel versprechen und ohne Wenn und Aber schreiben, was ihr von ihnen verlangt – heraus kommen im schlimmsten Fall Werbetexte, die weder authentisch sind, noch zur thematischen Linie des Blogs passen. Der Nutzen, den beide Seiten aus einer solchen Kooperationen ziehen, ist gleich Null. Und genau deshalb lohnt es sich, Experten zu Rate zu ziehen, bevor man sich an Blogger Relations heranwagt – Spezialisten, die einen von Anfang an, ab der Auswahl und Ansprache der geeigneten Bloggerinnen und Blogger, beraten und unterstützen.

Nachgefragt bei so so social…

Alina Heiner, Julia Fodor und Sophie Forster haben 2016 gemeinsam die Agenturgemeinschaft so so social gegründet, die schwerpunktmäßig Blogger Relations anbietet. Julia und Sophie sind beide selbst erfolgreiche Bloggerinnen und wissen daher aus erster Hand, wie der Beziehungsaufbau mit Influencern gelingt. Alina hat schon während ihres Studiums namhafte Blogger im gesamten deutschsprachigen Raum betreut und kümmert sich nach wie vor um deren Kooperationsmanagement.

Welche konkreten Vorteile siehst Du für Unternehmen, die in Blogger Relations investieren?

Unternehmen können ihre Zielgruppe viel genauer erreichen. Blogger haben nicht nur genaue Aufstellungen über ihre Leserschaft (Alter, Stadt, …) sondern auch eine sehr loyale Beziehung zu ihren LeserInnen. Dadurch lässt sich ein Produkt viel gezielter vermarkten. Außerdem ist der Streuverlust geringer als bei klassischer Werbung. Kostengünstiger ist es ebenso.

Für welche Produkte und Dienstleistungen eignet sich die Zusammenarbeit mit Bloggern besonders?

Produkte im Lifestylesektor lassen sich immer gut einbauen. Allerdings kommt es auch auf den Blogger an. Es gibt auch Tech-Blogger, die mit vielen Lifestyleprodukten nichts anfangen können. Wichtig ist weniger das Produkt an sich, sondern der Blogger, der es vermarktet.

Und welche Zielgruppe erreichen Unternehmen über Blogs? Sind dort wirklich nur die ganz Jungen unterwegs?

Natürlich sind Blogs ein relativ junges Medium und werden häufig von einer jungen Zielgruppe gelesen. Allerdings stimmt es mittlerweile nicht mehr, dass nur junge Leute Blogs lesen. Mamablogs richten sich, ebenso wie viele Tech- oder Reiseblogs auch an ein älteres Publikum.

Du hast ja auch einige Zeit in Deutschland gearbeitet, wie siehst Du das im Vergleich – sollten die österreichischen Unternehmen mutiger sein, was Blogger Relations betrifft?

Absolut. Österreich hinkt da im Vergleich zu Deutschland hinterher. In Deutschland haben Unternehmen die Notwendigkeit von Blogger Relations erkannt und sind auch bereit, Geld zu investieren. Sie verstehen, dass es auch nicht immer in erster Linie um Verkauf, sondern auch um Markenbildung geht – da hat Österreich Nachholbedarf.

Woran erkennen die Leser, dass ein Beitrag von einem Unternehmen gesponsert wurde?

Auf Instagram wird ein bezahlter Beitrag oftmals mit #ad gekennzeichnet, ebenso wie #sponsored. Am Blog sind Bezeichnungen wie „in Kooperation mit“, „Unterstützt durch“ oder „In freundlicher Zusammenarbeit mit“ üblich. In Deutschland müsste aber, strenggenommen, „Anzeige“ schon am Anfang des Posts stehen.

Deine beiden Kolleginnen sind selbst erfolgreiche Bloggerinnen, wie profitieren unsere Kunden davon?

Wir wissen, wie Blogger angesprochen werden, welche Informationen nötig sind und wie Blogger sich Zusammenarbeiten vorstellen. Julia und Sophie haben schon mit einigen großen Marken zusammengearbeitet und diese Erfahrung kommt Kunden, die noch nicht oder kaum in diesem Bereich gearbeitet haben, auf jeden Fall zu Gute.

Und welche Blogs liest Du eigentlich persönlich? Hast du einen Lieblings-Blogger, eine Lieblings-Bloggerin?

Ich würde lügen, wenn ich sage, dass meine Mädls nicht ganz oben auf der Liste stehen. Neben Julias und Sophies Blog lese ich aber auch gerne die Blogs von Vicky (Bikinis and Passports), Kathi (Ketch’em Bunnies) oder Nina (You Rock my Life).

asoluto und so so social für AEG

Jack Russel Terrier Paul ist zuckersüß… und ziemlich haarig. Das hat seiner Besitzerin, Bloggerin Denise, schon viele Nerven gekostet. Umso mehr hat sie sich gefreut, als ihr unser Kunde AEG angeboten hat, einen Staubsauger zu testen, der sich genau diesem Problem annimmt. Der kabellose CX7-45ANI ist mit einem integrierten Handstaubsauger und einer Spezialbürste zum Absaugen von Polstermöbeln ausgestattet, er wurde speziell für Tierbesitzer und Allergiker entwickelt. Eigentlich kein klassisches Lifestyle-Blogthema, aber die Leserinnen und Leser von „over the top“ lieben Geschichten aus dem Leben von Paul und freuen sich über praktikable, authentische Alltagstipps…

Handstaubsauger und Hund beim Putzen

© Denise Steiner

Handstaubsauger und Hund

© Denise Steiner

Die Rahmenbedingungen der Kooperation wurden von asoluto mit so so social vereinbart und abgewickelt – angefangen vom Erstellen einer Liste potenzieller Bloggerinnen, die eine authentische Geschichte über den Staubsauger erzählen können, über die Anfrage und die Definition des Leistungsumfanges bis zur gemeinsamen Entwicklung der Story.

In diesem Fall wurde zum Blog auch ein Social Media Package gebucht, das Postings auf Facebook, Instagram und Twitter beinhaltete, die als bezahlte Kooperation gekennzeichnet wurden. Der Erfahrungsbericht „Perfect Match: Paul und AEG“ wurde bereits in der ersten Woche 880 mal aufgerufen und der begleitende Instagram Beitrag von mehr als 1.000 Personen geliked. Außerdem konnte AEG die Reichweite zusätzlich steigern, indem der Beitrag auf der eigenen Facebookseite geteilt und in das firmeneigene Testerportal integiert wurde.

Screenshot Instagram
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